STOXX 600 und CAC 40 fallen, Trump warnt: Iran-Konflikt könnte Wochen dauern

STOXX 600 und CAC 40 fallen, Trump warnt: Iran-Konflikt könnte Wochen dauern
Rivanshi Rakhrai
02. Apr. 2026, 12:51 PM
  • Europäische Aktien fallen, da Furcht vor einem US–Iran-Konflikt die globalen Märkte beunruhigt.
  • STOXX Europe Technology Index fällt um 2.8%.
  • Öl steigt über $107, nachdem Trump gewarnt hat, der Konflikt könne Wochen dauern.

Der europäische Aktienmarkt verzeichnete am Donnerstag einen Rückgang, da erneute Befürchtungen eines eskalierenden US–Iran-Konflikts die Anlegerstimmung stark belasteten.

Neue Äußerungen von Donald Trump über die mögliche Dauer des Krieges lösten eine Welle der Vorsicht auf den globalen Finanzmärkten aus.

Der pan-europäische STOXX Europe 600 fiel um etwa 1.1% kurz nach 9:30 Uhr in London, wobei die meisten Sektoren und wichtigen Regionalmärkte im negativen Bereich handelten.

Der Rückgang spiegelt zunehmende Anlegerängste über geopolitische Risiken und deren mögliche Auswirkungen auf die globale wirtschaftliche Stabilität wider.

Wichtige europäische Indizes im Minus

Mehrere wichtige europäische Aktienindizes verzeichneten im frühen Handel deutliche Verluste.

Frankreichs CAC 40 gab um 0.70% auf 7,925.02 nach, während Italiens FTSE MIB um 0.98% auf 45,266.25 fiel.

Deutschlands DAX verzeichnete den stärksten Rückgang unter den großen Indizes und fiel um 1.46% auf 22,959.42.

Auch Spaniens IBEX 35 sank um 1.06% auf 17,394.00.

Das FTSE 100 des Vereinigten Königreichs zeigte anfängliche Volatilität, öffnete im Plus, rutschte dann jedoch ins Minus und notierte rund 0.2% tiefer in der Nähe des Niveaus von 10,343.56.

Technologieaktien waren von den stärksten Verkäufen betroffen.

Der STOXX Europe Technology Index fiel um rund 2.8% und steuert damit auf seine bisher schlimmste Handelssitzung seit Anfang Februar zu.

Trump deutet auf langwierigen Konflikt hin

Die Marktvolatilität nahm nach Aussagen von Präsident Donald Trump während einer Fernsehansprache an die amerikanische Bevölkerung am Mittwochabend zu.

Trump deutete an, dass der Konflikt noch weitere zwei bis drei Wochen dauern könnte und sagte, US-Streitkräfte würden in diesem Zeitraum Iran „extrem hart“ treffen.

Seine Kommentare wirkten sich schnell auf die globalen Märkte aus. US-Aktien-Futures drehten scharf ins Minus, als die Rede endete, und kehrten damit die während des regulären Handels am Mittwoch an der Wall Street verzeichneten Gewinne um.

Futures-Daten am Donnerstagmorgen deuteten auf einen schwächeren Auftakt für US-Aktien hin.

Auch die asiatischen Märkte löschten frühere Gewinne, da Anleger auf die jüngsten geopolitischen Entwicklungen reagierten und potenzielle wirtschaftliche Risiken neu bewerteten.

Ölpreise steigen angesichts der Spannungen im Nahen Osten

Die Energiemärkte reagierten heftig auf den eskalierenden Konflikt. Das globale Referenz-Brent-Rohöl stieg um mehr als 6% und erreichte $107.98 pro Barrel.

Die Ölpreise sind seit den Militärschlägen der Vereinigten Staaten und Israels auf Iran am 28. Februar stark gestiegen.

Iran reagierte mit Vergeltungsangriffen in der gesamten Golfregion, was die Spannungen erhöhte und die Energiemärkte störte.

Im März verzeichnete Brent-Rohöl einen dramatischen Anstieg von mehr als 60% und damit den größten Monatszuwachs seit Beginn der Ölpreisdaten in den 1980er-Jahren.

Unternehmens- und Branchenentwicklungen

Laut Berichten von Reuters führt der Energiekonzern Shell Gespräche mit der venezolanischen Regierung zur Entwicklung von vier großen Offshore-Erdgasprojekten.

Unterdessen warnte Ryanair-CEO Michael O’Leary, dass das Vereinigte Königreich mit erheblichen Kerosinengpässen rechnen müsse, falls der Iran-Konflikt andauere.

Der Airline-Chef hob die starke Abhängigkeit des Landes von Treibstofflieferungen aus Kuwait hervor, die es besonders anfällig für Versorgungsunterbrechungen macht.

Anleger beobachten außerdem Berichte, wonach die Trump-Administration neue Zölle gegen Pharmaunternehmen einführen könnte, die sich nicht darauf eingelassen haben, die Arzneimittelpreise in den Vereinigten Staaten zu senken, was eine weitere Unsicherheitsquelle für die globalen Märkte darstellt.