FTSE 100-Futures steigen – Europa startet wegen Iran-Risiko vorsichtig

FTSE 100-Futures steigen – Europa startet wegen Iran-Risiko vorsichtig
Devesh Kumar
07. Apr. 2026, 08:32 AM
  • Europäische Aktien dürften höher eröffnen, da die Iran-Frist Händler vorsichtig hält.
  • FTSE 100 und DAX legen leicht zu, während Trumps Hormus-Ultimatum schwer wiegt.
  • Iran-Frist, PMI-Daten und Deutschlands Treibstoff-Preisdeckel dominieren den Handelsbeginn in Europa.

Die europäischen Aktien-Futures notierten am Dienstag vorsichtig höher, da Anleger größere Richtungswetten zurückhielten vor der Frist des US-Präsidenten Donald Trump, wonach Iran die Straße von Hormus für Öltransporte wieder öffnen soll.

Die wichtigsten europäischen Börsen kehren aus der Osterpause zurück; die Märkte waren am Karfreitag und Ostermontag geschlossen.

Der Schlusskurs am vergangenen Donnerstag ließ den FTSE 100 leicht fester zurück, wobei der Index in der Nähe der jüngsten Höchststände blieb.

Die FTSE-100-Futures stiegen im frühen Handel leicht an, begleitet von moderaten Gewinnen beim französischen CAC 40 und dem deutschen DAX, was auf einen zurückhaltenden Handelsbeginn in der Region hindeutet.

Die Futures deuteten auf einen verhaltenen Start hin, da Anleger vorsichtig blieben, während geopolitische Risiken weiterhin die Stimmung bestimmten.

Irans Ultimatum gibt den Ton an

Trump hat damit gedroht, dass das US-Militär iranische Infrastrukturziele angreifen könnte, falls Teheran die Straße von Hormus bis Dienstag, 20:00 Uhr ET, nicht wieder öffnet.

Das Ultimatum – formuliert mit Drohungen gegen Kraftwerke und Brücken – kam zusammen mit gemischten Signalen aus Washington, wobei Trump zudem andeutete, dass Verhandlungen im Gange seien und vor Ablauf der Frist noch ein Abkommen erzielt werden könnte.

Die Straße von Hormus wickelt einen beträchtlichen Anteil des weltweiten täglichen Ölhandels ab, und ihre Störung seit Ende Februar hat die Energiemärkte nervös gemacht und die Kraftstoffkosten in ganz Europa in die Höhe getrieben.

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Energiekosten steigen und Deutschland erwägt ein Eingreifen

Der Anstieg der Ölpreise infolge des Iran-Konflikts hat die Kraftstoffkosten auf dem Kontinent nach oben getrieben, wobei Deutschland zu den Ländern mit spürbaren Zuwächsen zählt.

Berlin hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Häufigkeit von Kraftstoffpreisänderungen zu begrenzen, und erwägt weitere Schritte zur Eindämmung der Auswirkungen für Verbraucher, einschließlich möglicher Preisregulierungen.

Asien uneinheitlich, europäische Daten im Fokus

Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Dienstag uneinheitlich, da geopolitische Unsicherheit weiterhin auf der Stimmung lastete.

In Europa stehen später im Verlauf der Sitzung die Einkaufsmanagerindizes (PMI) des verarbeitenden Gewerbes für das UK und den Euroraum an und liefern einen ersten Hinweis darauf, wie sich der Konflikt und die gestiegenen Energiekosten auf die industrielle Aktivität auswirken.

Der unmittelbare Fokus liegt auf Trumps Frist um 20:00 Uhr ET und möglichen militärischen oder diplomatischen Entwicklungen danach.

Darüber hinaus werden Händler die europäischen Produktionsdaten beobachten, um erste Hinweise auf wirtschaftliche Belastungen durch höhere Energiekosten zu erhalten, sowie mögliche Signale aus Berlin zum Umfang und Zeitpunkt potenzieller Eingriffe in den Kraftstoffmarkt.

Da die Märkte aus der Feiertagspause zurückkehren und das geopolitische Risiko weiter ungelöst ist, dürften Anleger vorsichtig bleiben; Entwicklungen rund um die Straße von Hormus werden voraussichtlich die kurzfristigen Kursbewegungen bestimmen.