Warum Nvidia-Aktie heute erneut 1,5% nachgibt
KI-Sentiment: 35/100 Bärisch
Diese Bewertung wird durch eine KI-gestützte Analyse des Artikelinhalts erzeugt.
- Nvidia fällt, da Befürchtungen um einen Iran-Konflikt und eine Frist die Märkte belasten.
- Lieferketten- und Bewertungsbedenken setzen die Aktie unter Druck.
- Goldman, Wells Fargo sehen Kaufchance bei abgestraften Tech-Werten.
Die Nvidia-Aktien fielen im frühen Handel am Dienstag, als sich die geopolitischen Spannungen verschärften. Die Aktie sank um 1,5% auf $174.95.
Der breitere Markt schwächte sich ebenfalls ab. Der S&P 500 verlor 0,9%, während die Futures des Dow Jones Industrial Average um 0,8% nachgaben. Der VanEck Semiconductor ETF fiel um 0,9%.
Die Märkte gerieten unter Druck, als Donald Trumps Frist für Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus näher rückte und die Erwartungen an ein Abkommen schwanden.
Trump setzte eine Frist bis 20:00 Uhr ET für eine Lösung und warnte vor schweren Folgen, sollte kein Abkommen zustande kommen.
In einem Beitrag auf Truth Social schrieb er: „Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben, niemals wieder zurückgebracht werden. Ich möchte nicht, dass das passiert, aber es wird wahrscheinlich so sein.“
Bewertungsdruck und Marktunsicherheit
Trotz starker Ergebnisse war die Nvidia-Aktie volatil.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) fiel zuletzt auf ein Mehrjahrestief, was die Vorsicht der Anleger widerspiegelt.
Der Rückgang unterstreicht die breitere Unsicherheit. Anleger überprüfen neu, wie sich geopolitische Risiken auf Unternehmensausgaben und Projektzeitpläne auswirken könnten.
Analysten äußerten Bedenken, dass eine Ausweitung des Konflikts groß angelegte Rechenzentrumsprojekte verzögern und sicherheitsbedingte Kosten erhöhen könnte, was die Margen belasten würde.
Lieferkettenrisiken im Fokus
Die Aufmerksamkeit richtet sich auch auf Lieferketten. Während Halbleiterunternehmen bisher noch keine direkten Störungen gemeldet haben, rücken Risiken im Zusammenhang mit der Energieversorgung stärker in den Vordergrund.
Ein signifikanter Anteil von Asiens Energieimporten läuft durch die Straße von Hormus, die faktisch blockiert bleibt.
Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, ein wichtiger Zulieferer für Nvidia, gilt als besonders exponiert.
Das Unternehmen macht etwa 9% des taiwanesischen Stromverbrauchs aus, wobei Erdgas die Hauptenergiequelle ist.
Taiwanesische Behörden erklärten, die Reserven an verflüssigtem Erdgas sollten bis Mai reichen, doch die Lage bleibt eine Sorge für Anleger, die die Halbleiter-Lieferkette verfolgen.
Nvidia-Aktie bleibt unter Druck
Die Nvidia-Aktien sind seit ihrem Rekordhoch im Oktober um fast 20% gefallen, was einen breiteren weltweiten Ausverkauf widerspiegelt.
Der Rückgang wurde zum Teil durch geopolitische Spannungen zwischen den USA, Israel und Iran ausgelöst.
Gestiegene Ölpreise haben Sorgen um Inflation und die Möglichkeit einer restriktiveren Geldpolitik geschürt, was tendenziell wachstumsstarke Technologiewerte belastet.
Die Aktie notiert jetzt bei rund dem 20‑fachen der erwarteten Gewinne, einem der niedrigsten Bewertungsniveaus in den letzten Jahren.
Anleger verwenden KGV‑Vielfache, um die Bewertung einer Aktie im Verhältnis zu ihren erwarteten zukünftigen Gewinnen zu beurteilen.
Mit dem Wachstum von Online-Investment-Apps ist das Verfolgen solcher Kennzahlen für Marktteilnehmer deutlich einfacher und zugänglicher geworden.
Anleger überdenken auch die Renditen umfangreicher, KI-bezogener Investitionsausgaben.
Große Kunden wie Microsoft, Alphabet und Amazon investieren weiterhin aggressiv, doch es gibt Bedenken, dass die Monetarisierung länger dauern könnte als erwartet.
Wall Street wird gegenüber dem Technologiesektor konstruktiver
Trotz kurzfristiger Belastungen wird die Stimmung an der Wall Street gegenüber dem Technologiesektor positiver.
Goldman Sachs und Wells Fargo erklärten, der jüngste Rückgang habe für Anleger einen potenziellen Einstiegspunkt geschaffen.
Wells Fargo stufte den Technologiesektor des S&P 500 von neutral auf positiv hoch und nannte starke Fundamentaldaten sowie nachlassenden Bewertungsdruck als Gründe.
Die Bank schrieb, die Sorgen über die KI-Einführung scheinen übertrieben, da das Gewinnwachstum weiterhin im zweistelligen Bereich liege.
„Die Unternehmensausgaben für KI-Technologie scheinen genug Momentum zu haben, um in diesem Jahr $650 billion zu erreichen. Und Fragen zur KI-Adoption sind berechtigt, aber wir erwarten weder das Verschwinden ganzer Branchen noch eine große Arbeitslosigkeit“, schrieb Wells Fargo in einer Notiz.
Goldman Sachs stimmte dieser Auffassung zu und stellte fest, dass die Bewertung des Sektors im Verhältnis zum erwarteten Wachstum unter die des Gesamtmarkts gefallen sei – ein seltenes Ereignis.
„Diese Faktoren haben eine Gelegenheit im Technologiesektor eröffnet, in dem die Wachstumsraten weiterhin stark sind, die Bewertungen jetzt jedoch niedrig sind“, erklärte Goldman.
Die konstruktivere Einschätzung kommt, obwohl geopolitische Risiken und Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen der KI die Anlegerstimmung weiterhin belasten.
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