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Warum Anthropic mit Nvidia und Microsoft bei Cybersicherheit kooperiert

Warum Anthropic mit Nvidia und Microsoft bei Cybersicherheit kooperiert
Devesh Kumar
08. Apr. 2026, 08:40 AM
  • Anthropic startet Project Glasswing mit führenden Technologieunternehmen.
  • Neues KI-Modell entdeckte Tausende schwerwiegender Software-Schwachstellen.
  • Zugang für defensive Sicherheitsanwendungen auf vertrauenswürdige Partner beschränkt.

Während der Bereich der künstlichen Intelligenz täglich zu einem immer größeren Riesen heranwächst, bereiten sich die Branchengrößen auf die nächsten Schritte vor.

Anthropic geht eine Allianz mit Nvidia, Microsoft und vielen weiteren Technologieriesen ein, um die nächste Welle von KI-Systemen zu bewältigen, die mächtig genug werden könnten, um die Cyberabwehr neu zu gestalten.

Im Rahmen einer neuen Initiative namens Project Glasswing gewährt das Startup ausgewählten Partnern Zugang zu einem unveröffentlichten Modell, Claude Mythos Preview.

Anthropic erklärte, dass das System bereits "Tausende" schwerwiegender Software-Schwachstellen entdeckt habe.

Zu den Startpartnern von Anthropic gehören Microsoft, Nvidia, Amazon, Apple, Google, CrowdStrike, Palo Alto Networks, Cisco, Broadcom, JPMorgan Chase und die Linux Foundation.

Ein Modell, das seinen Hersteller alarmieren kann

Anthropics zentrales Argument ist, dass Mythos Preview nicht einfach ein besseres Codierungsmodell ist.

Es ist ungewöhnlich fähig, verborgene Schwachstellen in der Software zu finden, die der modernen digitalen Wirtschaft zugrunde liegt.

In seiner Ankündigung teilte das Unternehmen mit, das Modell habe Tausende bedeutende Schwachstellen in Betriebssystemen identifiziert.

Das erklärt, warum Anthropic es nicht wie einen normalen Produktstart einführt. Stattdessen behandelt das Unternehmen das Modell als Werkzeug, das zunächst unter kontrollierten Bedingungen getestet werden muss.

Diese Unterscheidung ist wichtig, denn ein Modell, das Schwachstellen schnell erkennen kann, kann auch die Zeit zwischen der Identifizierung einer Schwachstelle und ihrer Ausnutzung verkürzen.

Anthropics öffentliche Darstellung ist, dass der sicherste Erstanwendungsfall für ein solches System defensiv ist: vertrauten Organisationen dabei zu helfen, Schwachstellen zu finden und zu beheben, bevor Angreifer dies tun.

Weiterlesen – Anthropic-Pentagon-Konflikt wirft zentrale Frage auf: Wer ist verantwortlich, wenn KI tötet?

Warum Microsoft, Nvidia und andere wichtig sind

Die Partnerliste zeigt, dass Anthropic versucht, eine defensive Koalition um die Teile des digitalen Systems zu bilden, die am wichtigsten sind.

Microsoft bringt Reichweite in Unternehmenssoftware, Cloud-Computing und Sicherheitstools. Nvidia steht im Zentrum des KI-Hardware-Stacks.

Amazon, Google und Apple kontrollieren große Teile der Cloud-, Verbraucher- und Softwareinfrastruktur.

CrowdStrike, Palo Alto Networks und Cisco sind tief in der Unternehmensabwehr verankert.

Broadcom, JPMorgan Chase und die Linux Foundation repräsentieren jeweils kritische Schichten in Infrastruktur, Finanzwesen und Open-Source-Software.

Praktisch gesehen handelt es sich um Organisationen, die Bedrohungen früh erkennen, Systeme in großem Maßstab testen und Schwachstellen schnell beheben können.

Anthropic sagte, Startpartner würden Mythos Preview nutzen in ihrer defensiven Sicherheitsarbeit und dass das Unternehmen seine Erkenntnisse mit der Branche teilen werde.

Es plant außerdem, den Zugang auf rund 40 weitere Organisationen auszuweiten, die für kritische Softwareinfrastruktur verantwortlich sind.

Das lässt Project Glasswing weniger wie ein Markenmanöver und mehr wie einen Versuch erscheinen, mächtige KI-Tools zuerst in die Hände von Institutionen zu geben, die die Risiken absorbieren können.

Die tiefere Botschaft ist, dass KI zunehmend sowohl Bedrohung als auch Verteidigung wird.

Die diesjährige RSA-Cybersicherheitskonferenz wurde von Diskussionen über KI-gestützte Angriffe und die Frage dominiert, ob konventionelle Abwehrmaßnahmen noch ausreichen.

Das Problem ist nicht nur, dass Angreifer KI nutzen können, um schneller vorzugehen, sondern dass Verteidiger womöglich ebenso leistungsfähige Systeme benötigen, nur um mitzuhalten.