Morgan Stanley zieht bei Kering-Aktie den Stecker, Gucci-Probleme vertiefen sich

Morgan Stanley zieht bei Kering-Aktie den Stecker, Gucci-Probleme vertiefen sich
Devesh Kumar
13. Apr. 2026, 10:31 AM

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Invezz
Europäischer Luxus — bei relativer Schwäche kaufen

LVMH (MC FP) gegenüber Kering kaufen. Die Nachricht ist spezifisch für Gucci und unterstreicht, dass Anleger eine Wiederherstellung des Luxussegments nicht mehr allein auf Basis von Versprechen kaufen; Umsatznachweise werden verlangt. LVMHs breiteres Markenportfolio und tendenziell stabilere Nachfrageprofil sollten davon profitieren, wenn Kapital von der Aktie mit dem höchsten Ausführungsrisiko wegfließt, während Kerings Guccibedingte Ergebnis-Sensitivität infrage gestellt wird.

Kernrisiko: Ein breiter Nachfrageschock im europäischen Luxussegment trifft alle großen Häuser (einschließlich LVMH) oder LVMHs Prognose verschlechtert sich ausreichend, um den relativen Vorteil aufzuheben.

Kering (KER FP) — verkaufen

Kering verkaufen. Morgan Stanley stufte auf „equal-weight“ herab und senkte das Kursziel, da Guccis Erholung zu langsam erscheint (Umsatz 1. Quartal 2026 voraussichtlich -6,2% im Vergleich zur vorherigen Einschätzung). Mit dem Umsatzbericht am 14. April und dem Capital Markets Day am 16. April als entscheidenden Tests für das Vertrauen bietet die frühere Outperformance der Aktie weniger Aufwärtsspielraum („room“), sodass das Abwärtsrisiko überwiegt, falls sich Guccis Rückgang fortsetzt oder die Guidance vage bleibt.

Kernrisiko: Gucci zeigt eine klare Beschleunigung der Umsätze im 1. Quartal, und das Management liefert am Capital Markets Day eine glaubwürdige, zahlenbasierte Wende, die die Aktie neu bewertet.

  • Kering-Aktie fällt um mehr als 3%, nachdem Morgan Stanley die Einstufung auf „equal-weight“ senkte.
  • Guccis langsame Erholung bleibt die zentrale Sorge der Anleger.
  • Die Herabstufung erfolgt kurz vor den Umsatzzahlen am 14. April und dem Capital Markets Day am 16. April.

Die Kering-Aktie fiel am Montag um 3%, nachdem Morgan Stanley den Gucci-Eigentümer herabgestuft hatte.

Der Rückschlag kam genau zu dem Zeitpunkt, an dem Anleger auf klarere Hinweise hofften, dass die lange versprochene Wende der Gruppe nun in den Umsätzen sichtbar wird.

Die Entwicklung ist relevant, weil sie nur wenige Tage vor Kerings Umsatzausweis für das erste Quartal 2026 am 14. April und dem Capital Markets Day am 16. April erfolgt.

Die Termine werden prüfen, ob das Management eine sich verbessernde Erzählung in etwas umwandeln kann, dem die Märkte vertrauen.

Die Herabstufung spiegelt auch die Stimmung der Anleger wider: Sie scheinen die Kering-Aktie weiterhin zu stützen, sind aber deutlich weniger bereit, die Erholungsstory nur auf Basis von Versprechen zu kaufen.

Morgan Stanley zieht sich zurück, während die Kering-Rallye an Schwung verliert

Morgan Stanley stufte Kering von „overweight“ auf „equal-weight“ herab und senkte das Kursziel von 330 Euro auf 320 Euro.

Die Investmentbank argumentierte, dass die frühere Outperformance der Aktie nun weniger Aufwärtsspielraum lasse.

In der Mitteilung heißt es, die Bank werde nach dem starken Anstieg der Aktie und vor kurzfristigen Terminen, die schwer zu meistern sein könnten, vorsichtiger, falls Guccis Erholung weiter lückenhaft erscheint.

Die Kering-Aktie lag nach dieser Einschätzung mehr als 3% im Minus.

Was die Kehrtwende auffällig macht, ist, dass Morgan Stanley noch vor Kurzem deutlich optimistischer gewesen war.

Im Oktober 2025 stufte die Bank Kering hoch und unterstützte den Sektor bei dessen „Kreativitätsschub“, womit sie sich einer Welle des Optimismus in Bezug auf neue kreative Führung anschloss.

Zu diesem Zeitpunkt war Kering eine der bevorzugten Aktien von Morgan Stanley im europäischen Luxussegment geworden.

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Gucci bleibt im Mittelpunkt

Im Zentrum der Debatte steht Gucci.

Im Februar sanken die Umsatzzahlen der Flaggschiff-Marke aus Italien im vierten Quartal um 10% – der zehnte Quartalsrückgang in Folge.

Gucci macht weiterhin den Großteil von Kerings Gewinn aus, sodass jede Schwäche dort einen überproportionalen Einfluss auf das Investmentcase hat.

Die jüngste Sorge von Morgan Stanley ist, dass die kommerzielle Erholung zu langsam bleibt.

Die Bank erwartet nun, dass Guccis Umsatz im ersten Quartal 2026 um 6,2% fällt, schwächer als zuvor angenommen, nachdem Channel-Checks auf einen schwierigeren Jahresbeginn hindeuteten.

Das passt zu einem Muster, das Anleger inzwischen gut kennen: Es mag mehr Markenenergie rund um die neue kreative Ausrichtung geben, doch die Umsatzrallye zeigt sich weiterhin nicht klar genug.

Alle Augen auf Kerings Prüfungen im April

Deshalb ist der Kalender so wichtig.

Kering hat bestätigt, dass der Umsatz für das erste Quartal 2026 am Dienstag, den 14. April, nach Handelsschluss veröffentlicht wird; der Capital Markets Day folgt am 16. April in Florenz.

Das erste Ereignis wird den Anlegern sagen, ob Guccis Schwäche sich zumindest etwas abschwächt.

Das zweite wird zeigen, ob das Management einen Plan präsentieren kann, der konkret genug wirkt, um die Überzeugung wiederherzustellen.

Die Herabstufung durch Morgan Stanley verschärft das Argument über die Kering-Aktie.