Bessent erwartet nachlassende Inflation trotz Krieg, fordert Fed-Zinssenkungen
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U.S.-Treasury-Duration kaufen: Long in 2Y- und 5Y-Treasuries (z. B. UST 2Y futures und UST 5Y futures). Bessents Botschaft ist eine Abkühlung der Kerninflation trotz Iran-Risiko, und er drängt auf Fed-Senkungen; die Fed-Protokolle neigen weiterhin zu Senkungen als Basisszenario. Sollte Warsh eine zinsfreundlichere Wende beschleunigen, preist der Markt niedrigere Terminalzinsen und einen schnelleren Senkungspfad ein.
Kernrisiko: Durch Öl getriebene Wiederanstiege der Kerninflation zwingen die Fed zu Anhebungen oder zur Verzögerung von Senkungen, was Renditen steigen lässt und Duration stark belastet.
USD verkaufen (z. B. long EURUSD oder long DXY-Puts). Wenn die Inflation abkühlt und die Fed senkt, komprimiert sich das Zinsdifferenzial; das ist die unmittelbare Reaktion. Der entscheidende Zweiteffekt ist ein anhaltender Öl-Anstieg, der sich nicht in der Kerninflation niederschlägt, aber den Dollar über niedrigere reale Renditen schwächt, selbst wenn die Headline-Inflation weiterhin volatil bleibt.
Kernrisiko: Öl schlägt sich in der Kerninflation nieder und die Fed bleibt restriktiv, was den Dollar durch höhere reale Renditen stärkt.
- Bessent überzeugt, dass die Inflation sinken wird, fordert die Fed zu Zinssenkungen auf.
- Fed-Protokolle zeigen zunehmende Unterstützung für mögliche Zinserhöhungen.
- Der Iran-Konflikt hat neue Unsicherheit in den Wirtschaftsausblick gebracht.
US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Dienstag, dass er davon überzeugt bleibt, dass die Kerninflation in den Vereinigten Staaten trotz des andauernden Krieges mit Iran weiter nachlassen wird.
Bessent bekräftigte erneut seine Forderung, dass die Federal Reserve die Zinsen senken solle.
Zum Wirtschaftsausblick räumte Bessent ein, dass die Entscheidungsträger bei der Federal Reserve es vorziehen könnten, die sich entwickelnden Auswirkungen des Konflikts zu bewerten, bevor sie geldpolitische Anpassungen vornehmen.
Gleichzeitig signalisierte er Unterstützung für einen Führungswechsel in der Zentralbank und erklärte, es würde Sinn ergeben, dass Kevin Warsh — der von Präsident Donald Trump nominierte Kandidat für den Vorsitz der Federal Reserve — die nächste Phase der Geldpolitik beaufsichtigt.
Als er die Möglichkeit ansprach, dass der derzeitige Federal-Reserve-Vorsitzende Jerome Powell im Amt bleiben könnte, falls Warshs Nominierung verzögert wird, sagte Bessent: „Wir wollen Kevin Warsh so schnell wie möglich im Amt.“
Warshs finanzielle Offenlegungen ziehen Aufmerksamkeit auf sich
Warshs Nominierung stand nach der Veröffentlichung seiner finanziellen Offenlegungen verstärkt unter Beobachtung, da diese darauf hindeuten, dass sein persönliches Vermögen das der jüngsten Federal-Reserve-Vorsitzenden deutlich übersteigt.
Laut den Unterlagen hält Warsh Vermögenswerte im Wert von $131 million and $209 million, hinzu kommen Beteiligungen im Wert von mehreren hundert Millionen, die seiner Frau Jane Lauder zugeschrieben werden.
Damit liegt sein Vermögen deutlich über dem von Powell, dessen jüngste Offenlegung für 2025 Vermögenswerte zwischen $19 million and $75 million ausweist.
Warsh gab außerdem an, durch seine Beratertätigkeit für den Investor Stanley Druckenmiller $10 million an Einkommen erzielt zu haben, eine Position, die er als seine „Hauptbeschäftigung“ bezeichnet hat.
Darüber hinaus gab er Einkünfte von etwa $3 million aus akademischer Tätigkeit am Hoover Institution der Stanford University und aus Engagements bei mehreren Wall-Street-Firmen an.
Fed Minutes show growing divide on rate path
Während Bessent Vertrauen in eine nachlassende Inflation ausdrückte, deuten die Protokolle der Federal Reserve vom March 17–18 auf eine komplexere interne Debatte unter den Entscheidungsträgern hin.
Zunehmend mehr Entscheidungsträger deuteten an, dass Zinserhöhungen notwendig sein könnten, wenn die Inflation weiterhin das 2%‑Ziel der Zentralbank übersteigt, insbesondere angesichts der inflationsfördernden Effekte, die vom Krieg ausgehen.
„Some participants judged that there was a strong case for a two-sided description of the (Federal Open Market) Committee's future interest rate decisions… reflecting the possibility that upwards adjustments… could be appropriate if inflation were to remain at above-target levels,“ the minutes said.
War adds uncertainty to inflation and growth outlook
Der Konflikt, der sich am Feb. 28 verschärfte, hat neue Unsicherheit in den Wirtschaftsausblick gebracht, insbesondere durch seine Auswirkungen auf die Ölpreise.
Laut den Protokollen wiesen „viele Teilnehmende auf das Risiko hin, dass die Inflation angesichts eines anhaltenden Anstiegs der Ölpreise länger als erwartet erhöht bleiben könnte.“
Die Entscheidungsträger äußerten zudem Bedenken, dass anhaltende Anstiege der Energiepreise in breitere Inflationsdynamiken einfließen und die längerfristigen Inflationserwartungen verschieben könnten.
„Higher input costs would be more likely to pass through to core inflation,“ the minutes noted, adding that progress toward the Fed’s 2% target could be slower than previously anticipated.
Trotz dieser Risiken beließ die Federal Reserve ihren Leitzins im March im Bereich von 3.50%–3.75% unverändert, während sie eine Orientierung beibehielt, die zu künftigen Zinssenkungen tendiert.
„Die meisten Teilnehmenden“ betrachteten weiterhin Zinssenkungen als Teil ihres Basisszenarios, insbesondere falls der Konflikt andauert.
Sie warnten, dass ein langwieriger Krieg die Arbeitsmarktbedingungen schwächen, die Kaufkraft der Haushalte verringern und das globale Wachstum dämpfen könnte.
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