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Kospi und Nikkei 225 führen Asiens Märkte nach oben, Öl fällt wegen Iran-Hoffnungen

Kospi und Nikkei 225 führen Asiens Märkte nach oben, Öl fällt wegen Iran-Hoffnungen
Devesh Kumar
14. Apr. 2026, 05:28 AM

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Nikkei 225 / japanische Aktien

Kauf: Nikkei 225 (über iShares Nikkei 225 ETF, EWJ). Das Nachgeben der Ölpreise infolge der Hoffnungen auf ein Iran-Abkommen senkt die Inputkosten und verbessert die Risikoneigung für Japans stark ölimportabhängige Wirtschaft; der Artikel zeigt eine breite Nordasien-Beteiligung (Nikkei +2,43 %, Topix +1,01 %) und einen schwächeren Dollar, der die Aktien stützt. Das Momentum schaltet sich nach der geopolitisch bedingten Risikoreduzierung wieder ein.

Kernrisiko: Eine erneute Eskalation im Iran/der Straße von Hormus, die Rohöl wieder über die jüngsten Schockniveaus treibt und Japan in den Verteidigungsmodus zwingt.

Südkoreanische Aktien

Kauf: Kospi-Exposure (über iShares MSCI South Korea ETF, EWY). Der Kospi führte den Handelsauftakt an (+3,27 %) und die These ist dieselbe: niedrigere WTI/Brent-Preise verringern Inflationsdruck und stützen die Unternehmensmargen, während die regionale Breite (Japan/China/HK) bestätigt, dass es sich nicht um eine Einmarkt-Gegenbewegung handelt.

Kernrisiko: Verschlechternde geopolitische Schlagzeilen und ein erneuter Ölpreis-Anstieg, der die Margen-/Inflationsentlastung zunichte macht, die die Outperformance angetrieben hat.

  • Asiens Märkte klettern, da Öl bei erneuten Hoffnungen auf US‑Iran-Diplomatie fällt.
  • Japans Nikkei und Südkoreas Kospi führen starke regionale Gewinne an.
  • China und Hongkong erweitern die Marktbreite und stärken die Risikoneigung.

Die asiatischen Märkte eröffneten am Dienstag fester, da Anleger nach einer zermürbenden Phase geopolitischer Volatilität zu Aktien zurückkehrten.

Die Erholung folgte auf ein Nachgeben der Ölpreise, nachdem US-Vizepräsident JD Vance angedeutet hatte, dass ein Abkommen zwischen Washington und Teheran noch möglich sei.

„Ob wir weitere Gespräche führen, ob wir letztlich zu einem Abkommen kommen – ich glaube wirklich, dass der Ball beim Iran liegt, weil wir viel auf den Tisch gelegt haben“, sagte Vance in einem Interview mit Fox News.

Die Äußerungen erfolgten Stunden, nachdem die USA Maßnahmen ergriffen hatten, Schiffe am Ein- oder Auslaufen aus iranischen Häfen in der Straße von Hormus zu hindern.

Die Ölpreise gaben nach diesen Äußerungen nach: US West Texas Intermediate (WTI)-Rohöl fiel um 2,16 % auf 96,94 USD je Barrel, Brent-Rohöl gab um 1,82 % auf 97,55 USD je Barrel nach.

Japan und Südkorea geben das Tempo vor

Das deutlichste Zeichen für eine Verbesserung der Stimmung kam aus Nordasien, wo Japan und Südkorea die frühen Zugewinne anführten.

Japans Nikkei 225 stieg um 2,43 %, während der breitere Topix um 1,01 % zunahm.

In Seoul kletterte der Kospi um 3,27 % und gehörte damit beim Handelsauftakt zu den stärksten Performern in der Region.

Diese Kursbewegungen zeigten, dass der Markt nach mehreren Sitzungen, in denen Anleger von Ölschocks beschäftigt waren, wieder risikobereiter ist.

Die Erholung war nicht schwer zu erklären: Für Aktienanleger (insbesondere in großen ölimportierenden Volkswirtschaften wie Japan und Südkorea) brachte die Entspannung bei den Rohölpreisen sofortige Erleichterung.

Ein leichterer Dollar half zudem, die breitere Marktstimmung zu stabilisieren, und stützte die Einschätzung, dass die Panikphase abgeflaut ist.

China und Hongkong verstärken die Marktbreite

Die Stärke im frühen Handel beschränkte sich nicht auf Japan und Korea.

Festlandchinas CSI300 stieg um 0,65 %, während Hongkongs Hang Seng um 1 % zulegte und damit der regionalen Bewegung zusätzliche Breite und Überzeugungskraft verlieh.

Wenn Gewinne gleichzeitig in Tokio, Seoul, Hongkong und Festlandchina ausgebreitet werden, ist die Geschichte mehr als nur eine technische Gegenbewegung.

Das ist wichtig, weil Anleger in Asien mehrere Kräfte gleichzeitig abwägen.

Auf der einen Seite steht die geopolitische Belastung und das Inflationsrisiko, das mit höheren Energiekosten einhergeht.

Auf der anderen Seite steht die kurzfristige Entlastung des Marktes durch nachgebende Ölpreise und die Hoffnung, dass Diplomatie eine tiefere Angebotsunterbrechung verhindern könnte.

Das Ergebnis war ein konstruktiver Handelsauftakt in weiten Teilen der Region.

China-nahe Märkte profitierten ebenfalls, da Händler weiterhin bereit waren, sich auf konjunkturelle Signale und Erholungsspots zu konzentrieren, statt in den defensiven Modus zu wechseln.

Australien bot den deutlichsten Kontrast der Sitzung.

Der S&P/ASX 200 stieg um 0,53 % und schloss sich dem breiteren regionalen Aufschwung an, doch das heimische wirtschaftliche Umfeld zeichnete ein unruhigeres Bild.

Der Geschäftsklimaindex der National Australia Bank brach im März um 29 Punkte auf -29 ein und verzeichnete damit den zweitgrößten monatlichen Rückgang in der Aufzeichnung.

Die Zahlen entstanden, als die Unternehmen auf die Folgen des Iran-Kriegs und den daraus resultierenden globalen Ölschock reagierten.