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Morgan Stanley nennt 2 Aktien mit größtem Aufwärtspotenzial für 2026

Morgan Stanley nennt 2 Aktien mit größtem Aufwärtspotenzial für 2026
Devesh Kumar
15. Apr. 2026, 13:17 PM

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INTU

Kaufen: Intuit (INTU). Morgan Stanleys These ist, dass die Ängste vor KI-Disruption übertrieben sind; das Sentiment ist gedrückt, während bei TurboTax/Assisted Tax sowie im Bereich Buchhaltung/Dienstleistungen für den Mittelstand Momentum sichtbar ist (TurboTax +12 %, Credit Karma +23 %, FQ2’26-Umsatz +17 %, non‑GAAP EPS +25 %). Das Aufwärtspotenzial ist katalysatorgetrieben: anhaltende Stärke der Steuerprodukte sowie eine dauerhafte Monetarisierung von Credit Karma und Buchhaltungs-Workflows, während das Gewinnwachstum die Aktie in Richtung des MS‑Ziels von ~$580 umbewertet (~58 % Aufwärtspotenzial).

Kernrisiko: Ein tatsächlicher, KI-getriebener Substitutionsschock, der dauerhaft die Attach‑Raten und Margen von TurboTax/Assisted Tax reduziert und eine niedrigere Gewinnentwicklung erzwingt.

EQIX

Kaufen: Equinix (EQIX). Die Darstellung betont einen fundamental getriebenen Ausbau der KI-Infrastruktur: nahezu zweistelliges Umsatzwachstum und 11–13 % AFFO‑Wachstum (2026‑Prognose), gestützt durch Interconnection‑Nachfrage und sticky Colocation (10,500+ Kunden; 280+ Rechenzentren). Dies ist ein Re‑Rating‑Setup für einen "Quality REIT", bei dem die Sichtbarkeit der Cashflows eine mögliche makro-/Rechenzentrums‑Capex‑Abschwächung überwiegen sollte; Ziel ist das MS‑Ziel von ~$1,250 (~18 % Aufwärtspotenzial).

Kernrisiko: Die KI-/Rechenzentrumsnachfrage führt nicht zu höherer Interconnection und Auslastung, was zu verfehltem AFFO‑Wachstum und durch Verschuldung/Capex belastetem Free Cashflow führt.

  • Morgan Stanley wird selektiver und stellt 2026-Aktien mit hoher Überzeugung vor.
  • Intuit gilt als konträres KI-Investment mit erheblichem Aufwärtspotenzial.
  • Equinix positioniert sich als stabiler Gewinner der langfristigen KI-Infrastrukturnachfrage.

Die jüngste bullische Wendung an der Wall Street wird selektiver.

Während sich US-Aktien nach einer belastenden Phase geopolitischer Unsicherheit wieder in Richtung Rekordniveaus bewegen, rät Morgan Stanley Investoren von pauschalem Optimismus ab.

Die Bank hebt Unternehmen hervor, bei denen sie eine deutlichere Diskrepanz zwischen Marktsentiment und fundamentaler Geschäftsstärke sieht.

Vor diesem Hintergrund steht der jüngste "Top Pick"-Aufruf für 2026 von Morgan Stanley, der sich auf Intuit und Equinix konzentriert — zwei sehr unterschiedliche Unternehmen, die dennoch erhebliches Aufwärtspotenzial bieten.

Der Morgan-Stanley-Stratege Michael Wilson sieht den Ausverkauf weiterhin eher als Korrektur denn als anhaltenden Abschwung, während der S&P 500 sich seit dem Tief Ende März deutlich erholt hat und den 14. April nur 0.2% unter seinem Januar-Rekord schloss.

Warum Morgan Stanley diesen Aufruf jetzt macht

Das Timing ist wichtig, da die Märkte seit Wochen mit den Folgen des Nahostkonflikts ringen.

Dennoch hat sich die Stimmung an der Wall Street gedreht, da die Gewinnerwartungen sich besser halten als befürchtet und der Ölpreis von seinen Spitzen zurückgekommen ist.

Morgan Stanley präferiert weiterhin zyklische Sektoren und Qualitätswachstumsaktien und argumentiert, dass das verbesserte Gewinnwachstum und gesündere Bewertungen zeigen, dass die jüngste Schwäche nicht der Beginn eines Bärenmarkts war.

In diesem Umfeld wirken die jüngsten Aktientipps der Bank wie eine Suche nach Firmen, bei denen der nächste Katalysator sichtbar ist und das Bewertungsargument überzeugend bleibt.

Intuit-Aktie: Eine konträre Neubewertung mit dem größten Aufwärtspotenzial

Intuit ist die aggressivere der beiden Empfehlungen und diejenige mit dem stärkeren Erholungswinkel.

Der Morgan-Stanley-Analyst Keith Weiss hat die Finanzsoftware-Gruppe zum "Top Pick" hochgestuft und argumentiert, dass der Ausverkauf im Zusammenhang mit Ängsten vor KI-Disruption übertrieben sei.

Das Bull-Case basiert auf einer Kombination aus gedrücktem Sentiment und kurzfristigen Katalysatoren, darunter anhaltende Dynamik bei TurboTax, Assisted Tax und dem Vorstoß des Unternehmens im Bereich Buchhaltung und Services für den Mittelstand.

Intuits eigene Zahlen stützen diese Sicht: Im fiskalischen zweiten Quartal 2026 meldete das Unternehmen einen Umsatz von $4.7 billion, ein Plus von 17% gegenüber dem Vorjahr.

Das verwässerte Non-GAAP-Ergebnis je Aktie stieg um 25% auf $4.15.

Der Umsatz im Konsumentensegment stieg um 15%, wobei Credit Karma um 23% und TurboTax um 12% zulegten.

Das Kursziel von Morgan Stanley von $580 impliziert rund 58% Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Aktienkurs von $366.80.

Equinix: Der stabilere Infrastruktur-Compounder

Equinix bietet eine ganz andere Art von Aufwärtspotenzial.

Statt einer angeschlagenen Wachstumsaktie, die auf eine Erholung des Sentiments wartet, wird sie als dauerhaft erfolgreicher Infrastrukturwert präsentiert, der mit dem langfristigen Ausbau im Bereich KI verbunden ist.

Morgan-Stanley-Analyst Cameron McVeigh hat den Data-Center-REIT zum "Top Pick" ernannt und weist auf starke langfristige Fundamentaldaten hin.

Er erwartet von 2026 bis 2029 nahezu zweistelliges Umsatz- und AFFO‑je‑Aktie-Wachstum, getrieben durch neue Kapazitäten und steigende Interconnection-Nachfrage.

Im zuletzt gemeldeten Quartal erzielte Equinix im vierten Quartal 2025 einen Umsatz von $2.42 billion, ein Plus von 7% gegenüber dem Vorjahr, während das verwässerte AFFO je Aktie auf $8.91 stieg von $7.92 ein Jahr zuvor.

Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr 2026 einen Umsatz von $10.123 billion bis $10.223 billion und ein AFFO-Wachstum von 11% bis 13%.

Equinix gibt außerdem an, mehr als 10,500 Kunden über eine globale Plattform von über 280 Rechenzentren zu bedienen, was die Größe und die Kundenbindung seines Colocation-Geschäfts unterstreicht.

Das Kursziel von Morgan Stanley von $1,250 impliziert rund 18% Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Preis von $1,057.37.