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Taiwans Exportaufträge +66%: größter Anstieg in 16 Jahren durch KI-Boom

Taiwans Exportaufträge +66%: größter Anstieg in 16 Jahren durch KI-Boom
Devesh Kumar
21. Apr. 2026, 12:00 PM

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TSMC (TSM)

Kaufen: TSM. Die taiwanesischen Exportaufträge stiegen um 66% im Jahresvergleich und 14 aufeinanderfolgende Monate deuten auf anhaltende AI/HPC-Capex hin, die sich in Wafer-Nachfrage und einer stärkeren Auslastung auf führenden Node-Technologien niederschlagen. Telekom (+120.9%) und Elektronik (+73.7%) entsprechen Netzwerk-/Rechen-Infrastrukturausbau, der typischerweise fortgeschrittene Logik- und Speicherlieferketten durchzieht — TSM ist der Engpasslieferant. Hauptrisiko: Eine Eskalation von US-/China-Zöllen oder Exportkontrollen zwingt Kunden, Lieferketten weg von Taiwan umzugestalten, wodurch die Beständigkeit der Aufträge zusammenbricht.

Kernrisiko: Exportkontrollen/Zölle beschleunigen die Abkehr von Lieferketten weg von Taiwan und unterbrechen den 14-monatigen Auftragsaufschwung.

Taiwans Halbleiterausrüstung (ASML)

Kaufen: ASML. Der Auftragsschub ist ein Frühindikator für globale Investitionsausgaben in Lithographie und fortgeschrittene Packaging-Werkzeuge; der Ausbau von KI-Infrastruktur erfordert zusätzliche Kapazität und Prozess-Upgrades. ASML ist der stärkste Hebelprofiteur anhaltender Investitionszyklen in Wafer-Fabrikationsanlagen, ausgelöst durch TSMC und Peer-Unternehmen. Hauptrisiko: Capex-Pausen oder die Bestandsaufarbeitung durch Kunden führen zu einem starken Einbruch bei Anlagenaufträgen und bremsen den Equipment-Zyklus.

Kernrisiko: Eine rasche Capex-Pause in den Fertigungsanlagen (Bestandsabbau) verringert die Nachfrage nach Ausrüstung, bevor sich der Zyklus voll entfaltet.

  • Taiwans Exporte im März stiegen im Jahresvergleich um 65.9% auf $91.12 billion.
  • Telekom-Aufträge stiegen um 120.9%, Elektronik um 73.7% im Jahresvergleich.
  • Japanische Fabrikaufträge stiegen um 24.2%, der stärkste Anstieg in 41 Monaten.

Taiwans Exportaufträge verzeichneten im März den stärksten jährlichen Anstieg seit mehr als 16 Jahren und kletterten im Jahresvergleich um 65.9% auf $91.12 billion.

Der Anstieg wurde durch die Nachfrage nach Hardware für künstliche Intelligenz und fortschrittlichen Halbleitern getrieben, die in wichtigen Produktkategorien und Handelsregionen starke Zuwächse bewirkten.

Die Zahlen übertrafen laut Regierungsdaten, die Reuters zitierte, deutlich die Markterwartungen von einem Anstieg um 41.0%.

Die Bestellungen sind nun seit 14 Monaten in Folge gewachsen, was die Nachhaltigkeit des technologiegetriebenen Aufschwungs unterstreicht.

KI und Hochleistungsrechnen führen die Entwicklung an

Das Wachstum konzentrierte sich auf rechenintensive Segmente, da Unternehmen branchenübergreifend weiterhin in KI-Infrastruktur und Lösungen für Hochleistungsrechnen investierten.

Telekommunikationsprodukte führten alle Kategorien an mit einem Auftragseingangswachstum von 120.9% im Jahresvergleich, während elektronische Produkte mit 73.7% den zweitgrößten Zuwachs verzeichneten.

Die Ausgaben für Rechenausrüstung stiegen in den Bereichen Telekommunikation und Elektronik deutlich an und spiegeln anhaltende Unternehmensinvestitionen in den Ausbau von Rechenzentren, Switching- und Netzwerkinfrastruktur sowie in spezialisierte Chips für KI-Workloads wider.

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Regionale Aufschlüsselung: Erholung in China und den USA

Die Bestellungen aus China erholten sich deutlich und stiegen um 45.7% nach einem marginalen Rückgang von 0.2% im Februar, was auf eine erneute Beschaffungsbereitschaft eines der größten Handelspartner Taiwans hindeutet.

Die Nachfrage aus Europa sprang um 45.2%, während die Bestellungen aus Japan um 32.9% zulegten, wodurch sich die geografische Basis der Rallye verbreiterte.

Der US-Markt trug ebenfalls wesentlich zum Wachstum bei.

Die Bestellungen aus den Vereinigten Staaten stiegen um 76.4%, nach einem Zuwachs von 45.1% im Vormonat.

Taiwans Bedeutung in globalen Technologie-Lieferketten erhöht die Relevanz dieser Zahlen.

Die Insel ist Heimat von TSMC, dem weltweit führenden Auftragschiphersteller, sowie eines dichten Ökosystems von Komponenten- und Elektronikherstellern, deren Auftragsbücher als verlässlicher Frühindikator für globale Technologie-Investitionstrends dienen.

Auch Japans Maschinenaufträge übertrafen die Erwartungen

Japan ergänzte das regionale Bild: Die Kern-Maschinenaufträge – ein wichtiger Frühindikator für Investitionsausgaben – stiegen im März im Monatsvergleich um 13.0% und übertrafen damit Erwartungen eines Rückgangs.

Ausblick und Risiken

Das taiwanesische Ministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten erklärte, es werde die Entwicklung von KI- und Supercomputing-Fähigkeiten weiterhin unterstützen, was die politische Absicht signalisiere, die aktuelle Wachstumsspur aufrechtzuerhalten.

Beamte erwarten, dass die Nachfrage aus den Vereinigten Staaten, China, Europa und Japan unterstützend bleibt.

Gegenwind bestehe weiterhin, da offizielle Einschätzungen geopolitische Unsicherheiten und protektionistische Handelspolitiken als Faktoren nennen, die das künftige Auftragstempo belasten könnten.

Dies ist besonders relevant, falls Zollregime verschärft werden oder eine Diversifizierung der Lieferketten beschleunigt wird, die Beschaffungen von taiwanesischen Lieferanten weglenkt.