HSBC stuft US-Aktien wegen Gewinndynamik auf Übergewicht hoch
KI-Sentiment: 78/100 Bullisch
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SPY kaufen. HSBCs Upgrade stützt sich auf reale Gewinnlieferungen: ~30% der US-Unternehmen haben berichtet, 84% übertrafen die Erwartungen, und Aktienrückkäufe liegen bei ungefähr $430B YTD (+20% YoY). Angesichts der typischerweise starken Saisonalität im Q2 und der Rotation der Anleger zurück zu den Fundamentaldaten ist der Pfad des geringsten Widerstands bis zur nächsten Tech‑Berichtswelle nach oben gerichtet.
Kernrisiko: Ein deutliches Gewinnmanko oder eine Rücknahme der Prognose von Mega‑Techs, das die ‚Gewinnmomentum‘-Erzählung bricht.
VGK verkaufen. HSBC bleibt neutral, da die Aktivität in Europa schwächer ist und stärker von höheren Energiepreisen betroffen ist. Bleiben die Ölpreise erhöht, erhöht sich die Wachstumsanfälligkeit Europas, sodass eine relative Unterperformance gegenüber den USA wahrscheinlich ist, wo das Gewinnmomentum und die Aktienrückkäufe stärker sind.
Kernrisiko: Die Energiepreise fallen schnell und die Gewinnrevisionen in Europa holen auf, wodurch der Wachstums-/Energie‑Nachteil wegfällt.
- HSBC stuft US-Aktien hoch und senkt die Bewertung für Europa wegen schwachem Ausblick.
- Starke Gewinne und KI‑Nachfrage stärken den US‑Marktoptimismus.
- Energie‑Risiken und Zinsen gelten als zentrale Gefahren für die Rallye.
HSBC hat am Dienstag seine Haltung zu US-Aktien von „Neutral“ auf „Übergewicht“ hochgestuft und nannte starke Gewinndynamik sowie nachlassende geopolitische Risiken, die den Anlegerfokus zurück auf die Fundamentaldaten lenken.
Die Investmentbank hat hingegen Europa ex-UK auf „Neutral“ herabgestuft und warnt, dass die wirtschaftlichen Bedingungen in der Region weiterhin schwächer sind.
„Die europäische Aktivität wirkt deutlich schwächer und ist stärker durch höhere Energiepreise gefährdet“, erklärte HSBC.
Der Schritt steht im Einklang mit einem breiteren Trend bei großen Instituten.
Unternehmen wie Citigroup und das BlackRock Investment Institute sind ebenfalls zuletzt positiver gegenüber US-Aktien im Vergleich zu globalen Wettbewerbern geworden.
HSBC stellte fest, dass bisher knapp 30 % der US-Unternehmen Ergebnisse für das erste Quartal veröffentlicht haben, wobei 84 % die Erwartungen an der Wall Street im Schnitt um 12 % übertroffen haben, deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt.
„Aktienrückkäufe liefern einen beständigen, aber wichtigen Rückenwind. Angekündigte S&P 500-Aktienrückkäufe belaufen sich seit Jahresbeginn auf $430 billion, ein Anstieg von 20 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Saisonalität hilft, da das zweite Quartal typischerweise stark ist“, fügte die Brokerfirma hinzu.
Gewinnstärke und KI beflügeln Optimismus
Die Gesellschaft bleibt insgesamt konstruktiv gegenüber Risikoanlagen und hält Positionen in Aktien, Schwellenländeranleihen und Hochzinskrediten, obwohl die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten anhalten.
HSBC-Analysten erklärten, dass die Marktreaktionen auf den Konflikt begrenzt und kurzlebig gewesen seien.
Während negative Entwicklungen zu vorübergehenden Rücksetzern—insbesondere bei US-Aktien—geführt haben, könnten Anzeichen einer Deeskalation weitere Kursgewinne unterstützen.
Die Berichtsaison für das erste Quartal steht im Fokus, mit Erwartungen starker Ergebnisse, getragen von Technologie- und KI-Sektoren.
Investoren haben ihre Exponierung gegenüber US-Aktien vor wichtigen Tech-Berichten erhöht, gestützt durch robuste Gewinnprognosen und positive Ausblicke.
Regional bleiben asiatische Aktien am beliebtesten und profitieren von ähnlichen, technologiegetriebenen Wachstumstrends sowie potenziellen Aufwärtseffekten durch verbesserte geopolitische Bedingungen.
Im Gegensatz dazu haben europäische Aktien aufgrund des schwächeren wirtschaftlichen Momentums an Anlegerinteresse verloren.
HSBC hob zudem die anhaltende Nachfrage nach Schwellenländeranleihen hervor, gestützt durch geringere Volatilität bei US-Treasury-Renditen und einen schwächeren Dollar.
Hochzinskredite bleiben ein weiteres bevorzugtes Segment im breiteren Risikoumfeld.
Risiken bleiben bei Energiepreisen und Positionierung
Trotz des positiven Ausblicks wies HSBC auf mehrere Risiken hin, die die Märkte kurzfristig beeinflussen könnten, insbesondere Energiepreise und geopolitische Entwicklungen.
„Es gibt einige Bereiche, die es genau zu beobachten gilt: erstens Öl- und Energiepreise; zweitens das Potenzial für eine Sektorrotation, falls die Energiepreise über einen längeren Zeitraum erhöht bleiben. Ein dauerhafter Waffenstillstand zwischen den USA und Iran würde die Preise wahrscheinlich entlasten, insbesondere wenn der Verkehr durch die Straße von Hormus wieder normal läuft.“
Mit Blick nach vorn erklärte HSBC, dass sie Sektoren mit geringerer Exponierung gegenüber Rohstoff-Inputkosten bevorzugt, darunter Banken, Versicherungen und Technologie.
Gleichzeitig stufte sie globale Basismaterialien auf „Übergewicht“ hoch und nannte starke Gewinnrevisionen sowie Erwartungen an eine breitere Rohstoffverknappung.
Im Gegenzug stufte die Brokerfirma den globalen Gesundheitssektor und die Industrie auf „Neutral“ herab.
Bei den Anleihemärkten zeigte HSBC eine Präferenz für europäische Anleihen gegenüber US-Treasuries.
Sie warnte außerdem, dass starke US-Konjunkturdaten, insbesondere am Arbeitsmarkt, zu Nach‑oben‑Überraschungen bei den Zinserwartungen führen könnten.
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