Nvidia-Aktie rutscht ab, OpenAI-Sorgen lösen Verkaufswelle bei Chipwerten aus
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Kaufen NVDA. Die Aktie hat gerade eine vorherige Spanne von $165–$195 nach oben durchbrochen, und der Rückgang wird durch Schlagzeilenrisiken rund um OpenAI getrieben, nicht durch einen bestätigten Nachfrageeinbruch. NVDAs Lieferexponierung gegenüber OpenAI plus sein massives $30B-Engagement bedeuten, dass das Unternehmen profitieren dürfte, wenn OpenAI weiterhin Rechenkapazität kauft, selbst bei langsamerem Nutzer- bzw. Umsatzwachstum. Erwarten Sie eine schnelle Erholung, sobald die Quartalszahlen der Big Techs die CapEx-Pläne bestätigen.
Kernrisiko: OpenAI bremst tatsächlich seine Aktivitäten oder verhandelt Rechenzentrums-Deals neu, wodurch die kurzfristige Sichtbarkeit der NVDA-Aufträge reduziert wird.
Verkaufen ARM. Ein Rückgang von rund 6,7 % signalisiert, dass Anleger ein breiteres Nachlassen der KI-Ausgaben und ein Risiko für das Lizenz-/Royalty-Wachstum von ARM einpreisen. Wenn sich die Wachstumssorgen um OpenAI ausbreiten, ist das Multiple von ARM verwundbarer als das reiner KI-Beschleuniger, da es stärker an das breitere Chip-Ökosystem und den Adoptionszyklus gebunden ist.
Kernrisiko: Die Ausgaben für KI-Infrastruktur bleiben stark und die Nachfrageprognose der ARM-Kunden verbessert sich, wodurch die Multiple-Kompression wieder umgekehrt werden würde.
- Nvidia und Chip-Aktien fallen, da Wachstumssorgen um OpenAI zunehmen.
- KI-Rallye legt Pause ein, da Gewinnmitnahmen den Halbleitersektor treffen.
- Quartalszahlen der Big Techs werden auf Hinweise zum KI-Ausgaben-Ausblick beobachtet.
Halbleiteraktien gaben am Dienstag deutlich nach, wobei Nvidia und Konkurrenten unter Druck gerieten, nachdem neue Sorgen über die finanzielle Entwicklung von OpenAI aufgekommen waren.
Nvidia-Aktien fielen im Handel um etwa 1,5 % und gaben damit einen Teil der Gewinne der vorherigen Sitzung ab, als die Aktie nach einem Anstieg um 4 % auf einem Rekordhoch geschlossen hatte.
Der Chiphersteller hatte kürzlich eine langanhaltende Handelsspanne zwischen $165 und $195 nach oben durchbrochen, was die Stärke der jüngsten Rallye unterstreicht.
Die Verkaufswelle erfasste den gesamten Halbleitersektor.
Advanced Micro Devices fiel um 3,1 %, Broadcom gab 3,29 % nach. Arm Holdings rutschte um etwa 6,7 % ab; auch Intel, Micron Technology und Applied Materials verzeichneten deutliche Verluste.
Der Abschwung folgt auf eine starke Rallye bei Chip-Aktien: Der Philadelphia Semiconductor Index kletterte seit seinem Tief Ende März um fast 50 %.
Angetrieben wurde die Rallye von Optimismus hinsichtlich der Ausgaben für KI-Infrastruktur.
Wachstumssorgen bei OpenAI erschüttern das Narrativ der KI-Investitionen
Die Anlegerstimmung drehte nach einem Bericht des Wall Street Journal, wonach OpenAI interne Ziele für neue Nutzer und Umsatz verfehlt habe.
Der Bericht hob außerdem Bedenken von Unternehmensverantwortlichen hervor, ob das Unternehmen seine hohen Ausgaben für Rechenzentrumsinfrastruktur dauerhaft tragen kann.
Finanzchefin Sarah Friar habe dem Führungsteam laut Berichten mitgeteilt, sie befürchte, das Unternehmen könnte künftige Verpflichtungen aus Rechenleistungsverträgen nicht erfüllen, falls das Umsatzwachstum nicht anzieht.
Aufsichtsratsmitglieder hätten zudem die Prüfungen von Rechenzentrumsverträgen verschärft und Sam Altmans Strategie zur Beschaffung zusätzlicher Rechenkapazität infrage gestellt.
OpenAI räumte seine aggressive Investitionsstrategie ein und erklärte, man kaufe „so viel Rechenleistung, wie wir bekommen können.“
Nvidia, AMD und Broadcom haben alle Liefervereinbarungen mit OpenAI, was sie besonders empfindlich gegenüber Änderungen in der Perspektive des Unternehmens macht.
Nvidia hat zudem erhebliche finanzielle Zusagen gemacht und $30 billion in die jüngste Finanzierungsrunde von OpenAI investiert, obwohl es einen früheren Plan, bis zu $100 billion zu investieren, zurückfuhr.
Der Bericht stellte außerdem fest, dass OpenAI zunehmend Konkurrenz ausgesetzt ist, da Rivalen wie Anthropic im Bereich Programmierung und im Unternehmensmarkt an Boden gewinnen.
Unterdessen fanden KI-Modelle von Alphabet ebenfalls großen Anklang, was zu sich verändernden Wahrnehmungen von OpenAIs Führungsrolle in diesem Bereich beiträgt.
Altman und Friar erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme, jede Behauptung, sie seien zerstritten oder würden sich bei der Beschaffung neuer Rechenressourcen zurückziehen, sei „lächerlich.“
Gewinnmitnahmen verstärken den Druck vor den Quartalszahlen der Big Techs
Marktteilnehmer nannten zudem Gewinnmitnahmen als einen Faktor für den Rückgang, angesichts der starken Performance des Sektors in den vergangenen Wochen.
„Die heutigen Bewegungen einzelner Aktien deuteten auf Gewinnmitnahmen im Halbleiterbereich hin, was angesichts ihrer beeindruckenden Rallye seit Ende März vernünftig erscheint“, schrieb David Morrison, leitender Marktanalyst bei Trade Nation, in einer Research-Notiz.
Der Rückgang erfolgt vor einer entscheidenden Berichtssaison für große Technologieunternehmen, die voraussichtlich weitere Klarheit über die Ausgabentrends für künstliche Intelligenz bringen wird.
Unternehmen wie Alphabet, Microsoft, Amazon und Meta Platforms werden Ergebnisse melden; Investoren beobachten genau die Hinweise auf Investitionsausgaben.
Zusammen werden von großen US-Tech-Unternehmen in diesem Jahr Verpflichtungen von mehr als $700 billion für Infrastrukturinvestitionen erwartet, eine Zahl, die das bullishe Argument für die Nachfrage nach Halbleitern stützt.
Investoren in Chip-Aktien werden in diesen Quartalsberichten nach Bestätigung suchen, dass die Ausgabenpläne intakt bleiben, selbst wenn die Sorgen um OpenAI kurzfristig neue Unsicherheit in die Aussichten des Sektors bringen.
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