Adidas-Aktie: Warum stieg der Q1-Gewinn um 16 %, während Konkurrenten schwächeln?

Adidas-Aktie: Warum stieg der Q1-Gewinn um 16 %, während Konkurrenten schwächeln?
Devesh Kumar
29. Apr. 2026, 08:12 AM

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Adidas (ADS.DE)

Adidas kaufen. Operatives Ergebnis im Q1 +16 % gegenüber den Erwartungen, Marge gestiegen auf 10,7 % (von 9,9 %), und breit angelegtes Wachstum (Bekleidung plus Kern-Performance-Kategorien) mit starkem Direktkundensegment und hohem Abverkauf. Dies ist ein Turnaround, der echte Gewinnkraft zeigt und nicht nur Umsatzrauschen darstellt, und das trotz Währungs- und Zollbelastungen — der Markt sollte die Aktie daher in Richtung eines dauerhafteren Gewinnprofils höher bewerten.

Kernrisiko: Risiko: Die Prognose oder die Ergebnisse des nächsten Quartals zeigen, dass die Margengewinne nur vorübergehend waren und die Nachfrage wieder in Richtung schwächerer Ausgaben für Konsumgüter zurückfällt.

Nike (NKE) vs Adidas (ADS.DE)

Nike verkaufen und Adidas kaufen. Der Artikel hebt hervor, dass Adidas von resilienter Kern-Performance-Nachfrage und besserer Preissetzung sowie Margenabsicherung profitiert, während die „Konkurrenten schwächeln“. Sollte sich der Markt zugunsten von Marken mit stetigerem Abverkauf und sich verbessernden Margen verschieben, steigt das relative Ertragsrisiko von Nike, während sich das von Adidas verringert.

Kernrisiko: Risiko: Nike meldet eine deutliche Verbesserung bei Margen und Nachfrage, die die Lücke „Konkurrenten schwächeln“ schließt und den relativen Vorteil reduziert.

  • Adidas verzeichnete im ersten Quartal ein operatives Ergebnis von €705 Mio.
  • Das Ergebnis übertraf die Analystenschätzung von €647 Mio.
  • Die Umsätze stiegen in allen Märkten, angeführt von Bekleidung und Fußballprodukten.

Adidas meldete im ersten Quartal ein operatives Ergebnis von €705 Mio. und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, da eine robuste Nachfrage nach Bekleidung und Performance-Kategorien der deutschen Sportartikelgruppe einen starken Start in 2026 ermöglichte.

Das Ergebnis lag über der im unternehmensinternen Analystenkonsens ermittelten Durchschnittsschätzung von €647 Mio. und entsprach einem Anstieg von 16 % gegenüber €610 Mio. ein Jahr zuvor.

Der Nettogewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg um 11 % auf €484 Mio., während die operative Marge sich von 9,9 % auf 10,7 % verbesserte.

Die Entwicklung ist ein weiteres Indiz dafür, dass sich der Turnaround unter CEO Bjørn Gulden hält, obwohl die Verbraucher in Teilen Europas weiterhin vorsichtig agieren und das weltweite Einzelhandelsumfeld uneinheitlich bleibt.

Währungsbereinigt stiegen die Umsätze im Quartal um 14 %, wodurch der Nettoumsatz auf €6,6 Mrd. anstieg.

Das Unternehmen erklärte, das Wachstum sei breit angelegt, mit zweistelligen Zuwächsen im Direktkundengeschäft in allen Märkten, was auf starke Abverkaufszahlen hindeute.

Die Nachfrage bleibt breit angelegt

Ein zentrales Merkmal des Quartals war die Breite der Nachfrage über Kategorien und Regionen hinweg.

Adidas teilte mit, das starke Momentum im Bekleidungssegment werde durch gesunde Nachfrage nach Fußball-, Running- und Trainingsprodukten gestützt, was dazu beitrug, Befürchtungen über ein fragileres Konsumumfeld auszugleichen.

Diese Zusammensetzung ist bedeutsam, weil sie darauf hindeutet, dass die Gruppe nicht nur von modegetriebenem Interesse profitiert, sondern auch von Kern-Performance-Nachfrage, die sich langfristig tendenziell als widerstandsfähiger erweist.

Die Ergebnisse deuten außerdem darauf hin, dass Adidas die Preispositionen besser verteidigen konnte als von einigen Investoren befürchtet.

Gewinnübertreffen stützt Erholung

Das über den Erwartungen liegende operative Ergebnis ist bemerkenswert, weil es nicht nur den Konsens übertraf, sondern auf dem stärkeren Jahresende 2025 von Adidas aufbaut.

Das Unternehmen sagte, die zugrundeliegende Verbesserung der Bruttomarge werde mehr als durch Gegenwind aus Währungen und Zöllen ausgeglichen, dennoch lag die Bruttomarge bei gesunden 51,1 %.

Das zeigt, dass das Geschäft externe Belastungen absorbiert und gleichzeitig die Profitabilität ausweitet — eine Kombination, die Anleger nach mehreren volatilen Jahren für die Marke beruhigen dürfte.

Starkes Q1-Momentum stützt den Ausblick

Investoren werden sich nun wahrscheinlich darauf konzentrieren, ob Adidas das zweistellige Wachstum im Jahresverlauf halten kann und ob die Margensteigerungen trotz Währungs- und Zollheadwinds anhalten können.

Die Stärke der Direktkundennachfrage bleibt wichtig, ebenso wie die Fähigkeit des Unternehmens, das Momentum bei Bekleidung und Performance-Schuhwerk aufrechtzuerhalten.

Vorläufig deutet der Ergebnisbericht für das erste Quartal darauf hin, dass Adidas 2026 mit mehr operativem Schwung begonnen hat, als Analysten erwartet hatten.

In einem Markt, der weiterhin empfindlich auf Anzeichen von Konsumschwäche reagiert, bietet diese Kombination aus stärkerem Umsatz, besserem Ergebnis und breiter Nachfrage der Gruppe eine solide Plattform für den weiteren Jahresverlauf.