Analyst warnt vor Höchststand bei Micron-Aktie: Mehr erfahren

Analyst warnt vor Höchststand bei Micron-Aktie: Mehr erfahren
Wajeeh Khan
05. Mai 2026, 19:22 PM

Unterstützt von

Invezz
Micron (MU)

MU verkaufen. Die Aktie weist einen RSI in den frühen 80ern (überkauft) auf, während Envision ein „sehr erhöhtes“ EV/Sales gegenüber der Historie anführt und warnt, dass sich der Speicherzyklus schneller dreht als erwartet. Wenn DRAM‑/NAND‑Preise abflachen und die Kapazitäten hochgefahren werden, bricht das vom Markt auf ‚Perfektion‘ eingepreiste Szenario und MU kann schnell Multiple verlieren.

Kernrisiko: Die Preise für Speicher flachen nicht ab – die KI‑getriebene HBM‑Nachfrage bleibt länger als erwartet knapp, hält das EV/Sales erhöht und verhindert ein Zyklus‑Hoch.

Semiconductor memory peers (SMH)

SMH verkaufen (oder memory‑lastige Namen innerhalb des ETFs untergewichten). Wenn MU die Warn‑Canary ist, ist die zweite Folge eine sektorweite Risikoreduktion: Dreht sich der Zyklus, rotieren Investoren aus dem gesamten Speicherkomplex und nicht nur aus einer Aktie, wodurch die Multiples bei DRAM‑/NAND‑Lieferanten komprimiert werden.

Kernrisiko: Die Zyklus‑Erzählung ist falsch und der Markt belohnt weiterhin breit die KI‑Speicher‑Exponierung, wodurch SMH steigt, selbst wenn MU abkühlt.

  • Die Micron‑Aktie hat sich seit Anfang April etwa verdoppelt.
  • Ein Analyst erläutert, warum MU‑Aktien jetzt ihren Höchststand erreicht haben könnten.
  • Jim Cramer bekräftigt seine positive Einschätzung zu Micron Technology.

Micron Technology NASDAQ:MU steigt am Dienstagmorgen kräftig, obwohl Envision Research eine zurückhaltende Einschätzung für den DRAM- und NAND-Speicherspezialisten abgab.

Die Aufwärtsdynamik am 5. Mai hat den 14‑tägigen Relative‑Stärke‑Index (RSI) von MU in die frühen 80er gedrückt, was auf extrem „überkaufte“ Bedingungen hinweist, die oft einer Gegenbewegung vorausgehen.

Die Micron‑Aktie war in den letzten Wochen eine lukrative Anlage, sie notiert nun etwa doppelt so hoch wie zu Beginn April.

Micron‑Aktie handelt bei überdehntem EV/Sales‑Verhältnis

Envisions zurückhaltende Haltung gründet auf einer deutlichen Divergenz zwischen dem EV/Sales‑Verhältnis von MU und dem historischen Durchschnitt.

Während Investoren auf ein niedriges erwartetes Kurs‑Gewinn‑Verhältnis (Forward‑P/E) fokussiert sind, argumentiert der leitende Analyst Lucas Ma, dass das EV/Sales‑Kennzahl im Vergleich zum breiteren Halbleitersektor „sehr erhöht“ sei.

Das bedeutet schlicht: Micron wird auf Perfektion hin bewertet; obwohl das Unternehmen profitabel ist, könnte der Markt jeden Dollar Umsatz, den es erzielt, überbewerten.

Das lässt wenig bis keinen Spielraum für Fehler, sollte sich das Wachstumstempo abschwächen, sagte Ma seinen Kunden in seinem Research‑Bericht heute.

Warum Envision sonst bei MU‑Aktien zurückhaltend ist

Die zweite Säule von Envisions Vorsicht liegt in der inhärenten Zyklizität der Speicherbranche, die langfristige bullishe Struktur‑Narrative häufig über den Haufen wirft.

Im vergangenen Jahr ging die vorherrschende Stimmung an der Wall Street von einem strukturellen Angebotsdefizit bis 2027 aus, befeuert durch die Nachfrage nach High‑Bandwidth Memory (HBM).

Ma’s jüngste Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass sich die Angebots‑Nachfrage‑Dynamik schneller verschiebt als erwartet.

Da Wettbewerber ihre Kapazitäten ausbauen und die Speicherpreise zu stagnieren beginnen, steht der „Strong Buy“‑Konsens für Micron‑Aktien vor einem Realitätscheck.

In seiner Research‑Notiz bemerkte der Envision‑Analyst außerdem, dass ein rascher Anstieg der Stimmung oft einer heftigen Korrektur vorausgeht; sobald der Speicherzyklus seinen Gipfel erreicht, kann der Übergang von Knappheit zu Überangebot mit brutaler Geschwindigkeit erfolgen – und übermäßig verschuldete institutionelle Anleger überraschen.

Cramer widerspricht Lucas Ma zu Micron Technology

Auf der anderen Seite lieferte der bekannte Investor Jim Cramer ein scharfes Dementi gegenüber dem „Gipfel“‑Narrativ.

In einem Beitrag von CNBC heute sagte der ehemalige Hedgefonds‑Manager, die MU‑Aktie habe ihre zyklische Historie hinter sich gelassen und befinde sich in einer Phase des „säkularen Wachstums“.

Ihm zufolge erlebt der Speichermarkt eine „generationale Chance“, angetrieben von einer unstillbaren Nachfrage nach Hardware für künstliche Intelligenz (KI).

Trotz Envisions Bericht hielt Cramer dagegen, dass nur begrenzte neue Kapazitäten in den Markt gelangen – und CEO Sanjay Mehrotra setze alles tadellos um, um von dieser Angebots‑Nachfrage‑Dynamik zu profitieren.

Bei rund dem 6,5‑fachen Gewinn bleibt Micron Technology Inc. fundamental unterbewertet, merkte er an, und fügte hinzu, dass das Multiple sich von hier aus leicht verdoppeln könnte.

Insgesamt bezeichnete der ehemalige Hedgefonds‑Manager Rücksetzer als seltene Kaufgelegenheiten für langfristige Investoren, da MU – so seine Überzeugung – „auf dem Weg“ zu deutlich höheren Bewertungen sei.