Airlines streichen 13.000 Flüge im Mai, da Kerosinpreise weltweit steigen
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Kaufempfehlung: Southwest Airlines (LUV). Das Geschäftsmodell von LUV ist auf Kostenkontrolle und operative Flexibilität ausgelegt; wenn Wettbewerber Flüge streichen, kann LUV Marktanteile verteidigen und von einer Routen-Konsolidierung profitieren. Erhöhen Wettbewerber die Tarife, kann LUV Nachfrage abfangen, ohne jede Kapazitätskürzung eins zu eins nachbilden zu müssen.
Kernrisiko: Auch LUV-Kosten steigen (Personal/Wartung oder auslaufende Treibstoff-Hedges) und die Nachfrage schwächt sich so stark, dass höhere Tarife nicht in höhere Umsatzwerte pro Einheit münden.
Short-Empfehlung: Delta Air Lines (DAL) und United Airlines (UAL). Die Treibstoffkosten steigen schnell, und Fluggesellschaften kürzen bereits die Kapazität im Mai (~1 % der Flüge, ~2M Sitze). Diese Kombination trifft typischerweise die Auslastungsquoten und erzwingt auf einigen Strecken Preiszugeständnisse, wodurch die Margen unter Druck geraten. DAL/UAL sind stark dem Nachfragezyklus im Streckennetz ausgesetzt und werden sowohl die Kapazitätsdisziplin als auch mögliche Abwärtsbewegungen bei den Tarifen zu spüren bekommen.
Kernrisiko: Die Treibstoffpreise hören auf zu steigen und die Airlines dehnen die Kapazität rasch wieder aus, wodurch Preisgestaltungsspielraum und Auslastungsquoten wiederhergestellt werden.
- Fluggesellschaften streichen 13.000 Mai-Flüge, nachdem sich die Kerosinpreise mehr als verdoppelt haben.
- Fast 2 Millionen Sitze entfernt; Gesamtauswirkung wird insgesamt als marginal eingeschätzt.
- Lufthansa, Delta, Air France kürzen Fahrpläne angesichts der Treibstoffunsicherheit.
Weltweit haben Fluggesellschaften rund 13.000 für Mai geplante Flüge gestrichen, da stark steigende Kerosinpreise infolge des Nahostkonflikts die Carrier zwingen, Kapazitäten zu reduzieren und den Betrieb neu zu bewerten.
Die Streichungen machen rund 1 % der weltweiten Flüge aus und stellen eine deutliche Störung im Luftfahrtsektor dar.
Daten zeigen, dass fast zwei Millionen Sitze aus den Flugplänen für den Monat entfernt wurden, wobei die Reduzierungen kurz vor der britischen Half-Term-Ferienzeit erfolgen.
Die Luftfahrt-Analysefirma Cirium identifizierte Istanbul und München unter den Flughäfen mit den größten Rückgängen im Flugaufkommen.
Steigende Treibstoffkosten belasten Airline-Betrieb
Hauptursache für die Streichungen ist ein starker Anstieg der Kerosinpreise.
Seit Beginn des Konflikts haben sich die Kerosinkosten mehr als verdoppelt.
Die Preise stiegen von $831 pro Tonne Ende Februar auf ein Hoch von $1.838 Anfang April.
Während die Fluggesellschaften angeben, derzeit keine Versorgungsengpässe bei Treibstoff zu haben, hat der rasche Kostenanstieg bereits Rentabilität und operative Planung beeinträchtigt.
Branchenexperten warnen, dass anhaltende Störungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt, innerhalb von Wochen zu Problemen bei der Treibstofflieferung führen könnten.
Die Sperrung der Straße von Hormus, einer wichtigen Route für Öl- und verflüssigtes Erdgaslieferungen, hat die Sorgen zusätzlich verstärkt.
Das Vereinigte Königreich, das etwa 65 % seines Kerosins importiert—ein Großteil davon aus dem Nahen Osten—ist einem erhöhten Risiko möglicher Lieferengpässe ausgesetzt.
Begrenzte Störungen, aber vorsichtige Aussicht
Trotz der Streichungen betonen Branchenverbände, dass die Gesamtauswirkung begrenzt bleibt.
Der Branchenverband der britischen Fluggesellschaften sagte, die Carrier würden normal operieren und hätten derzeit keine Versorgungsprobleme.
Er begrüßte zudem staatliche Notfallmaßnahmen, die es Fluggesellschaften ermöglichen, Flüge zu streichen, ohne wertvolle Start- und Landezeiten zu verlieren.
Die Geschäftsführerin der Advantage Travel Partnership, Julia Lo Bue-Said, merkte an, dass „Fluggesellschaften leistungsschwache Flüge prüfen und bei Bedarf konsolidieren oder streichen werden“.
Sie fügte hinzu, die Streichungen seien „marginal“ und „Abflüge aus dem Vereinigten Königreich, einschließlich wichtiger Sommer-Sonnenziele, bleiben unbeeinträchtigt, sodass Kunden weiterhin mit Zuversicht buchen können“.
Gleichwohl haben Fluggesellschaften bereits begonnen, ihre Preisstrategien anzupassen.
Viele Carrier haben die Ticketpreise erhöht, um höhere Treibstoffkosten auszugleichen, wenngleich es Ausnahmen gibt.
Der CEO von Wizz Air bemerkte, dass auf bestimmten europäischen Strecken die Tarife sinken, da Airlines versuchen, vorsichtige Reisende durch Preissenkungen zur Buchung zu bewegen.
Fahrplananpassungen bei großen Airlines
Mehrere große Fluggesellschaften haben Maßnahmen zur Kapazitätsreduktion für die kommende Sommersaison ergriffen.
Air France, KLM, Air Canada, Delta und SAS haben ihre Flugpläne gekürzt, was die vorsichtige Stimmung in der Branche widerspiegelt.
Zu den Flughäfen mit den meisten Streichungen zählen Istanbul, Chicago O’Hare, Dallas Fort Worth, Denver, Atlanta, Frankfurt, George Bush Intercontinental (Houston), Charles de Gaulle, Amsterdam Schiphol und Charlotte Douglas.
Unterdessen hat die Lufthansa angekündigt, zwischen jetzt und Ende Oktober 20.000 Flüge zu streichen, was das Ausmaß der branchenweiten Anpassungen unterstreicht.
Auch politische Entscheidungsträger bereiten sich auf mögliche Störungen vor.
Die britische Verkehrsministerin Heidi Alexander sagte, sie sei zuversichtlich, dass die meisten Reisenden ein ähnliches Erlebnis wie im letzten Sommer haben werden. Sie stellte fest, dass es derzeit keine Versorgungsstörung gebe, räumte jedoch ein: „Dies ist eindeutig eine sich entwickelnde Lage.“
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