IAG-Aktie in Turbulenzen: Können die Ergebnisse die Wende bringen?

IAG-Aktie in Turbulenzen: Können die Ergebnisse die Wende bringen?
Crispus Nyaga
06. Mai 2026, 10:28 AM

Unterstützt von

Invezz
IAG (buy)

buy IAG. Kerosin ist im Jahresvergleich um 101% gestiegen, aber der Artikel stellt fest, dass IAG weniger exponiert ist als US‑Peers, weil es künftige Treibstoffpreise sichert, und der Verkehr im Nahen Osten sich stabilisiert. Die Ergebnisveröffentlichung am Freitag sollte die Margenresistenz und die Wirksamkeit der Absicherungen bestätigen, während die Aktie technisch schwach ist (unter dem 50‑Tage‑EMA, gescheiterte Erholung bei 413p) und sich nahe dem 38.2%‑Fib befindet—gutes Chance‑Risiko‑Verhältnis in einem wahrscheinlich „bad news priced in“-Setup. Ziel 335p (50% Fib) dann Neubewertung.

Kernrisiko: Absicherungen laufen schneller aus als erwartet, Margen brechen ein und der Ausblick bestätigt Gewinnrisiken.

Lufthansa (sell)

sell Lufthansa. Der Artikel hebt hervor, dass Lufthansa aufgrund des Kerosindrucks 20.000 Flüge gestrichen hat—ein deutliches operatives Problem und Nachfrageschwäche. Sollte IAGs Absicherung die Ergebnisse abfedern, wird Lufthansa diese Schutzwirkung voraussichtlich nicht bieten können, sodass die relative Performance schwach bleiben dürfte, selbst wenn der Waffenstillstand den Nahostverkehr stabilisiert.

Kernrisiko: Die Treibstoffkosten fallen deutlich oder Lufthansa hebt die Streichungen schnell genug auf, um Margen und Ausblick wiederherzustellen.

  • Der IAG‑Aktienkurs ist in den vergangenen Wochen eingebrochen.
  • Es bestehen Bedenken wegen stark steigender Kerosinpreise und möglicher Engpässe.
  • Das Unternehmen veröffentlicht seine Finanzergebnisse später in dieser Woche.

Der IAG-Aktienkurs geriet in diesem Jahr unter Druck, da der andauernde US‑Iran‑Krieg sein Geschäft beeinträchtigt hat. Am Mittwoch fiel er auf 366p, nach einem Jahreshoch von 465p. Der Fokus richtet sich nun auf die Ergebnisse, die mehr Aufschluss über das Geschäftsverhalten während des Krieges geben werden.

Steigende Kerosinpreise belasten Fluggesellschaften 

IAG und andere Fluggesellschaften stehen vor einer großen Herausforderung, da der anhaltende US‑Iran‑Konflikt die Kerosinpreise stark nach oben treibt. Daten zeigen, dass der durchschnittliche Kerosinpreis bei $181 pro Barrel liegt, ein Anstieg von 101% gegenüber dem Vorjahr. Gegenüber dem Vormonat ist er um 3.8% gesunken.

Der starke Anstieg des Kerosinpreises ist einer der Hauptgründe, warum Spirit Airlines am vergangenen Wochenende zusammengebrochen ist. Er ist auch der Hauptgrund dafür, dass die Lufthansa kürzlich 20.000 Flüge gestrichen hat.

Positiv ist, dass IAG weniger stark von der Krise betroffen sein dürfte als seine US‑Konkurrenten, da das Unternehmen Hedging‑Instrumente einsetzt. Historisch gesehen gibt das Unternehmen Millionen Dollar für die Absicherung künftiger Preise aus. Das unterscheidet es von Unternehmen wie Delta und United, die stärker auf den Spotmarkt setzen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass IAG weniger im Nahen Osten exponiert ist, wo der Verkehr seit Kriegsbeginn unter Druck steht. Der Großteil des Geschäfts liegt stattdessen in Europa und auf den transatlantischen Strecken, die am profitabelsten sind. 

Der Verkehr von und in den Nahen Osten hat sich zu stabilisieren begonnen, da der Waffenstillstand anhält. In seiner Trading‑Statement stellte Rolls‑Royce Holdings fest, dass das Geschäft in der Region wieder mit dem Vorkriegsniveau vergleichbar sei.

IAG veröffentlicht am Freitag seine Finanzergebnisse

IAG wird diese Woche die nächste wichtige FTSE‑100‑Aktie sein, auf die Anleger achten sollten, wenn das Unternehmen am Freitag seine Finanzergebnisse veröffentlicht. Diese Ergebnisse werden mehr Einblick in die Performance dieses Jahres geben und eine Orientierung für die Erwartungen liefern.

Die letzten Ergebnisse zeigten, dass IAG im vergangenen Jahr gut abgeschnitten hat, wobei der Großteil des Wachstums in der ersten Jahreshälfte stattfand. Der Umsatz stieg auf ein Rekordhoch von €33.2 billion, während das Betriebsergebnis um 13% auf €5.02 billion anstieg.

Das Management führte die strukturell anhaltende Langfragentwicklung in den Kernmärkten sowie das allgemein knappe Angebot auf wichtigen Strecken an. Zudem verzeichnete das Unternehmen im Jahresverlauf höhere Margen.

IAG hat sich von einer Beinahe‑Insolvenz während der Pandemie zu einem der größten Dividendenzahler entwickelt. Letztes Jahr erhöhte es die Dividende um 8.9% und startete ein Aktienrückkaufprogramm über €1.5 billion.

Technische Analyse des IAG‑Aktienkurses 

IAG‑Aktienchart | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der IAG‑Aktienkurs in den letzten Monaten unter Druck geraten ist und sich vom Jahreshoch von 464p am 27. Februar auf aktuell 366p bewegte.

Die Aktie erreichte das 38.2%-Fibonacci‑Retracement‑Niveau und fiel unter den 50‑Tage‑Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA). Der jüngste Erholungsversuch stieß bei 413p auf erheblichen Widerstand.

Daher ist der Weg des geringsten Widerstands für die Aktie moderat bärisch, mit dem nächsten wichtigen Ziel bei 335p, dem 50% Fibonacci‑Retracement‑Niveau.