Nikkei 225 über 62.000 – asiatische Märkte steigen auf Erleichterungshoffnungen

Nikkei 225 über 62.000 – asiatische Märkte steigen auf Erleichterungshoffnungen
Devesh Kumar
07. Mai 2026, 05:25 AM

Unterstützt von

Invezz
Nikkei 225 (japanische Aktien)

Kaufen Sie Nikkei-Exposure über den iShares MSCI Japan ETF (EWJ) oder Nikkei-225-Futures. Der Index hat gerade die Marke von 62.000 durchbrochen – getrieben von einem breiten Impuls der Risikobereitschaft im Zusammenhang mit Hoffnungen auf eine Deeskalation in der Straße von Hormus – und Japan ist nach dem Feiertag der Vorreiter beim Aufholen. Yen-Volatilität ist kurzfristig ein Rückenwind für Exporteure, sofern der Yen eingedämmt bleibt, während die Aktien steigen.

Kernrisiko: Eine erneute Eskalation im Nahen Osten, die die Ölpreise hochschnellen lässt und eine Risk-off-Bewegung erzwingt, wodurch der „Erleichterungskauf“ zusammenbricht.

Gewinnmitnahmen im koreanischen Tech-Sektor

Verkaufen Sie den iShares MSCI South Korea ETF (EWY) oder gehen Sie short auf Kosdaq/Tech-Beta. Der Artikel weist auf selektive Stärke hin: Kospi und insbesondere Kosdaq haben nach der vorherigen Rally hinterhergehinkt, da Händler Gewinne bei Wachstums- und Technologieaktien realisierten. Wenn die Rally vom japanischen Aufholen und einer Deeskalation getrieben wird, dürfte die Tech-Führerschaft Koreas als Erste nachlassen.

Kernrisiko: Korea beschleunigt wieder durch neue Gewinn- oder KI-Dynamik und der Markt weitet sich zu einer umfassenden Risk-on-Rally aus, die die Gewinnmitnahmen wieder umkehrt.

  • Der Nikkei 225 überschritt nach der Wiederöffnung Japans nach dem Feiertag erstmals die Marke von 62.000.
  • Asien-Pazifik-Aktien stiegen in Erwartung einer Entspannung der Spannungen im Nahen Osten.
  • Öl blieb über $100 pro Fass, was die breitere Risikoneigung begrenzt.

Die asiatischen Märkte eröffneten am Donnerstag mit kräftigen Erleichterungskäufen, da Anleger auf Hoffnungen setzten, die Spannungen im Nahen Osten könnten sich soweit abbauen, dass die Straße von Hormus offen bleibt.

Japan gab den Ton an: Der Nikkei 225 sprang erstmals über 62.000, während breitere Regionalindizes ebenfalls zulegten.

Die Stimmung war jedoch nicht euphorisch, da Öl weiterhin über $100 pro Fass notierte, und Händler ein Auge auf die nächste Schlagzeile aus dem Golf richteten.

Japan führt das Feld an

Tokio war der klare Spitzenreiter der Sitzung, als der Nikkei nach dem langen Feiertag zurückkehrte und erstmals die Marke von 62.000 durchbrach, wobei er eine scharfe, von KI getriebene Gewinnrallye aufholte.

Der Leitindex notierte bei 62.243,88, ein Plus von 4,6 %, was das Ausmaß der Bewegung unterstreicht.

Der Topix legte ebenfalls deutlich zu, während der Yen nach seinen jüngsten Volatilitätsphasen im Blick blieb.

Aktien der Asien-Pazifik-Region außerhalb Japans erreichten ebenfalls neue Rekordstände, was die Breite der Rallye in der Region verdeutlicht.

Händler behielten den Yen jedoch weiterhin genau im Auge, da Währungsvolatilität ein wichtiges Signal für die Positionierung globaler Investoren in japanischen Anlagen bleibt.

Vorerst wird der japanische Markt sowohl als Aufholtrade als auch als Fortsetzung der breiteren Risikobereitschaft betrachtet, die Tech- und gewinnabhängige Werte nach oben getragen hat.

Erleichterungskauf, aber keine flächendeckende Rallye

Der Rest Asiens zeigte sich fester, die Zugewinne waren jedoch selektiv statt breit gestreut.

Hongkongs Hang Seng und Australiens S&P/ASX 200 gewannen jeweils rund 1,5 %, während Südkoreas Kospi nach einer zuvor starken Rally hinterherhinkte.

Der Kospi fiel um 0,68 %, während der Small-Cap Kosdaq um 0,56 % nachgab, da Händler Gewinne bei Technologie- und Wachstumsaktien realisierten.

Die schwächere Entwicklung in Seoul machte deutlich, dass die regionale Rallye weiterhin selektiv ist und von Sektorpositionierungen abhängt, statt einer flächendeckenden Zunahme der Risikoneigung.

Der MSCI-Index der Asien-Pazifik-Aktien außerhalb Japans stieg um 1 % auf ein weiteres Rekordhoch.

Diese Mischung ist wichtig, da Anleger offenbar bereit sind, die Deeskalationsgeschichte zu kaufen, sie jedoch noch nicht als klare, dauerhafte Lösung ansehen.

Der Markt handelt weiterhin mit einem angehängten geopolitischen Abschlag.

Öl, Renditen und das nächste Schlagzeilenrisiko

Energie bleibt der zentrale Spannungsfaktor am Markt.

Brent-Rohöl notierte im frühen asiatischen Handel bei $102.29 pro Fass und US-Rohöl bei $96.28, etwa 40 % über dem Niveau zu Beginn des Konflikts.

Das reicht aus, um Inflationssorgen lebendig zu halten und zu begrenzen, wie weit Aktien allein durch Optimismus steigen können.

Die Straße von Hormus blieb ungelöst, und die Renditen zehnjähriger US-Treasuries lagen weiterhin über dem Vorkonfliktniveau – ein Hinweis darauf, dass Anleihe- und Ölmarkt weiterhin Vorsicht signalisieren, während Aktien die Möglichkeit eines Friedens feiern.