HSBC: Chinas Softwarewerte profitieren von KI – Top-Empfehlungen
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Kaufempfehlung für INTSIG (300310) und ArcSoft (688088). HSBCs These lautet, dass KI die Unternehmenssoftware nicht ersetzen wird; sie werde durch workflow- bzw. datenintensive Anwendungen monetarisiert, in denen etablierte Anbieter über Compliance-, Sicherheits- und Kundenbeziehungen verfügen. INTSIGs intelligente Texterkennung und ArcSofts Bildverarbeitungsalgorithmen sind direkte 'KI-fähige' Produktangebote, wobei die Zahlungsbereitschaft im Ausland als Katalysator dient. Wichtige Aufwärtsfaktoren sind der Anstieg KI-bezogener Aufträge bis 2025 und eine Neubewertung (Re‑Rating), wenn die Ergebnissichtbarkeit zunimmt.
Kernrisiko: KI-native Funktionen schaffen es nicht schnell genug, in bezahlte Unternehmenskundenaufträge umzuwandeln, sodass das Umsatzwachstum nicht zu einer Neubewertung der Aktien führt.
Kaufempfehlung für Kingdee International Software Group (268 HK) und Yonyou Network Technology (600588 SH). HSBC weist auf KI-native ERP-Nachfrage und alternative Preisgestaltung (workflow-/ergebnisbasierte Modelle) als Weg zu höheren Gewinnen hin, wenn Unternehmen KI übernehmen. Dabei handelt es sich um die Werkzeuglieferanten zur Monetarisierung von KI innerhalb der zentralen Geschäftssysteme, nicht nur um den Verkauf von KI-Tools.
Kernrisiko: ERP-Käufer verschieben KI-Upgrades oder Budgets werden gekürzt, sodass KI-bezogene ERP-Umsätze hinter den Erwartungen zurückbleiben.
- HSBC zufolge sind die Befürchtungen, KI könnte Unternehmenssoftware ersetzen, übertrieben.
- Chinesische Softwareunternehmen profitieren von sinkenden KI-Kosten.
- Internationale Expansion entwickelt sich ebenfalls zu einem wichtigen Wachstumstreiber.
Laut HSBC-Analysten dürfte der chinesische Softwaresektor zu einem der Hauptprofiteure der raschen Verbreitung künstlicher Intelligenz werden; die Befürchtungen, KI könne traditionelle Softwareunternehmen schwächen, erscheinen nun übertrieben.
In einer am Donnerstag veröffentlichten Research-Notiz argumentierten HSBC-Analysten Yiran Liu und Heng Zhang, die Befürchtungen, große Sprachmodelle könnten Anbieter von Unternehmenssoftware ersetzen, hätten die Bewertungen im gesamten Sektor zu stark belastet.
Diese Sorgen haben dazu geführt, dass chinesische Softwareaktien unter ihren historischen Durchschnitten gehandelt werden, obwohl die Nachfrage nach KI-fähigen Produkten und Dienstleistungen weiter zunimmt.
„Wir sind der Ansicht, dass KI Chancen für den Softwaresektor schafft, statt eine Bedrohung darzustellen“, schrieben die Analysten und verwiesen auf die Expertise von Softwareunternehmen in Geschäftsabläufen, regulatorischer Compliance und Datensicherheit – Bereiche, in denen KI-Modelle noch Einschränkungen haben.
Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem globale Software- und Dienstleistungsaktien nach der Markteinführung neuer KI-Tools von Anthropic unter Druck geraten sind, was bei Investoren die Sorgen über Disruptionen in der Softwarebranche wiederbelebt hat.
Der S&P 500-Index für Software und Dienstleistungen ist in diesem Jahr angesichts dieser Befürchtungen um rund 15 % gefallen.
Sinkende KI-Kosten stützen das Wachstum
HSBC sagte, dass sinkende Kosten für KI-Modelle und effizienteres Programmieren chinesischen Softwarefirmen helfen, die Produktentwicklung zu beschleunigen, neue Funktionen schneller einzuführen und ihre Geschäftsmodelle effektiver anzupassen.
Die Bank fügte hinzu, dass alternative Preisstrategien, darunter workflow-basierte und ergebnisorientierte Abrechnungsmodelle, das Gewinnwachstum zusätzlich stützen könnten, wenn die Unternehmensadoption von KI zunimmt.
Die Analysten sagten, Softwareunternehmen seien weiterhin gut positioniert, weil sie bereits über tiefes operatives Know-how und etablierte Beziehungen zu Unternehmenskunden verfügen.
Der Bericht hob außerdem die wachsende Bedeutung KI-bezogener Umsätze bei chinesischen Softwareanbietern hervor.
Laut HSBC werden KI-bezogene Aufträge im Jahresdurchschnitt 2025 voraussichtlich rund 7 % des Gesamtumsatzes ausmachen, gegenüber etwa 6 % Anfang des Jahres.
Auch die internationale Expansion entwickelt sich zu einem wichtigen Wachstumstreiber: Auslandskunden zeigen eine stärkere Bereitschaft, für KI-gestützte Softwareabonnements zu zahlen.
Intsig, ArcSoft, Kingdee, Yonyou als bevorzugte Titel
Unter den Einzelwerten nahm HSBC Intsig und ArcSoft mit 'Buy'-Ratings in die Berichterstattung auf.
Die Bank sagte, dass Intsig, das sich auf intelligente Texterkennungssoftware spezialisiert hat, und ArcSoft, ein Entwickler von Bildverarbeitungsalgorithmen, beide gut positioniert seien, um KI über neue Anwendungen und Auslandsexpansion zu monetarisieren.
HSBC identifizierte außerdem die Enterprise-Softwareanbieter Kingdee International Software Group und Yonyou Network Technology als potenzielle Nutznießer der steigenden Nachfrage nach KI-nativen ERP-Lösungen.
Die Bank erklärte, dass eine verbesserte Ergebnisprognose und steigendes KI-Auftragsmomentum letztlich eine breitere Neubewertung des chinesischen Softwaresektors auslösen könnten.
Enterprise-Software bleibt zentral
Die jüngsten Aussagen von HSBC bauen auf einer separaten Research-Notiz auf, die Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde, in der Analyst Stephen Bersey argumentierte, Software werde weiterhin der wichtigste Kanal sein, über den Großunternehmen KI-Technologien übernehmen.
„Software wird der primäre Mechanismus für die Verbreitung von KI in den weltweit größten Unternehmen sein“, schrieb Bersey und fügte hinzu, dass 2026 den Startschuss für die Monetarisierung im Softwarebereich geben werde.
Er merkte auch an, dass große Entwickler von KI-Modellen noch 'kaum bis keine Erfahrung' mit der Erstellung von 'Enterprise-Class'-Software hätten, was darauf hindeute, dass traditionelle Softwareunternehmen in komplexen Unternehmensumgebungen einen erheblichen Wettbewerbsvorteil behalten.
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