Gold stabil, Trump‑Xi‑Gespräche und Iran‑Risiken halten Anleger zurück

Gold stabil, Trump‑Xi‑Gespräche und Iran‑Risiken halten Anleger zurück
Devesh Kumar
14. Mai 2026, 06:28 AM

Unterstützt von

Invezz
Gold (XAU/USD)

XAU/USD bei Rücksetzern kaufen. Der Artikel verweist auf geopolitische Unterstützungsfaktoren (Iran), stellt aber auch fest, dass Gold „leicht nach unten geneigt“ ist und sich in einer Konsolidierung befindet – das bedeutet, Rückgänge dürften gekauft werden, sofern Händler keine Eskalation aus dem Iran sehen. Hartnäckige Inflation und unsichere Zinssenkungen begrenzen das Aufwärtspotenzial, sodass die Chance darin liegt, kurzfristige Schwäche zu kaufen statt Rallyes hinterherzulaufen.

Kernrisiko: Eine deutliche Deeskalation zwischen den USA und China plus wiedererstarktes Vertrauen in Zinssenkungen, das reale Renditen schnell fallen lässt und damit Golds Rolle als Zufluchtswert abschwächt.

Silber (XAG/USD)

XAG/USD verkaufen. Silber fällt stärker als Gold (Spot -0.9%), während die Nachfrage in Indien nachlässt und die Goldabschläge sich ausgeweitet haben – das deutet auf eine breite physische Schwäche hin. Silber ist ökonomisch sensibler als Gold, sodass es bei anhaltender Unklarheit in den Handelsgesprächen und gemischten Wachstums-/Inflationssignalen zu einer Underperformance kommen dürfte.

Kernrisiko: Ein plötzlicher Risk-off-Ausbruch aufgrund des Iran, der Investoren sowohl in Silber als auch in Gold treibt (oder eine starke Erholung der physischen Nachfrage).

  • Gold blieb stabil, während Anleger die Trump‑Xi‑Gespräche und die Spannungen im Nahen Osten verfolgten.
  • Hartnäckige US‑Inflation setzte die Erwartungen an kurzfristige Fed‑Zinssenkungen unter Druck.
  • Silber, Platin und Palladium gaben alle im Donnerstagshandel leicht nach.

Die Goldpreise änderten sich am Donnerstag kaum, da Anleger hochrangige Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping abwogen und zugleich auf Anzeichen von Fortschritten im Konflikt mit Iran achteten.

Hartnäckige US-Inflation und eine unsicherere Aussicht auf Zinssenkungen hinderten das Edelmetall daran, deutlich zu steigen, obwohl geopolitische Risiken weiter Unterstützung boten.

Spot-Gold notierte unverändert bei $4,688.43 pro Unze um 0212 GMT. US-Gold-Futures für Juni fielen 0.2% auf $4,695.

Die Analysten erklärten, der Markt scheine sich zu konsolidieren, während Händler auf klarere Signale aus den US‑China-Gesprächen warteten.

Er fügte hinzu, dass das Metall kurzfristig weiterhin leicht nach unten geneigt erscheine, was jedoch eine Kaufgelegenheit für Anleger bieten könnte, die Exponierung gegenüber Gold suchen.

Handel und Geopolitik

Trump reist zu einer Reihe von Treffen mit Xi in Peking, um wirtschaftliche Vorteile zu erzielen, einen fragilen Handelsfrieden zu bewahren und sich in weiteren geopolitischen Spannungen zu bewegen.

Anleger suchen nach Anzeichen dafür, dass die Gespräche Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt abbauen könnten und prüfen zudem, ob China eine Rolle bei den Bemühungen zur Lösung des Nahost-Konflikts spielen könnte.

Analysten bleiben diesbezüglich vorsichtig.

Während erwartet wird, dass Trump China um Unterstützung bei der Lösung des kostspieligen und politisch heiklen Konflikts bittet, den er Ende Februar mit Israel begonnen hat, sagen Marktbeobachter, dass eine substanzielle Unterstützung aus Peking unwahrscheinlich erscheint.

Das hat Gold zwischen zwei gegensätzlichen Kräften gefangen: anhaltender Nachfrage nach sicheren Häfen und einer gewissen Zurückhaltung der Anleger, die Preise ohne neue Katalysatoren weiter zu verfolgen.

Inflation und Zinsen

US-Wirtschaftsdaten blieben ebenfalls fest im Fokus.

Die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zeigten, dass die Erzeugerpreise im April ihren höchsten Jahresanstieg seit vier Jahren verzeichneten, angetrieben durch steigende Kosten für Waren und Dienstleistungen.

Die Daten lieferten weiteren Beleg dafür, dass Inflationsdruck anhaltend ist, was die Aussichten für die Geldpolitik verkompliziert.

Die Zustimmung des US-Senats zu Kevin Warsh als Vorsitzendem der Federal Reserve verstärkte diese Unsicherheit.

Die Zentralbank kämpft bereits mit stärkerem Preisdruck, was es schwieriger machen könnte, die von Trump öffentlich geforderten Zinssenkungen durchzusetzen.

Gold wird oft als Inflationsschutz gesehen, doch höhere Zinssätze belasten das nicht verzinsliche Metall, da sie die Opportunitätskosten des Goldhaltens erhöhen.

Diese Spannung erklärt die gedämpfte Kursentwicklung vom Donnerstag.

Nachfrage in Indien schwächt sich ab

Physische Marktsignale aus Indien deuteten ebenfalls auf eine schwächere Nachfrage hin.

Laut Barrenhändlern weiteten sich die Goldabschläge im Land am Mittwoch nach einem Preissprung infolge einer Anhebung der Einfuhrzölle auf ein Rekordniveau von mehr als $200 pro Unze aus, da dies in einem bereits schwachen Markt Verkäufe durch Anleger auslöste.

Bei anderen Edelmetallen fiel Spot-Silber um 0.9% auf $87.18 pro Unze, Platin gab 0.4% auf $2,129.15 nach und Palladium verlor 0.3% auf $1,495.75.