ServiceNow-Aktie zeigt Death Cross angesichts wachsender SaaSpocalypse-Bedenken

ServiceNow-Aktie zeigt Death Cross angesichts wachsender SaaSpocalypse-Bedenken
Crispus Nyaga
18. Mai 2026, 12:39 PM

Unterstützt von

Invezz
ServiceNow (NOW) – Kaufen

NOW kaufen. Die Angst vor der „SaaSpocalypse“ ist bereits eingepreist (massiver Rückgang + Death Cross), während die Fundamentaldaten weiterhin robust sind: Q1-Umsatz +22% und RPO +25% signalisieren, dass Kunden die Plattform nicht aufgeben. Das Management stärkt außerdem KI-Fähigkeiten (Armis, Moveworks), was dabei helfen sollte, Workflows zu verteidigen und Umsätze aus Automatisierung auszubauen. Die technische Lage deutet auf kurzfristige Überverkauftheit hin, doch das Setup spricht für eine Mean-Reversion-Erholung in Richtung des Widerstands bei ungefähr ~$110.

Kernrisiko: Das Narrativ der KI-Disruption erweist sich als zutreffend und Kunden kürzen ihre Ausgaben für ServiceNow, sodass das Umsatzwachstum schneller einbricht als der Markt erwartet.

Short auf Software-Peers (ATVI/ADBE/TEAM)

Leerverkauf eines Software-Peer-Portfolios wie Adobe (ADBE) und Atlassian (TEAM). Der Artikel zeichnet ein breites „SaaSpocalypse“-Szenario für den SaaS-Sektor, und Analysten kürzen weiterhin ihre Schätzungen. Ersetzen KI-native Tools tatsächlich Teile dieser Plattformen, werden die schwächsten Umsatzwachstumsstories zuerst unterperformen – insbesondere jene ohne klare KI-Akquisitions- oder Verteidigungspläne wie die jüngsten Deals von NOW.

Kernrisiko: Peers monetarisieren KI schneller als erwartet oder zeigen stabile Guidance, und der Sektor erholt sich kollektiv, wodurch Short-Positionen unter Druck geraten.

  • Die ServiceNow-Aktie ist seit ihrem Höchststand im letzten Jahr um mehr als 60% eingebrochen.
  • Es besteht die Befürchtung, dass das Wachstum des Unternehmens durch KI beeinträchtigt wird.
  • Die Aktie hat ein Death Cross und ein bärisches Flaggenmuster gebildet.

Der Aktienkurs von ServiceNow ist in den letzten Monaten stark gefallen und hat Milliarden an Wert verloren, da die Marktkapitalisierung von $233 billion auf $98 billion gesunken ist. NOW ist eingebrochen, weil die Befürchtung wächst, dass Tools der künstlichen Intelligenz sein Geschäftsmodell stören könnten. Ist es also sicher, den Rücksetzer zu kaufen oder bei der Erholung zu verkaufen?

Warum die ServiceNow-Aktie in diesem Jahr gefallen ist

ServiceNow und die meisten Softwareunternehmen wie Adobe, Intuit und Atlassian sind in den letzten Monaten gefallen, da Sorgen aufkamen, dass die SaaSpocalypse eintrete. Anleger befürchten schlicht, dass Unternehmen diese Dienste aufgeben und KI-Tools von Firmen wie Anthropic und OpenAI übernehmen. 

Die Aktie fiel außerdem aus Angst, dass das Umsatzwachstum im Zuge dieses Übergangs künftig nachlassen wird. Gleichzeitig durchläuft das Unternehmen eine Neubewertung, da das Kurs-Gewinn-Verhältnis vor einigen Jahren auf einem erhöhten Niveau lag.

Wichtig ist auch, dass das Unternehmen in den vergangenen Monaten mehrere Übernahmen getätigt hat. Es gab $7.75 billion für die Übernahme von Armis aus, einem Unternehmen, das KI-Tools integriert. Zudem wurde Moveworks in einem $2.85 billion-Deal übernommen. In vielen Fällen hinterfragen Anleger Unternehmen, die Wachstum vor allem über Zukäufe anstreben.

Die Analysten an der Wall Street haben ihre Schätzungen weiter gesenkt. Die durchschnittliche Schätzung liegt bei $144. Während dies deutlich über dem aktuellen Kurs von $95 liegt, ist es signifikant niedriger als $212 vor 12 Monaten.

Das Wachstum von ServiceNow setzt sich fort

Die jüngsten Zahlen zeigten, dass das Geschäft von ServiceNow in diesem Jahr gut läuft und die Umsätze weiter steigen. Daten belegen, dass der Gesamtumsatz im Q1 um 22% auf über $3.77 billion sprang.

Ähnlich stiegen die verbleibenden Performance Obligations (RPO) um 25% auf über $27.7 billion. Analysten erwarten nun, dass das Geschäft kurzfristig weiter wächst, mit einem durchschnittlichen Umsatz von $3.93 billion, was einem Anstieg von 22% im Jahresvergleich entspricht. In den meisten Fällen übertrifft das Unternehmen die Schätzungen.

Auch der Gewinn je Aktie (EPS) wird voraussichtlich weiter steigen und sich von 82 Cents auf 86 Cents bewegen. Bernstein-Analyst Peter Weed sieht ein Kursziel von $236, während Barclays sein Ziel von $132 angehoben hat.

Technische Analyse der ServiceNow-Aktie

NOW-Aktienchart | Quelle: TradingView

Der Wochenchart zeigt, dass die NOW-Aktie in den vergangenen Monaten eingebrochen ist und sich von einem Hoch von $240 im Januar 2025 auf aktuell $95.07 bewegte. Es bildete sich ein Death Cross, als sich der 50-Wochen- und der 200-Wochen-Gleitende Durchschnitt kreuzten. Dieses Kreuz trat am 24. April auf.

Die Aktie fiel unter das 78.6% Fibonacci-Retracement-Niveau. Sie hat ein bärisches Flaggenmuster ausgebildet, ein übliches Fortsetzungssignal in der technischen Analyse. Dieses Muster besteht aus einer vertikalen Linie und einem horizontalen Kanal.

Daher dürfte die Aktie kurzfristig weiter unter Druck bleiben; das nächste wichtige Ziel ist $81.36, das Tief dieses Jahres. Mittelfristig dürfte die Aktie jedoch wahrscheinlich eine Gegenbewegung erleben, eventuell bis zum wichtigen Widerstand bei $110.