Dow steigt um 640 Punkte, Ölpreise fallen vor Nvidia-Quartalszahlen
KI-Sentiment: 72/100 Bullisch
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NVDA vor den Quartalszahlen kaufen. Öl- und Renditerückgänge milderten den Inflations-/Zinserhöhungsüberhang, der hoch bewertete KI-Titel belastete. Da Halbleiter den Rebound anführen und der Markt NVDA als ‚Beleg‘ für KI-Ausgaben betrachtet, sollte jedes Zeichen anhaltender Nachfrage eine Ausweitung der Bewertungsmultiples und Kaufdynamik auslösen.
Kernrisiko: NVDA gibt eine schwächere KI-Nachfrage oder geringere Margen vor, sodass die Bewertung selbst bei niedrigeren Zinsen als zu teuer erscheint.
Delta (DAL) und United (UAL) (oder Southwest (LUV)) als Basket kaufen. Der scharfe Rückgang von WTI/Brent reduziert Treibstoffkosten schnell, und der Artikel zeigt, dass Anleger bereits von Energie in zyklische Werte rotieren. Sollte der Markt nach NVDA risk-on bleiben, dürften Fluggesellschaften sowohl von niedrigeren Inputkosten als auch von verbesserter Stimmung profitieren.
Kernrisiko: Das Öl dreht schnell wieder nach oben oder die Nachfrage schwächt sich so stark ab, dass die Treibstoffeinsparungen einen schwächeren Preisdruck/Verkehr nicht ausgleichen können.
- Dow steigt um 640 Punkte, da Ölpreise und Renditen nachgeben.
- Optimismus zu Nvidias Zahlen treibt Technologie- und Halbleiterwerte an.
- Fluggesellschaften profitieren, während Energiesektor bei fallenden Rohölpreisen nachgibt.
Die Aktien an der Wall Street legten am Mittwoch kräftig zu: Der Dow Jones Industrial Average stieg um mehr als 640 Punkte, da fallende Ölpreise und nachgebende US-Renditen die Anlegerstimmung vor dem mit Spannung erwarteten Quartalsbericht von Nvidia verbesserten.
Der Dow gewann 1,3%, der S&P 500 legte 1% zu und der Nasdaq Composite stieg um 1,4%.
Die Rally folgte auf drei Verlusttage in Folge, die durch Sorgen über steigende Inflation, erhöhte Anleiherenditen und Spannungen im Nahen Osten ausgelöst worden waren.
Technologie- und Halbleiterwerte führten die Erholung an, da Anleger ihren Fokus wieder auf Wachsthema künstliche Intelligenz richteten.
Der Philadelphia Semiconductor Index legte deutlich zu, mit Gewinnen unter anderem bei Astera Labs und Arm Holdings vor den Zahlen von Nvidia.
Ölpreise und US-Renditen geben nach
Die Anlegerstimmung verbesserte sich, nachdem Anzeichen dafür aufkamen, dass sich die Spannungen mit Iran abschwächen könnten.
Präsident Donald Trump sagte Reportern, die Administration befinde sich in den "Endphasen" der Verhandlungen mit Iran, während das iranische Außenministerium bestätigte, dass die Kommunikation zwischen den beiden Ländern fortgesetzt werde.
Die Entwicklungen lösten einen scharfen Rückgang der Ölpreise aus.
Futures auf West Texas Intermediate (WTI) fielen um 5,66% und schlossen bei $98.26 pro Barrel, während Brent-Rohöl um 5,63% auf $105.02 je Barrel zurückging.
Auch die Renditen von US-Staatsanleihen gaben nach, nachdem sie in den vergangenen Sitzungen deutlich gestiegen waren.
Die Benchmark-Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe fiel um mehr als 8 Basispunkte, die Rendite der 30-jährigen Anleihe sank um 6 Basispunkte.
Zu Beginn der Woche waren die Märkte verunsichert worden, nachdem die Rendite der 30-jährigen Anleihe ihr höchstes Niveau seit 2007 erreicht und die Rendite der zehnjährigen Anleihe mehrjährige Höchststände erreicht hatte.
Anleger befürchteten, dass höhere Energiepreise die Inflation wieder anheizen und die Federal Reserve zu zusätzlichen Zinserhöhungen zwingen könnten.
Das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung verstärkte diese Befürchtungen. Die Entscheidungsträger deuteten an, dass sie eine Straffung der Geldpolitik in Erwägung ziehen könnten, falls die Inflation erhöht bleibe.
„Eine Mehrheit der Teilnehmer hob jedoch hervor, dass eine gewisse Straffung der Geldpolitik wahrscheinlich angemessen würde, falls die Inflation weiterhin dauerhaft über 2 Prozent liegen sollte.“
Nvidia-Zahlen im Fokus
Trotz der Sorgen um Inflation und Geopolitik richteten Anleger ihren Blick vor allem auf Nvidias Ergebnisbericht für das erste Quartal, der nach Börsenschluss erwartet wurde.
Die Ergebnisse des Chipherstellers gelten weithin als wichtiger Prüfstein dafür, ob die KI-bezogenen Ausgaben stark genug bleiben, um die hohen Bewertungen im Technologiesektor zu rechtfertigen.
Die Nvidia-Aktien stiegen im Verlauf der Sitzung um etwa 2% und liegen in diesem Jahr bereits rund 20% im Plus, nachdem sie in den vergangenen fünf Jahren mehr als 1.400% zugelegt hatten.
Fluggesellschaften ziehen an, Energiesektor bleibt zurück
Der Rückgang der Ölpreise beflügelte Fluggesellschaften wie Delta Air Lines, United Airlines, Southwest Airlines und Alaska Air.
Der Energiesektor hinkte hingegen dem Gesamtmarkt hinterher, da die Ölpreise kräftig sanken.
Außerdem fielen die Aktien von Target, nachdem der Einzelhändler trotz Anhebung seiner Jahresumsatzwachstumsprognose vor einem herausfordernden makroökonomischen Umfeld gewarnt hatte.
Auch Intuit gab nach, nachdem Reuters berichtete, das Unternehmen plane, etwa 3,000 Stellen zu streichen.
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