Öl steigt über 3 %: Iran-Konfrontation bedroht Lieferungen aus der Straße von Hormus

Öl steigt über 3 %: Iran-Konfrontation bedroht Lieferungen aus der Straße von Hormus
Sayantan Sarkar
21. Mai 2026, 16:00 PM

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Invezz
WTI (USO)

Kaufen Sie USO (oder WTI-Futures) als direkte Wette auf anhaltendes Lieferausfallrisiko durch Hormus. Der Artikel zeigt eine reale Versorgungsblockade plus eine neue Eskalation (Iran behält angereichertes Uran im Land), was den Risikoaufschlag erhöht und die Bestände ausdünnt—daher werden Rücksetzer voraussichtlich schnell aufgekauft.

Kernrisiko: Ein glaubwürdiges Abkommen, das Hormus wieder öffnet und die nukleare Pattsituation beendet, wodurch der Risikoaufschlag zusammenbricht.

Brent (BNO)

Kaufen Sie BNO als höher gehebelte globale Benchmark-Position. Brent liegt bereits wieder nahe 109 $ und die IEA warnt vor einer „roten Zone“ diesen Sommer, falls Hormus geschlossen bleibt—jede weitere Störung dürfte Brent stärker treffen als WTI, da das globale Pricing und die seeseitige Versorgung stärker verknappt würden.

Kernrisiko: Hormus öffnet sich schnell wieder oder die globale Versorgung/Lagerbestände erholen sich ausreichend, sodass die Angst vor der „roten Zone“ endet.

  • WTI steigt knapp 4 % auf 101,96 $, Brent klettert 3 % auf 108,34 $.
  • Iran blockiert Uranexporte und erschwert damit die fragilen Friedensgespräche mit den USA.
  • IEA warnt, dass die weltweiten Ölbestände diesen Sommer die „rote Zone“ erreichen könnten.

Die Ölpreise stiegen am Donnerstag um mehr als 3 %, nachdem Irans oberster Führer angeordnet hatte, dass angereichertes Uran im Land verbleiben müsse, ein Schritt, der als Erschwernis für die fragilen Friedensgespräche mit den USA gilt. 

Die Direktive verstärkte die geopolitische Unsicherheit und hielt Rohölmärkte volatil, da die Lieferunterbrechungen durch die Straße von Hormus anhalten.

Preise steigen wegen nuklearer Konfrontation

Die US-Rohöl-Futures stiegen um 4,1 % auf 102,35 $ pro Barrel, während der internationale Referenzwert Brent um rund 3,7 % auf 108,93 $ zulegte.

Die Rally folgte auf Reuters-Berichte, wonach Ayatollah Mojtaba Khamenei Irans Führung angewiesen habe, angereichertes Uran nicht ins Ausland zu verschiffen – eine Position, die direkt den US-Forderungen nach einem Abbau von Teherans Atomprogramm widerspricht.

US-Präsident Donald Trump hat wiederholt erklärt, dass die Eindämmung von Irans nuklearen Ambitionen ein zentrales Ziel des andauernden Konflikts sei.

Anfang der Woche setzte er auf Ersuchen arabischer Golfverbündeter bevorstehende Luftschläge aus und nannte den Wunsch, der Diplomatie mehr Zeit zu geben.

Am Mittwoch warnte Trump jedoch, dass militärische Maßnahmen wieder aufgenommen werden könnten, falls Iran in den Verhandlungen nicht das liefere, was er „100 % gute Antworten“ nannte. 

„Wir sind alle bereit“, sagte Trump Reportern auf der Joint Base Andrews und fügte hinzu, dass er bereit sei, noch ein paar Tage zu warten, um unnötige Opfer zu vermeiden.

Blockade der Straße von Hormus

Unterdessen bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus schwer gestört.

Die enge Wasserstraße, durch die etwa 20 % des weltweiten Öltransports fließt, wird seit Ausbruch der Feindseligkeiten von Iran blockiert.

Tankerverkehre sind auf ein Minimum geschrumpft, sodass Raffinerien und Händler nach alternativen Lieferquellen suchen.

Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte am Donnerstag, dass der Ölmarkt diesen Sommer in eine „rote Zone“ eintreten könnte, falls Hormus nicht wieder geöffnet wird.

IEA-Chef Fatih Birol warnte, dass die weltweiten Vorräte sich schnell erschöpfen und innerhalb von Wochen aufgebraucht sein könnten, da die saisonale Nachfrage steigt. 

„Der Puffer ist dünn, und die Risiken sind hoch“, sagte Birol und unterstrich die Dringlichkeit, die sichere Passage durch den Golf wiederherzustellen.

Diplomatisches Patt

Seit dem Abschluss eines fragilen Waffenstillstands im vergangenen Monat haben Washington und Teheran wenig Fortschritte in Richtung eines umfassenden Abkommens gemacht.

Irans Weigerung, angereichertes Uran zu exportieren, wird als großes Hindernis angesehen und wirft Zweifel auf, ob die Verhandlungen erfolgreich sein können. 

Analysten sagen, dass die Pattsituation die Wahrscheinlichkeit anhaltender Volatilität auf den Energiemärkten erhöht, wobei die Preise bei jeder diplomatischen Schlagzeile stark schwanken.

Trumps Balanceakt—militärische Aktionen zu drohen und zugleich Offenheit für Diplomatie zu signalisieren—hat Händler hinsichtlich der kurzfristigen Entwicklung des Ölpreises verunsichert. 

Die Aussage des Präsidenten, dass das Warten „ein paar Tage“ Leben retten könnte, brachte vorübergehende Erleichterung, doch das Fehlen konkreter Fortschritte hält die Risikoaufschläge erhöht.

Marktausblick

Vorerst bleiben die Rohölpreise durch geopolitische Risiken und verschärfte Fundamentaldaten gestützt.

Der Anstieg von Brent zurück über 108 $ unterstreicht die Sensitivität des Marktes gegenüber Entwicklungen im Golf, während der Vorstoß von WTI über 101 $ die Sorgen über Bestandsrückgänge in den USA widerspiegelt.

Analysten erwarten, dass die Volatilität anhält, während die Verhandlungen weiterlaufen.

Ein Durchbruch könnte die Versorgungsängste lindern und die Preise nach unten drücken, aber ein Scheitern der Gespräche—or erneute militärische Aktionen—würde die Futures wahrscheinlich deutlich steigen lassen. 

Da die Vorräte schwinden und Hormus weiterhin blockiert ist, neigt das Risikogewicht zugunsten anhaltender Stärke beim Rohöl.