Kann SoftBanks 32%-Rallye in zwei Tagen wirklich halten? Analysten kommentieren
KI-Sentiment: 68/100 Bullisch
Diese Bewertung wird durch eine KI-gestützte Analyse des Artikelinhalts erzeugt.
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Kaufen. Die Rallye stützt sich auf drei verknüpfte Fundamentaldaten: die Beschleunigung der KI-Capex-Ausgaben bei Nvidia, Arms strukturelle Nachfrage für KI-Server und Rechenzentren sowie die IPO-Optionalität von OpenAI, die den im hohen 20 %-Bereich liegenden Abschlag auf den Nettoinventarwert (NAV) verringern könnte. SoftBank meldete zudem einen Rekordjahresgewinn und erhebliche Gewinne aus OpenAI, wodurch die Bewegung eine Gewinnbasis erhält und nicht nur auf Hype beruht. Kernrisiko: Das Timing oder die Bedingungen des OpenAI-IPO enttäuschen (oder finden gar nicht statt), sodass der Holding-Abschlag bestehen bleibt und die Aktie Rückschläge erleidet.
Kernrisiko: Der OpenAI-IPO-Optimismus scheitert (Verzögerung/Bewertungsenttäuschung), wodurch sich der NAV-Abschlag nicht schließt und die Aktie zur Mittelwertrückkehr tendiert.
Kaufen. Arm ist der klarste börsennotierte Nutznießer des Aufbaus von KI-Infrastruktur; der Artikel zeigt, dass Anleger Arm zunehmend als strukturellen Gewinner für KI-Server und Rechenzentren neu bewerten. Der Kurssprung von SoftBank erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Arms Momentum anhält, da Kapital in hochkonviktete KI-Titel rotiert. Kernrisiko: Das Wachstum der KI-Ausgaben verlangsamt sich oder die Nachfrage der Arm-Kunden schwächt sich, was zu einer starken Multiplikator-Kompression führt.
Kernrisiko: Das Wachstum der Nachfrage nach KI-Infrastruktur stockt, verschlechtert Arms Gewinnperspektiven und zwingt zu einer Neubewertung der Bewertung.
- Nvidias Zahlen entfachten erneut Optimismus hinsichtlich der Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
- Arms starker Anstieg steigerte SoftBanks Asset-Wert und das KI-Narrativ.
- Hoffnungen auf einen OpenAI-IPO stärkten bullische Wetten auf SoftBanks Engagement.
Die jüngste Rallye von SoftBank war plötzlich, kräftig und getrieben von erneuter Begeisterung für künstliche Intelligenz.
Die japanische Investorengruppe fügte am Donnerstag etwa $35 billion an Marktwert hinzu nach einem Anstieg von nahezu 20 %, und setzte die Gewinne am Freitag fort, als Anleger nach Engagements in Nvidia, Arm und der Aussicht auf einen OpenAI-Börsengang suchten.
Die Frage ist nun, ob es sich um eine echte Neubewertung handelt oder nur um einen weiteren KI-Zuckerrausch.
3 Gründe, warum die SoftBank-Aktie durchstartet
Die Rallye hatte drei klare Auslöser.
Zuerst lieferte Nvidia, als der Chipkonzern einen Rekordumsatz im Quartal meldete von 81,6 Milliarden USD (ca. 71,2 Milliarden €), ein Plus von 85 % gegenüber dem Vorjahr, was die Marktmeinung bestärkte, dass die Ausgaben für KI-Infrastruktur weiterhin beschleunigen statt zu stagnieren.
Das war wichtig für SoftBank, weil das Unternehmen nicht einfach nur eine weitere Tech-Beteiligungsgesellschaft ist.
Über Arm und über seine enorme Wette auf OpenAI ist es zu einem der klarsten börsennotierten Stellvertreter für den KI-Ausbau geworden.
Dann setzte Arm zu einem kräftigen Anstieg an.
Das Kronjuwel des Chip-Designs von SoftBank legte am Freitag um mehr als 16 % zu, wobei Anleger Arm als strukturellen Profiteur der Nachfrage nach KI-Servern und Rechenzentren ansehen.
SoftBank bleibt stark an den Marktwert von Arm gebunden, sodass jede kräftige Bewegung bei Arm schnell die Optik zum eigenen Vermögenswert von SoftBank verändert.
Der dritte Katalysator war der größte: OpenAI.
Der ChatGPT-Hersteller bereitet Berichten zufolge in den kommenden Wochen eine vertrauliche US-IPO-Einreichung vor, möglicherweise schon am Freitag, und arbeitet mit Goldman Sachs und Morgan Stanley zusammen.
Für Andrew Jackson von Ortus Advisors ist diese IPO-Optimismus die verbindende Komponente der Rallye: Sie ermöglicht Anlegern, Nvidias Nachfrage-Signal, Arms Bewertung und SoftBanks Privatemarkt-KI-Exposure in einem Trade zu verknüpfen.
Warum das bullische Argument weiterhin stark ist
Die optimistische Lesart lautet, dass SoftBank nicht nur auf Hype steigt.
Das Unternehmen hat soeben einen Rekordjahresgewinn gemeldet: Der Nettogewinn für das Jahr bis März erreichte ¥5 trillion, den höchsten Wert, den ein japanisches Unternehmen je erzielt hat, begünstigt durch Gewinne aus OpenAI.
SoftBank erklärte, kumulierte Gewinne aus seiner OpenAI-Beteiligung beliefen sich auf 45 Milliarden USD (ca. 39,3 Milliarden €).
Das verleiht den Bullen etwas Solideres als nur Narrativ: eine Gewinnbasis, wenngleich mark-to-market-getrieben, die zeigt, dass Sons aggressivste KI-Wette die Zahlen der Gruppe bereits verändert.
Es gibt zudem Unterstützung aus den Kreditmärkten.
CreditSights, eine Einheit von Fitch Ratings, behielt kürzlich eine „Outperform“-Empfehlung für SoftBank-Anleihen bei und erklärte, der zugrundeliegende Asset-Wert des Unternehmens bleibe stark, auch wenn die Bilanz stärker gespannt ist.
Das beseitigt nicht das Finanzierungsrisiko, gibt dem bullischen Szenario aber ein zweites Standbein: SoftBanks Vermögenswerte könnten noch stark genug sein, um Sons Expansionsdrang zu verkraften.
Analysten von Bloomberg Intelligence, Kirk Boodry und Chris Muckensturm, haben ausgeführt, dass potenzielle Börsengänge von OpenAI und SB Energy helfen könnten, den im hohen 20 %-Bereich liegenden Abschlag auf den Nettoinventarwert zu verringern, die Kapitallast zu senken und Raum für neue Investitionen zu schaffen.
Warum die Skeptiker nicht mitziehen
Das skeptische Argument beginnt mit einem alten SoftBank-Problem: Abschläge für Holdinggesellschaften verschwinden selten allein, weil die zugrundeliegenden Vermögenswerte spannend sind.
Vey-Sern Ling von UBP warnte, dass NAV- und Sum-of-the-Parts-Bewertungen in der Regel einen signifikanten Abschlag rechtfertigen, weil Aktionäre der Muttergesellschaft selten den vollen Wert der zugrundeliegenden Assets erhalten.
Das ist besonders relevant für SoftBank, wo Verschuldung, asset-backed Finanzierung und private Bewertungen die saubere Schlagzeile komplizieren.
Krish Sankar von TD Cowen liefert ein weiteres Warnzeichen. Er hob zwar sein ADR-Kursziel für SoftBank auf $20 von $13 an, behielt jedoch eine Hold-Bewertung bei.
Das ist die Marktdiskussion im Kleinformat: Selbst Analysten, die ihre Zahlen anheben, raten Anlegern nicht unbedingt dazu, die Aktie hinterherzulaufen.
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