Delivery Hero-Aktie steigt um 10 %: Was treibt die Rallye?
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DHER kaufen. Die Aktie wird neu bewertet – von einer „strategischen Überprüfung“ hin zu einem „Übernahmekampf“. Ubers Sprung auf 19,5 % sowie das indikative Angebot von €33 signalisieren ernsthafte Absichten, und der Markt kalkuliert bereits mit einem höheren Gegenangebot (Aktionäre drängen auf >€40). Das Interesse von DoorDash fügt einen glaubwürdigen zweiten Bieter hinzu und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Bieterwettstreits und eines höheren Endpreises.
Kernrisiko: Uber steigt aus oder Regulierungsbehörden blockieren den Deal, was einen Rückfall auf den eigenständigen Unternehmenswert erzwingen würde.
UBER kaufen. Wenn Uber nach einer abgelehnten Annäherung von €38 an einen Großaktionär bereit ist, aufzustocken, wäre der nächste Schritt ein höheres Gebot, um Kontrolle und internationale Dichte zu sichern. Eine erfolgreiche Übernahme von DHER stärkt Ubers globales Liefergeschäft und hilft ihm, in fragmentierten Märkten wettbewerbsfähiger zu sein – genau dort, wo Uber Skaleneffekte benötigt.
Kernrisiko: Wettbewerbs‑/Regulierungsfreigaben scheitern oder der Endpreis wird im Verhältnis zu den erwarteten Synergien zu hoch, sodass der Deal wertvernichtend wäre.
- Delivery Hero steigt, da Spekulationen über eine Übernahme durch Uber zunehmen.
- Ubers Angebot von €33 je Aktie wird nur als Eröffnungsgebot angesehen.
- DoorDash-Interesse erhöht die Chancen auf einen breiteren Bieterwettstreit.
Die Aktie von Delivery Hero stieg am Montag um mehr als 10 %, da Anleger darauf setzten, dass Ubers Eröffnungszug für die in Berlin ansässige Essensliefergruppe nur der Beginn eines größeren Übernahmekonflikts sein könnte.
Auslöser war die Bestätigung von Delivery Hero, dass Uber ein indikatives Angebot von €33 je Aktie abgegeben habe, was das Unternehmen mit mehr als €10 Milliarden bewertet.
Doch die Rallye dreht sich vor allem um das, was als Nächstes kommen könnte: ein höheres Angebot von Uber, Druck von Aktionären, die mehr als €40 pro Aktie fordern, und die Möglichkeit, dass DoorDash aus einer stillen Annäherung ein konkurrierendes Gebot macht.
Uber ist vom Investor zum potenziellen Käufer geworden
Das Interesse von Uber an Delivery Hero eskalierte schnell, denn Anfang dieses Monats verdoppelte die US-Gruppe ihre Beteiligung an Delivery Hero auf 19,5 % des ausgegebenen Kapitals, nach rund 7 %, und wurde damit größter Aktionär des Unternehmens.
Delivery Hero teilte mit, dass Uber zudem weitere 5,6 % über Optionen halte und die Investition als Vertrauensbeweis in seine Plattform und die „Everyday App“-Strategie darstelle.
Der Übergang vom Aufbau einer Beteiligung zu einer Übernahmeabsicht erklärt, warum die Marktreaktion so heftig ausgefallen ist.
Delivery Hero bestätigte am Samstag, dass Uber mit einem indikativen Vorschlag von €33 pro Aktie an alle Aktionäre herangetreten sei.
Auf dem Papier war das kein aggressives Gebot, da es leicht unter dem vorherigen Schlusskurs von Delivery Hero lag und eher wie eine Eröffnungsmarke als eine abschließende Zahl wirkte.
Auch das Timing ist relevant: Delivery Hero befindet sich bereits mitten in einer strategischen Überprüfung, und Mitgründer Niklas Oestberg soll bis zum 31. März 2027 als CEO zurücktreten.
Dieser Führungswechsel folgt auf Druck großer Aktionäre für eine klarere Strategie und mögliche Vermögensveräußerungen.
Warum €33 nicht ausreichten
Der €33‑Vorschlag schloss die Angelegenheit nicht, weil Aktionäre offenbar der Meinung sind, dass Delivery Hero bei einem Verkauf mehr wert ist.
Die Financial Times berichtete, dass sich Ubers Vorstand am Samstag traf, um eine Erhöhung des Angebots zu besprechen, nachdem ein Annäherungsversuch von €38 pro Aktie an einen Großaktionär abgelehnt worden sei.
Das ist der Kern der Rallye.
Die Aktien von Delivery Hero stiegen am Montag zeitweise um bis zu 12,7 % auf €37,85, ihr höchster Stand seit November 2024, und bewerteten das Unternehmen auf etwa €11,5 Milliarden.
Für Uber ist die Rechnung jedoch heikler, denn ein Deal würde dem Unternehmen in Märkten, in denen Essenslieferungen wettbewerbsintensiv und fragmentiert bleiben, Skaleneffekte verschaffen.
Der Kauf von Delivery Hero würde aber auch Integrationsrisiken, regulatorische Prüfungen und einen steigenden Preis mit sich bringen.
Jefferies-Analysten wiesen auf wettbewerbsrechtliche Komplexität hin, da sich Uber und Delivery Hero in 22 Märkten überschneiden, darunter neun in Europa.
DoorDash verschafft Delivery Hero mehr Verhandlungsspielraum
Ein weiterer Grund für den Kursanstieg von Delivery Hero ist DoorDash.
Die US-Liefergruppe hat ebenfalls Sondierungsgespräche mit Investoren geführt und soll besonders am Nahost-Geschäft von Delivery Hero interessiert sein, einschließlich Talabat und HungerStation.
Damit verwandelt sich die Geschichte von einem Ansatz mit nur einem potenziellen Käufer in einen möglichen Bieterwettstreit.
Uber will internationale Dichte und eine stärkere Position gegenüber DoorDash außerhalb der USA.
DoorDash hat seinerseits bereits gezeigt, dass es bereit ist, international zu expandieren, und Delivery Hero bietet eine seltene Gelegenheit, in einem Schritt in Europa, Asien und MENA eine bedeutende Größe zu erreichen.
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