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FTSE 250 nähert sich Dreimonatshoch, US‑Iran‑Hoffnungen stützen britische Aktien

FTSE 250 nähert sich Dreimonatshoch, US‑Iran‑Hoffnungen stützen britische Aktien
Rivanshi Rakhrai
26. Mai 2026, 13:44 PM

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Long auf FTSE 250 (iShares FTSE 250 UCITS ETF)

Kaufen Sie iShares FTSE 250 UCITS ETF (oder einen entsprechenden FTSE‑250‑Tracker). Der FTSE 250 befindet sich nahe einem 3‑Monats‑Hoch und verlängert eine vier Tage andauernde Aufwärtsserie bei steigenden Chancen auf ein US–Iran‑Abkommen, was üblicherweise britische Mid‑Caps durch Risk‑On‑Ströme und Erwartungen auf günstigere Finanzierungskosten stützt. Bergbauwerte und zyklische Titel sollten weiter Nachfrage anziehen, da Hoffnungen auf die Wiedereröffnung von Schifffahrtsrouten die globale Wachstumsstimmung unterstützen.

Kernrisiko: Wenn die Gespräche ins Stocken geraten oder der Konflikt erneut eskaliert, würde die Risk‑On‑Bewegung ausgelöscht und die Mid‑Caps wieder in einen Ausverkauf treiben.

Long auf HSBC/Barclays (UK‑Banken)

Kaufen Sie HSBC Holdings und/oder Barclays. Die Banken führten heute den FTSE 100 an, und nachlassender geopolitischer Stress sowie geringere Erwartungen an Zinserhöhungen können Bewertungsmultiples und die Stimmung zur Kreditnachfrage stützen. Sollten sich Schifffahrtsrouten wieder öffnen, würden sich Handels‑ und Kreditbedingungen verbessern, was die Nachfrage nach Finanzwerten weiter stärken würde.

Kernrisiko: Die Inflation beschleunigt sich wieder und zwingt die Bank of England zu einem restriktiven Kurs, wodurch Bankbewertungen gedrückt werden und die Erwartungen an die Kreditqualität leiden.

  • FTSE 250 erreichte am Dienstag das höchste Niveau seit Anfang März.
  • Banken- und Bergbauwerte unterstützten die Gewinne an den britischen Märkten.
  • Ölkonzerne gaben nach, da Rohölpreise im Zuge nachlassender Spannungen schwächer wurden.

Die britischen Aktien zogen am Dienstag an, wobei der Mid‑Cap‑Index FTSE 250 ein fast dreimonatiges Hoch erreichte, nachdem Anleger von einem langen Wochenende zurückkehrten und auf Anzeichen von Fortschritten in Gesprächen reagierten, die darauf abzielen, den Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran zu beenden.

Der Blue‑Chip‑Index FTSE 100 stieg um 0.6% auf 10,533.50 Punkte bis 1020 GMT und erreichte damit während der Sitzung ein Einmonatshoch.

Der FTSE 250 kletterte derweil um 0.9% auf sein höchstes Niveau seit dem 3. März und blieb auf Kurs für die vierte Sitzung in Folge mit Gewinnen.

Die Anlegerstimmung verbesserte sich, nachdem sowohl die Vereinigten Staaten als auch Iran Fortschritte bei einer Absichtserklärung signalisiert hatten, die den Konflikt zwischen beiden Ländern potenziell beenden und die Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus wieder öffnen könnte.

Allerdings blieb Unsicherheit hinsichtlich des Zeitplans für eine endgültige Vereinbarung bestehen. US‑Außenminister Marco Rubio sagte, die Aushandlung eines Abkommens mit Iran könne nach den jüngsten US‑Schlägen im Süden Irans „einige Tage dauern“.

Bank- und Bergbauwerte stützen den FTSE 100

Finanz‑ und Bergbauwerte gehörten zu den stärksten Treibern der Gewinne im FTSE‑100‑Index.

Zu den größten Beiträgen zum Leitindex in der Sitzung gehörten Großbanken wie HSBC, Barclays und Lloyds.

Auch Bergbauunternehmen legten zu, da die Metallpreise zulegten.

Die Aktien von Rio Tinto und Glencore stiegen jeweils um rund 1%.

Im Gegensatz dazu gaben Ölkonzerne nach, da Rohölpreise im Zuge der Hoffnungen auf nachlassende geopolitische Spannungen fielen.

Die Aktien von BP fielen um 1%, während Shell um 0.5% nachgab.

Inflationssorgen bleiben im Fokus

Die jüngsten Marktzuwächse folgten darauf, dass der FTSE 100 am Freitag eine vierwöchige Verlustserie beendete, gestützt von schwächeren Konjunkturdaten, die die Erwartungen an eine mögliche Zinserhöhung der Bank of England reduzierten.

Inflationssorgen blieben jedoch weiterhin im Fokus der Anleger.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht zeigte, dass die britische Einzelhandelsinflation im Mai beschleunigte, angetrieben durch Störungen und höhere Energiekosten im Zusammenhang mit dem andauernden Konflikt.

Die Daten verstärkten die Befürchtung, dass geopolitische Spannungen trotz jüngster Optimismus über eine Entspannung der Konfliktrisiken weiterhin Druck auf die Verbraucherpreise ausüben könnten.

Kingfisher legt zu, Melrose Industries verliert

Unter den Einzelwerten gewannen die Kingfisher‑Aktien fast 4%, nachdem der Baumarkthändler seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr trotz eines Rückgangs der bereinigten Umsätze im ersten Quartal beibehielt.

Das Bekenntnis des Unternehmens zu den Ergebnissen schien trotz schwächerer Quartalsnachfrage das Vertrauen der Anleger zu stützen.

Unterdessen fiel Melrose Industries um 4%, nachdem ein überhitzter Chemietank in der GKN‑Anlage Garden Grove in Kalifornien am Wochenende einen Notfalleinsatz und Evakuierungsanordnungen ausgelöst hatte.

Der Vorfall belastete das Anlegervertrauen in die Luft‑ und Raumfahrttechnikgruppe während der Dienstagshandelsrunde.