SK Hynix steigt 7 % und treibt KOSPI auf Rekordhoch über 8.000
KI-Sentiment: 88/100 Bullisch
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Kaufen: SK Hynix. Nvidias „parabolische“ Nachfrage im Rechenzentrumsbereich führt zu realen Speicherknappheiten: HBM‑Anfragen für die nächsten drei Jahre übersteigen bereits die Kapazität, und SK Hynix zeigt dies in hohen Margen (operative Marge ~72 %) sowie in preisstützenden Effekten (DRAM +58% QoQ; NAND +70% QoQ). Dies ist ein durch Angebotsknappheit getriebener KI‑Gewinner, nicht nur ein Stimmungs‑Trade.
Kernrisiko: Das Wachstum der HBM‑Nachfrage verlangsamt sich oder Wettbewerber (insbesondere Samsung) schließen die HBM‑Versorgungslücke schneller als erwartet, wodurch SK Hynix‑Preise und Margen wieder zurückgehen könnten.
Kaufen: Samsung Electronics. Der Artikel weist darauf hin, dass das Bull‑Szenario für SK Hynix teilweise davon abhängt, dass Samsung die HBM‑Lücke nicht schnell verkleinert; das macht Samsung zum möglichen Dreh- und Angelpunkt. Wenn SK Hynix bereits für eine enge Versorgung eingepreist ist, könnten Hinweise auf einen Hochlauf von Samsung bei HBM (oder dass Samsung von derselben DRAM/NAND‑Preisentwicklung profitiert) zu einer Neubewertung von Samsung neben SK führen.
Kernrisiko: Samsungs HBM‑Hochlauf enttäuscht und das Unternehmen verliert Marktanteile bei KI‑Beschleunigern, während sich die Speicherpreise abkühlen, bevor Samsung aufholen kann.
- SK Hynix stieg beinahe 7 %, da die KI‑getriebene Speicher‑Nachfrage an Fahrt aufnahm.
- TrendForce rechnet mit einem starken Anstieg der DRAM‑ und NAND‑Preise im Q2 2026.
- Der KOSPI kletterte über 8.000, da Chipwerte die Marktgewinne anführten.
Die SK Hynix‑Aktie stieg am Dienstag um fast 7 % und trieb Südkoreas Leitindex KOSPI erstmals über die Marke von 8.000, während Investoren ihre Einsätze auf den KI‑Sektor verstärkten.
Die Rallye hatte zwei Treiber: Nvidias jüngstes Rekordquartal, das die Erwartungen an die Nachfrage nach KI‑Hardware neu kalibrierte, und erneute Hoffnungen, dass ein US‑Iran‑Rahmenentwurf den Druck auf die Ölpreise lindern könnte.
Im Mittelpunkt stand SK Hynix, der Speicherhersteller, dessen hochbandbreitenfähige Chips für die Lieferkette von KI‑Beschleunigern zunehmend kritisch geworden sind.
Nvidia zieht den Auslöser
Der Funke kam aus Kalifornien: Nvidia berichtete zuletzt für das erste Geschäftsquartal einen Umsatz von 81,6 Milliarden USD (ca. 71,2 Milliarden €), ein Anstieg von 85 % gegenüber dem Vorjahr, während der Umsatz im Bereich Rechenzentren um 92 % auf 75,2 Milliarden USD (ca. 65,6 Milliarden €) anstieg.
CEO Jensen Huang sagte Investoren, die Nachfrage sei „parabolisch“ geworden, womit er den Speicherinvestoren genau das Signal gab, auf das sie gewartet hatten.
Für SK Hynix ist Nvidia mehr als nur ein Kunde: Nvidia fungiert als Referenzkunde für die KI‑Lieferkette, und SK Hynix bleibt einer der wichtigsten Lieferanten von High‑Bandwidth‑Memory, das in KI‑Chipsatzlösungen eingesetzt wird.
Das Unternehmen sieht Kundenanfragen nach HBM für die nächsten drei Jahre, die bereits seine Produktionskapazität übersteigen.
Das hat eine Reihe deutlicher Analysten‑Hochstufungen ausgelöst.
UBS hat kürzlich sein Kursziel für SK Hynix auf 1.7 million won angehoben und die Gewinn‑pro‑Aktie‑Prognosen für 2026 und 2027 um 22 % bzw. 29 % erhöht, mit Verweis auf einen im historischen Vergleich ungewöhnlich starken Speicherzyklus.
Ausverkauft – und die Preise spiegeln es
Die bullische Argumentation baut sich nicht mehr nur auf KI‑Begeisterung auf. Sie zeigt sich in Preisen, Margen und Kapazitätsplänen.
SK Hynix meldete im ersten Quartal einen Umsatz von 52.58 trillion won und ein Betriebsergebnis von 37.61 trillion won, mit einer operativen Marge von 72 %.
Das Betriebsergebnis stieg damit um 405 % gegenüber dem Vorjahr, gestützt durch starke Verkäufe von HBM, hochkapazitiven Server‑DRAM‑Modulen und Enterprise‑SSDs.
TrendForce erwartet, dass konventionelle DRAM‑Vertragspreise im zweiten Quartal quartalsübergreifend um 58 % bis 63 % steigen, während NAND‑Flash‑Vertragspreise voraussichtlich um 70 % bis 75 % zulegen werden.
Das liefert Anlegern einen harten Datenpunkt hinter der Markteuphorie: Die KI‑Nachfrage hebt nicht nur Narrative an, sie verknappt das Angebot über den gesamten Speicherbereich.
Mirae Asset Securities hob sein Kursziel für SK Hynix auf 3.2 million won an, während SK Securities ein Bull‑Szenario von 3 million won ins Spiel brachte – vorausgesetzt, Samsung schafft es nicht, die HBM‑Lücke schnell zu schließen.
Südkoreas Markt wird umgeschrieben
Die Rallye hat den KOSPI zu einer der weltweit direktesten öffentlichen Marktwetten auf KI‑Infrastruktur gemacht.
Samsung Electronics und SK Hynix machten zusammen 44 % des Gesamtwerts des KOSPI aus, als der Index Anfang dieses Monats erstmals die 7.000er‑Marke durchbrach, und der Leitindex liegt für 2026 bereits 75 % im Plus nach einem Zuwachs von 76 % in 2025.
Auch der Handel hat sich stark konzentriert.
Nach koreanischen Medien entfielen kürzlich große Anteile des täglichen Transaktionsvolumens auf Samsung Electronics und SK Hynix, was unterstreicht, wie sehr die Markt‑Dynamik inzwischen über zwei Halbleiterwerte läuft.
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