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Silber steigt Richtung Rekordhoch, US‑Iran‑Waffenruhe stützt Märkte

Silber steigt Richtung Rekordhoch, US‑Iran‑Waffenruhe stützt Märkte
Devesh Kumar
29. Mai 2026, 06:37 AM

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Silber kaufen (XAG/USD)

XAG/USD kaufen. Der Artikel führt die Bewegung von Silber auf (1) ein geringeres Risiko von Energie‑/Schiffsverkehrsstörungen durch eine mögliche Verlängerung der US‑Iran‑Waffenruhe und (2) gedämpftere Inflationserwartungen zurück, die die Fed wahrscheinlich in Richtung eines weniger restriktiven Kurses drängen. Silber profitiert von beidem: sinkenden Renditen/US‑Dollar und verbessertem Industrie‑ sowie Risikosentiment (Elektronik/ Solar‑Nachfrage).

Kernrisiko: Die USA lehnen die Waffenruhe ab oder verzögern sie, das Schifffahrtsrisiko steigt wieder an und Renditen/US‑Dollar ziehen wieder an — Silber gibt Gewinne schnell wieder ab.

US‑Dollar verkaufen (DXY)

Den US‑Dollar via DXY‑Short verkaufen. Die These lautet, dass kühlere Inflation zusammen mit einem verringerten Risiko von Energieschocks das ‚höher‑für‑länger‘‑Argument schwächt, was typischerweise den Dollar belastet und dollarpreisige Metalle wie Silber stützt.

Kernrisiko: Die Inflation beschleunigt erneut oder die Fed signalisiert trotz der Waffenruhe weiterhin einen restriktiven Kurs, was den Dollar stärkt und Silber begrenzt.

  • Silber steigt, da Hoffnungen auf eine US‑Iran‑Waffenruhe Energie‑Inflationssorgen lindern.
  • Wetten auf Fed‑Zinssenkungen verbessern sich, nachdem schwächere PCE‑Daten die Stimmung hoben.
  • Märkte bleiben vorsichtig, da Trump die endgültigen Waffenruhe‑Bedingungen noch nicht genehmigt hat.

Silber setzte die Gewinne am Freitag fort. Das Paar XAG/USD notierte im asiatischen Morgenhandel nahe $75,80 pro Unze, während Anleger Berichte über eine vorläufige Verlängerung des US‑Iran‑Waffenstillstands gegen die Vorsicht abwogen, dass eine endgültige Vereinbarung noch nicht genehmigt wurde.

Das weiße Metall wurde von der Hoffnung gestützt, dass eine längere Waffenruhe den Druck auf Energiemärkte verringern und das Risiko erneuter Störungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, eine wichtige Route für die globale Ölförderung, mindern könnte.

Mildere US‑Inflationsdaten verbesserten ebenfalls die Stimmung und stärkten die Erwartungen, dass die Federal Reserve weniger Anlass haben könnte, eine länger anhaltend restriktive Geldpolitik beizubehalten, falls der Preisauftrieb weiter nachlässt.

Waffenruhe‑Hoffnungen stützen Silber

Berichten zufolge hatten Washington und Teheran vorläufig zugestimmt, ihren Waffenstillstand um 60 Tage zu verlängern.

Es hieß außerdem, Iran sei bereit, innerhalb von 30 Tagen nach Inkrafttreten der Waffenruhe Seeminen zu räumen, was eine freiere Passage von Schiffen durch die Straße von Hormus ermöglichen könnte.

Eine Entspannung der Schifffahrtsrisiken könnte dazu beitragen, die Energiekosten zu senken, die während des Konflikts ein wesentlicher Treiber der Inflationssorgen gewesen sind.

Niedrigere Energiepreise würden wiederum Erwartungen an eine geringere Inflation und einen weniger restriktiven Fed‑Kurs stützen.

Dieses Umfeld ist generell günstig für Silber, das keine Zinsen abwirft und tendenziell profitiert, wenn Renditen und der Dollar fallen.

Abkommen noch nicht final

Die Märkte blieben jedoch vorsichtig, nachdem CNN berichtete, US‑Präsident Donald Trump habe die Bedingungen der Vereinbarung noch nicht genehmigt.

Vizepräsident JD Vance sagte, die beiden Seiten stünden nahe einer endgültigen Einigung, die USA seien jedoch „noch nicht so weit“.

Er fügte hinzu, Washington sei nach wie vor in der Lage, Teherans Atomprogramm „substanziell zurückzuwerfen“, falls dies erforderlich werde.

Diese Kommentare rückten geopolitisches Risiko in den Fokus und begrenzten, inwieweit Anleger bereit waren, eine dauerhafte Deeskalation einzupreisen.

Geringere Inflation verändert die Fed‑Debatte

Der US‑Bericht zu den Personal Consumption Expenditures am Donnerstag zeigte, dass die Gesamtpreise im Monatsvergleich um 0,4 % stiegen, während die Kernpreise um 0,2 % zunahmen.

Auf Jahresbasis lagen Gesamt‑ und Kerninflation bei 3,8 % bzw. 3,3 %.

Beide Messgrößen liegen weiterhin über dem Ziel der Fed, doch die Zahlen fielen nach den jüngsten Energieschocks kühler aus als befürchtet.

Für Silber ist der Inflationsausblick wichtig, weil Erwartungen niedrigerer Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten nicht verzinslicher Vermögenswerte reduzieren können. Ein schwächerer Dollar macht in Dollar notierte Metalle zudem für ausländische Käufer attraktiver.

Industrielle Nachfrage stützt zusätzlich

Silber unterscheidet sich von Gold auch durch seine größere industrielle Rolle.

Das Metall wird breit in der Elektronik, in Solarpanels und anderen sauberen Energietechnologien verwendet und ist daher sensitiv gegenüber Erwartungen zum globalen Wachstum.

Verbessertes Risikosentiment, niedrigere Energiekosten und eine weniger aggressive Fed könnten Silber somit sowohl über Investitionsnachfrage als auch über industrielle Nachfrage stützen.

Ausblick

Die kurzfristige Richtung hängt davon ab, ob die US‑Iran‑Waffenruhe bestätigt wird und ob sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus normalisiert.

Die Märkte werden zudem die kommenden Inflationsdaten und Fed‑Äußerungen beobachten, um klarere Signale zur Zinsentwicklung zu erhalten.

Mit XAG/USD bei rund $75,80 balanciert Silber den Optimismus über eine Entspannung des geopolitischen Risikos mit der Vorsicht, dass die Waffenruhe noch nicht abgeschlossen ist.