Goldhändler rechnen mit CPI-Test, während Iran-Israel-Spannungen leicht nachlassen
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Kaufen XAU/USD. Die Pause im Waffenstillstand ist nicht dauerhaft (Iran koppelt sie an Angriffe auf die Hisbollah), sodass die Nachfrage nach sicheren Häfen gefragt bleibt. Der CPI ist der nächste Katalysator, aber selbst wenn die Zinsen höher bleiben, begrenzen das Kaufinteresse der Zentralbanken und die Funktion von Gold als geopolitische Absicherung das Abwärtspotenzial, bis es einen klaren Ausbruch bei Inflation oder Zinsen gibt. Ziel ist eine Erholung in Richtung der $4,500er, falls der CPI keine starke hawkishe Neubewertung erzwingt.
Kernrisiko: Heiße CPI-Werte, die Anleiherenditen und den Dollar deutlich ansteigen lassen und Märkte eine vollständige Fed-Straffungsrunde einpreisen, wodurch das nicht verzinste Gold massiv unter Druck gerät.
Verkaufen XAG/USD. Silber ist wirtschaftszyklischer als Gold und zeigt bereits Schwäche, während Gold sich behauptet. Hält der CPI die Zinsen höher, schwächen sich die Erwartungen an die industrielle Nachfrage und Silber tendiert dazu, unterdurchschnittlich abzuschneiden. Auf die relative Bewegung setzen: Silber gegenüber Gold (XAG/USD) shorten vor dem CPI-Test.
Kernrisiko: Der CPI kühlt ab und die Fed schwenkt auf eine weniger restriktive Haltung um, was eine breit angelegte Rally bei Edelmetallen auslösen würde, in der Silber schnell aufholt.
- Gold stabilisiert sich, während Händler die fragile Deeskalation zwischen Israel und Iran beurteilen.
- Steigende Erwartungen an Fed-Zinserhöhungen üben weiterhin Druck auf die Goldpreise aus.
- Stärkerer Dollar und erhöhte Anleiherenditen belasten die Goldnachfrage.
Die Goldpreise änderten sich am Dienstag kaum, da Anleger eine vorsichtige Atempause der Feindseligkeiten zwischen Israel und Iran gegen die Aussicht auf hartnäckigere Inflation und höhere US-Zinsen abwogen.
Spot-Gold notierte im frühen Handel nahe $4,332.50 pro Unze und stabilisierte sich, nachdem es in der vorherigen Sitzung den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Monaten erreicht hatte.
US-Gold-Futures für Augustlieferung fielen um 0,1% auf $4,357.10 und spiegelten damit einen Markt wider, der noch zwischen Nachfrage nach sicheren Häfen und Druck durch steigende Zinserwartungen gefangen ist.
Das Metall hatte Mühe, Gewinne auszubauen, obwohl das geopolitische Risiko erhöht bleibt.
Ein Waffenstillstand zwischen Israel und Iran hat die unmittelbare Nachfrage nach defensiven Anlagen verringert, doch Händler betrachten den Waffenstillstand noch nicht als dauerhaft.
Jede erneute Eskalation, insbesondere wenn sie Energieflüsse bedroht oder regionale Stellvertreter hineinzieht, könnte die Nachfrage nach Barren schnell wiederbeleben.
Waffenstillstandsunsicherheit hält Nachfrage nach sicheren Häfen aufrecht
Iran und Israel erklärten am Montag, sie hätten nach einem Appell des US-Präsidenten Donald Trump die Angriffe aufeinander eingestellt.
Teheran warnte jedoch, es werde die Feindseligkeiten wiederaufnehmen, falls Israel die Angriffe auf die Hisbollah im Libanon fortsetze, weshalb Anleger vorsichtig bleiben, die Krise für eingedämmt zu erklären.
Diese Unsicherheit hat einen tieferen Ausverkauf bei Gold verhindert. Während der Rückgang der Ölpreise einen Teil des Inflationsschocks durch den Nahostkonflikt gemildert hat, bleibt das breitere Risikoumfeld fragil.
Händler beobachten weiterhin, ob sich die Schifffahrtsrouten, Energieversorgung und regionalen Allianzen stabilisieren oder erneut verschlechtern.
Vorerst verhält sich Gold weniger wie eine eindeutige Krisenwette und mehr wie ein Anlagewert, der auf Bestätigung wartet.
Ein anhaltender Waffenstillstand könnte die unmittelbaren Zuflüsse in sichere Häfen verringern, aber ein erneuter Anstieg der Rohölpreise oder ein Scheitern der Gespräche würde das geopolitische Risiko wahrscheinlich wieder in den Mittelpunkt des Handels rücken.
Inflationsdaten werden zum nächsten Auslöser
Die nächste große Prüfung ist der US-Verbraucherpreisindex für Mai, der am Mittwoch veröffentlicht wird.
Anleger werden die Daten nutzen, um zu beurteilen, ob die Federal Reserve Spielraum für eine Pause hat, oder ob robustes Wachstum, starke Beschäftigungszahlen und höhere Energiekosten die Entscheidungsträger zwingen, die Geldpolitik länger straffer zu halten.
Goldman Sachs geht nun davon aus, dass die Fed die Zinsen bis 2026 unverändert lässt und Zinssenkungen bis 2027 verschiebt, und verweist dabei auf stärkere wirtschaftliche Aktivität und Beschäftigungswachstum.
Die Märkte werden ebenfalls restriktiver, wobei Händler laut dem CME-FedWatch-Tool eine über 70%ige Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Zinserhöhung bis Dezember einpreisen.
Diese Verschiebung ist ein Gegenwind für Gold. Das Metall wirft keine Zinsen ab, wodurch es bei steigenden Anleiherenditen weniger attraktiv wird.
Ein stärkerer Dollar macht Barren zudem für Käufer mit anderen Währungen teurer und erhöht damit den Druck.
Dennoch sind die längerfristigen Argumente für steigende Goldpreise nicht verschwunden.
Zentralbanken bleiben wichtige Käufer, und die Rolle des Goldes als Absicherung gegen Währungsrisiken, Sorgen um Staatsverschuldung und geopolitische Schocks stützt den Markt weiterhin.
Andere Edelmetalle geben nach
Waterer sagte, eine Rückkehr auf $5,500 bis zum Jahresende bleibe möglich, teilweise gestützt durch die Nachfrage der Zentralbanken.
Ein solcher Anstieg würde jedoch wahrscheinlich erfordern, dass Ölpreise, Anleiherenditen und der Dollar gleichzeitig nachgeben.
Bei anderen Edelmetallen fiel Spot-Silber um 0,7% auf $67.71 pro Unze, Platin gab um 0,2% auf $1,751.39 nach, während Palladium um 0,8% auf $1,213.89 zulegte.
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