Nikkei 225 steigt stark, asiatische Märkte erholen sich nach Circuit-Breaker-Chaos

Nikkei 225 steigt stark, asiatische Märkte erholen sich nach Circuit-Breaker-Chaos
Devesh Kumar
09. Juni 2026, 06:20 AM

Unterstützt von

Invezz
Südkoreanische Halbleiter (KOSPI / Samsung Electronics)

Kaufen Sie Samsung Electronics (005930.KS) und erhöhen Sie das Exposure über einen KOSPI-ETF (z. B. iShares MSCI South Korea ETF, EWY). Die Erholung ist am stärksten dort, wo Zwangsverkäufe am heftigsten getroffen hatten; der Artikel weist darauf hin, dass das chiplastige Südkorea die Gewinne anführt, da Händler zu Halbleitern zurückkehren. Dies ist ein taktischer Mean-Reversion-Trade mit Aufwärtspotenzial, falls die Pause im Nahen Osten anhält und die Risikobereitschaft weiter schrittweise zurückkehrt.

Kernrisiko: Eine erneute Risikoaversion, die die Erwartungen an die Chip-Nachfrage erneut trifft und die koreanischen Halbleiter wieder in Zwangsverkäufe treibt.

China-Exporteure (China-Blue-Chips)

Kaufen Sie Exposure in China-Blue-Chips via iShares China Large-Cap ETF (FXI) oder über einen Korb großer Exporteure. Exporte +19,4% und Importe +27,4% übertrafen die Erwartungen und signalisieren eine Widerstandsfähigkeit des externen Sektors, obwohl die Binnennachfrage uneinheitlich bleibt. Sollten sich die globalen Handelsströme nach der Störung im Nahen Osten normalisieren, dürften Exporteure eine zweite Erholungswelle mitnehmen.

Kernrisiko: Eine Eskalation der US-Zölle oder eine plötzliche globale Abschwächung, die den Exportanstieg in einen einmaligen Ausreißer verwandelt.

  • Asiatische Aktien erholen sich, da Öl von nächtlichen geopolitischen Höchstständen zurückgeht.
  • Südkoreas Kospi führt die Gewinne an nach dem scharfen, tech-getriebenen Ausverkauf am Montag.
  • Chinas Handelsdaten übertreffen die Prognosen: Exporte und Importe ziehen im Mai deutlich an.

Die asiatischen Aktienmärkte stabilisierten sich am Dienstag, während Öl von den nächtlichen Höchstständen nachgab, nachdem Israel und Iran eine Pause bei Angriffen signalisiert hatten, die Investoren einen Grund gaben, in angeschlagene Risikowerte zurückzukaufen.

Die Erholung zeigte sich besonders deutlich in jenen Märkten, die am Vortag die stärksten Verluste erlitten hatten; von chip-lastigem Südkorea angeführt, kehrten Händler zu Halbleiterwerten zurück.

Die Bewegung wirkte jedoch eher wie eine taktische Erholung denn wie eine breite Stimmungswende.

Der nächtliche Anstieg an der Wall Street beruhte auf schwachen Grundlagen: Die meisten S&P-500-Komponenten schlossen tiefer, obwohl der Index selbst leicht zulegte.

Futures auf US- und europäische Aktien verharrten ebenfalls in zurückhaltenden Bereichen im asiatischen Handel, was darauf hindeutet, dass Anleger zögerlich sind, der Rally hinterherzulaufen, solange die Anleihenrenditen erhöht bleiben und der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weiterhin stark gestört ist.

Risikobereitschaft kehrt zurück, aber nur marginal

Südkoreas Kospi stieg um 3,4%, und holte einen Teil des mehr als 8%igen Rückgangs vom Montag zurück, als Zwangsverkäufe und aufgeblähte Bewertungen auf erneute Sorgen um die Chip-Nachfrage trafen.

Der Markt gehörte vor dem Ausverkauf zu den weltweit stärksten Performern und ließ Privatanleger über gehebelte Positionen exponiert zurück.

Japans Nikkei stieg um 0,9% nach einem Rückgang von 3,9% in der vorherigen Sitzung, während MSCIs breitster Index für Aktien des asiatisch-pazifischen Raums außerhalb Japans um 1,5% zulegte.

Chinesische Blue-Chips legten um 0,4% zu, nachdem Handelsdaten zeigten, dass die Exporte im Mai um 19,4% stiegen und die Importe um 27,4% zunahmen – beide über den Erwartungen.

Die Daten deuteten auf Widerstandsfähigkeit im externen Sektor Chinas hin, obwohl die Binnennachfrage uneinheitlich bleibt und US-Zölle weiterhin die Handelsströme neu ordnen.

Die Erholung war nicht einheitlich. Euro-Stoxx-50- und DAX-Futures gaben um 0,4% nach, während FTSE-Futures um 0,2% fielen.

S&P-500- und Nasdaq-Futures veränderten sich nach den moderaten Gewinnen am Montag kaum.

Anleger blicken nun auf Oracles Quartalszahlen am Mittwoch, um erneut zu prüfen, ob Ausgaben für künstliche Intelligenz die Bewertungen großer Technologiewerte weiterhin stützen können.

Öl gibt von den Höchstständen nach, während der Dollar fest bleibt

Bei den Währungen blieb der Dollar stabil bei 160,17 Yen, nahe dem Montagshoch von 160,395.

Händler bleiben wachsam gegenüber dem Risiko einer japanischen Intervention, falls die Währung über das April-Niveau von 160,725 hinaus abwertet. Der Euro notierte nahe einem Neun-Wochen-Tief bei $1,1538, während das Pfund sich leicht auf $1,3347 erholte.

Brent-Öl fiel um 0,7% auf $93,57 je Barrel, nachdem es über Nacht $98 erreicht hatte, während US-Rohöl um 0,7% auf $90,62 nachgab.

Gold veränderte sich kaum und notierte nahe $4.334 je Unze, über dem Zwei-Monats-Tief vom Montag bei $4.268,39.