Warum Intel- und AMD-Aktien am Donnerstag erneut fallen
KI-Sentiment: 18/100 Bärisch
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Intel (INTC) verkaufen. Die These hat bereits eine Foundry‑/KI‑Erholung eingepreist, doch der Artikel weist darauf hin, dass profitable Erträge für 18A auf Ende 2026/2027 verschoben wurden und JPMorgan Intel als Top‑Short bezeichnet hat. Hinzu kommt, dass Intel Marktanteile im Data‑Center an AMD verliert und die Branche nun die Angst vor einem KI‑Capex‑Überhang hat – das trifft die Preissetzungsmacht und die Margen genau dann, wenn Investoren Belege verlangen.
Kernrisiko: 18A wird schneller hochgefahren als erwartet und Intel zeigt kurzfristig deutliche Verbesserungen bei Foundry‑/KI‑Umsätzen und Margen, die Shorts zum Eindecken zwingen.
AMD (AMD) verkaufen aufgrund einer Bewertungs‑/Positionsbereinigung. Obwohl AMD beim Data‑Center‑Umsatz zulegt, dreht sich die Nachrichtenlage um eine Verlangsamung der HBM‑Preisentwicklung (SK Hynix) und die Befürchtung, dass zu viel KI‑Fertigungskapazität aufgebaut wird (ASML‑Backlog wird neu interpretiert). Diese Kombination belastet die gesamte KI‑Hardware‑Wertschöpfungskette und kann Margen bei Compute‑ und Networking‑Lieferanten drücken, insbesondere nach einem starken Kursanstieg.
Kernrisiko: Die HBM‑Nachfrage beschleunigt sich wieder (HBM‑Preise stabilisieren sich oder steigen) und AMDs Data‑Center‑Momentum führt trotz Branchenpanik zu anhaltender Margenausweitung.
- Der SK Hynix/ASML‑Effekt treibt Intel‑ und AMD‑Aktien heute nach unten.
- Unternehmensspezifische Sorgen belasten zudem die INTC‑Aktie am Donnerstag.
- Intel und AMD bleiben weiterhin Blockbuster‑Investments für 2026.
Intel (INTC) und Advance Micro Devices AMD Aktien stehen am Donnerstagmorgen unter immensem Druck in einer, man könnte sagen, „perfekten Sturm“-Situation.
Eine Mischung aus globaler Panik im Halbleiterbereich, einer bedeutenden Neubewertung, wie Wall Street den KI‑Boom sieht, und schmerzhaften firmenspezifischen Realitäten (insbesondere bei INTC) belastet die Chiptitel heute.
Trotz des Ausverkaufs bleiben AMD- und Intel-Aktien jedoch Blockbuster-Investments für 2026 – sie notieren derzeit deutlich über dem Zweifachen ihrer Kurse zu Jahresbeginn.
Intel-, AMD-Aktien fallen durch SK Hynix- und ASML‑Effekt
Intel, AMD und der breitere Halbleitersektor bluten am 16. Juli aufgrund zweier großer globaler Katalysatoren.
Der südkoreanische Speicher‑Riese SK Hynix erlitt einen „historischen“ Einbruc h in einer einzigen Handelssitzung (das schlimmste Ergebnis der Firmengeschichte), nachdem Berichte aufgetaucht waren, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise für High‑Bandwidth Memory (HBM) langsamer als erwartet steigen.
Das löste Schockwellen entlang der globalen Lieferkette aus. Zudem hat das Marktbild trotz des kürzlichen Berichts über einen massiven Auftragsbestand bei Gerätehersteller ASML plötzlich eine Wende vollzogen.
Anstatt dies als Zeichen für boomende Nachfrage zu sehen, fürchten Investoren nun, dass die Produktionskapazitäten für Chips zu schnell ausgebaut werden.
Die Kernangst hat sich von „Können sie genug Chips bauen?“ zu „Ist das massive Capex für KI‑Hardware überhaupt nachhaltig?“ verschoben.
Für die Aktien von Intel und AMD bedeutet diese Überkapazitätsgefahr einen starken Kollaps der Preissetzungsmacht und einen erheblichen Margendruck, und zwar genau dann, wenn ihre teuren Architekturen der nächsten Generation auf den Markt kommen.
Unternehmensspezifische Sorgen belasten die INTC‑Aktie
Die INTC‑Aktie wird beim Schreiben stärker getroffen als die meisten Chiptitel, weil die ehrgeizige Turnaround‑Story des Unternehmens erhebliche Rückschläge erleidet.
Das positive Szenario für Intel im Jahr 2026 stützt sich vor allem auf den hochmodernen 18A‑Fertigungsprozess.
Doch jüngste Berichte, die darauf hindeuten, dass profitable Erträge für 18A auf Ende 2026 oder sogar 2027 verschoben werden , dämpfen die Anlegeroptimismus erheblich.
Heute kommt zusätzlich Öl ins Feuer: JPMorgan erklärte Intel zur Top‑Short‑Idee.
Die Bank argumentierte, dass die massive Rallye seit Jahresbeginn bei Intel bereits eine Foundry‑ und KI‑Erholung eingepreist habe, die sich bislang noch nicht in konkreten Finanzzahlen zeigt.
Zu allem Überfluss übertraf AMD kürzlich INTC beim quartalsweisen Data‑Center‑Umsatz zum ersten Mal ($5,8 Milliarden gegenüber $5,1 Milliarden) und zeigt damit, dass Intel in seinem profitabelsten Geschäftssegment aktiv Marktanteile verliert.
Die „Great Rotation“ weg von KI‑Hardware
Nach massiven Kursgewinnen in der ersten Jahreshälfte 2026 realisieren institutionelle Anleger nun aggressiv Gewinne.
Es findet eine sichtbare Marktrotation statt: Fonds ziehen Kapital aus hochvolatilen Chiptiteln (wie Marvell, Intel und AMD) ab und parken es in Mega‑Cap‑Tech‑Giganten (wie Apple und Google) sowie in chinesischen Tech‑Titeln (wie Alibaba), die das KI‑Geld tatsächlich ausgeben, statt die Hardware zu bauen.
Das ist kein Zeichen dafür, dass die KI‑Nachfrage tot ist.
Es ist eine Bewertungs‑ und Positionskorrektur. Da sowohl INTC‑ als auch AMD‑Aktien „auf Perfektion eingepreist“ waren, musste jedes Anzeichen von Reibung – sei es eine verzögerte Fertigungsstufe oder makroökonomische Kapazitätsbedenken – zu einem scharfen Ausverkauf führen.
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