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Dollar bleibt stabil, Anleger warten auf Warshs erstes Fed‑Urteil

Dollar bleibt stabil, Anleger warten auf Warshs erstes Fed‑Urteil
Rivanshi Rakhrai
17. Juni 2026, 08:22 AM

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Long auf Gold

Kaufen Sie Gold (XAUUSD oder GLD). Der Beitrag führt die Rallye auf nachlassende Öl‑/Inflationsängste infolge eines möglichen US–Iran‑Abkommens sowie auf Unsicherheit über die Aggressivität der Fed zurück. Wenn Warshs Kommunikation die Inflationsängste nicht wieder anheizt oder die Erwartungen nicht erheblich strafft, bleibt der Druck auf Realzinsen begrenzt und Gold kann weiter zulegen.

Kernrisiko: Wenn Warsh in Bezug auf Inflation und künftige Zinssorgen restriktiver auftritt, steigen die Realrenditen und schwächen damit Golds durch Inflation und Unsicherheit getriebene Nachfrage.

Short auf US‑Dollar (DXY)

Verkaufen Sie USD über eine DXY‑Short‑Position (oder Short auf UUP). Der Artikel weist auf einen abwartenden Fed‑Ton hin und auf bereits nachlassende Nachfrage nach sicheren Anlagewerten, da das interimäre US–Iran‑Abkommen die Risikostimmung verbessert. Da mit unveränderten Zinsen gerechnet wird, dürfte der Markt vor allem den *Ton* handeln – und Warshs erstes Urteil dürfte kaum eine restriktive Überraschung sein. Erwarten Sie, dass der USD gegenüber EUR/GBP und besonders gegenüber JPY schwach bleibt, da das Interventionsrisiko den Yen‑Auftrieb begrenzt, aber nicht die Dollarstärke wiederherstellt.

Kernrisiko: Warsh signalisiert eine deutlich restriktivere Richtung (höhere Zinsen für längere Zeit), wodurch die Zinsdifferenz‑Unterstützung für den Dollar wieder auflebt und der risikobasierte Rückenwind umkehrt.

  • Dollar gibt nach, während Anleger auf Fed‑Entscheidung und Leitlinien warten.
  • US‑Iran‑Friedenshoffnungen reduzieren die Nachfrage nach sicheren Anlagewerten.
  • Gold und Silber gewinnen, da Ölpreise fallen und Inflationssorgen nachlassen.

Der US-Dollar gab am Mittwoch leicht nach, da Anleger auf die erste geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve unter Vorsitz von Kevin Warsh warteten. Zugleich verbesserten Hoffnungen auf ein interimäres Friedensabkommen zwischen den USA und Iran die Marktstimmung und verringerten die Nachfrage nach traditionellen sicheren Anlagewerten.

Die Devisenmärkte blieben während der asiatischen Handelssession weitgehend gedämpft, da Händler davor zurückhaltend waren, vor der Zinserklärung der Fed später am Tag größere Positionen einzugehen.

Der Euro hielt sich bei $1.1613, das britische Pfund veränderte sich kaum und notierte bei $1.3431.

Fokus auf Warshs erste Sitzung als Fed‑Vorsitzender

Marktteilnehmer gehen im Allgemeinen davon aus, dass die Federal Reserve die Zinsen bei Warshs erster geldpolitischer Sitzung als Vorsitzender unverändert lassen wird.

Investoren werden jedoch voraussichtlich die geldpolitische Stellungnahme, die Wirtschaftsprojektionen und Warshs Pressekonferenz genau analysieren, um Hinweise auf die künftige Richtung der Geldpolitik zu erhalten.

Der neue Fed‑Chef könnte außerdem noch die Stimmung im Ausschuss sondieren müssen, die er mitnehmen muss, um eine erfolgreiche Politik durchzusetzen.

Gegenüber einem Währungskorb gab der Dollar auf 99.50 nach und gab damit einen Teil der zuvor verzeichneten Zugewinne in sicheren Anlagewerten zurück, nachdem mehr Details zum interimären Abkommen zwischen den USA und Iran bekannt wurden, das eine Beendigung des Konflikts im Nahen Osten zum Ziel hat.

Yen bleibt nahe Interventionszone

Der japanische Yen profitierte kaum vom schwächeren Dollar und blieb bei 160.27 pro Dollar unter Druck.

Die Währung notierte weiter auf Niveaus, die von Marktteilnehmern genau beobachtet werden und bei denen mögliche Interventionen durch japanische Behörden erwartet werden.

Am Dienstag hob die Bank of Japan die Zinssätze auf den höchsten Stand seit 31 Jahren an und setzte damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Normalisierung der Geldpolitik.

Die Entscheidungsträger signalisierten außerdem ihre Bereitschaft zu weiteren Straffungen, um den mit dem Energieschock infolge des regionalen Konflikts verbundenen Preisdruck einzudämmen.

Gleichzeitig gab die Zentralbank nur begrenzte Hinweise zum Zeitpunkt möglicher weiterer Zinserhöhungen.

Unterdessen notierte der australische Dollar bei $0.7063.

Die Reserve Bank of Australia beließ ihren Leitzins am Dienstag unverändert bei 4.35%, mit Verweis auf eine verlangsamte wirtschaftliche Aktivität, warnte jedoch zugleich, dass weitere Straffungen möglich bleiben, falls der Inflationsdruck anhält.

Der neuseeländische Dollar fiel um 0.12% auf $0.5825.

Gold setzt Rallye fort, da Inflationssorgen nachlassen

Die Goldpreise legten zum fünften Handelstag in Folge zu, gestützt durch sinkende Ölpreise und Hoffnungen, dass ein US‑Iran‑Friedensabkommen die aus den Energiemärkten stammenden inflationären Risiken verringern könnte.

Spot‑Gold notierte nahe einem einwöchigen Hoch, da Investoren die Möglichkeit bewerteten, dass iranisches Öl wieder auf den Weltmarkt zurückkehrt.

Die Zugewinne blieben jedoch moderat, da weiterhin Unsicherheit über die endgültigen Bedingungen und die Umsetzung des Abkommens besteht.

Investoren warten zudem auf Leitlinien aus Warshs erster Sitzung als Fed‑Vorsitzender: Seine Äußerungen zu Inflation und künftigen Zinsrisiken könnten die Perspektive für Edelmetalle beeinflussen.

Silber verzeichnet fünften Anstieg in Folge

Auch Silber setzte seine Rallye am fünften Tag in Folge fort.

Spot‑Silber handelte während der asiatischen Handelszeit um $70.40 pro Unze und setzte damit seine Erholung nach dem deutlichen Rückgang der Rohölpreise fort.

Marktteilnehmer betrachteten den sich abzeichnenden US‑Iran‑Friedensrahmen als einen Faktor, der die Erwartungen an Inflation und Leitzinsen neu ausrichten könnte. Niedrigere Energiepreise haben die Befürchtung abgeschwächt, dass Spannungen im Nahen Osten die Inflation weiter antreiben würden.

Zugleich bleiben Investoren auf die Fed‑Sitzung fokussiert und suchen nach Hinweisen, ob die Zentralbank in den kommenden Monaten eine weniger aggressive Geldpolitik einschlagen wird.