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Nikkei und Kospi erreichen Rekorde, günstigeres Öl befeuert Asiens Rallye

Nikkei und Kospi erreichen Rekorde, günstigeres Öl befeuert Asiens Rallye
Devesh Kumar
19. Juni 2026, 06:25 AM

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Nikkei 225 (japanische Aktien)

Kaufen Sie Nikkei‑225‑Exposure (z. B. iShares Nikkei 225 ETF, EWJ). Günstigeres Öl reduziert das Inflationsrisiko für Japan und stützt das Argument „Disinflation + Gewinne“. Ein schwächerer Yen unterstützt bereits Exporteure, und der Artikel weist darauf hin, dass Tokios Toleranz auf die Probe gestellt wird – was auf weiteres Aufwärtspotenzial hindeutet, falls keine rasche Intervention erfolgt.

Kernrisiko: Der Yen schwächt sich über Interventionsmarken hinaus und Japan greift aggressiv ein, wodurch die Gewinne der Exporteure vernichtet und die Rallye umgekehrt würden.

KOSPI (südkoreanische Aktien)

Kaufen Sie iShares MSCI South Korea ETF (EWY). Der Kospi führt bei Exporteuren, Halbleitern und KI-nahen Werten, und niedrigeres Rohöl stützt die Nachfrage und Margen für das energieimportierende Korea. Bleibt der Dollar fest, profitieren koreanische Exporteure weiterhin, was das Momentum erhält.

Kernrisiko: Eine erneute Ölversorgungs‑Panik (Streit um Zugangsgebühren in der Straße von Hormuz oder neue Störungen) treibt Rohöl in die Höhe und zerstört das Disinflation‑Szenario.

  • Asiatische Aktien stiegen, da günstigeres Rohöl Inflationssorgen linderte.
  • Der Nikkei in Japan und Südkoreas Kospi erreichten neue Rekorde.
  • Brent-Rohöl fiel, als Öltanker die Passage durch Hormuz wieder aufnahmen.

Asiatische Aktien legten am Freitag zu, wobei Japan und Südkorea neue Rekorde erzielten, nachdem die Wiederöffnung der Straße von Hormuz die Ölpreise drückte und Anlegern ein stärkeres Disinflationsszenario zum Handeln bot.

Die Rallye war nicht risikofrei. Der Dollar verharrte in der Nähe eines 13-Monats-Hochs nach der restriktiveren Wende der Federal Reserve und trieb den Yen auf Niveaus, die Tokios Toleranz gegenüber weiterer Schwäche prüfen könnten.

Da China, Hongkong und Taiwan wegen Feiertagen geschlossen waren, war das Handelsaufkommen dünner als üblich, doch die Woche endete mit einer klaren Botschaft: Günstigeres Rohöl stützt die Aktienmärkte, während höhere US-Zinserwartungen die Währungen umgestalten.

Öl-Entlastung treibt Asiens Rekordlauf

Die größte Unterstützung für Regionalaktien kam vom Energiesektor. Öltanker begannen wieder durch die Straße von Hormuz zu passieren, nachdem die USA ihre Blockade gegen den Iran aufgehoben und eine vorläufige Friedensvereinbarung in Kraft getreten war.

Brent-Rohöl fiel um 1% auf $79.03 je Barrel, womit der Wochenrückgang 9.5% erreichte.

Das dämpfte die Befürchtungen vor einem weiteren Inflationsschock für energieimportierende Volkswirtschaften.

Der japanische Nikkei stieg um 0.8% und erreichte zum fünften Mal in Folge ein Rekordhoch, wodurch der Wochengewinn auf 8.5% anwuchs. Südkoreas Kospi sprang um 3.1% und erhöhte seinen Wochenzuwachs auf 15.3%.

Die Rallye wurde von Exporteuren, Halbleiterwerten und KI-nahen Unternehmen getragen.

Die Futures für die Wall Street gaben nach dem nächtlichen Anstieg um 0.2% nach, was darauf hindeutet, dass einige Anleger bereit waren, Gewinne vor dem US-Feiertag Juneteenth mitzunehmen.

Hormuz-Optimismus kommt mit Vorbehalten

Die Wiederöffnung der Meerenge hat die unmittelbare Angst vor einer andauernden Angebotsverknappung genommen, doch Analysten betrachten sie nicht als dauerhafte Lösung.

Das Zwischenabkommen garantiert die gebührenfreie Passage nur für 60 Tage, während die längerfristige Governance der Wasserstraße weiterhin ungeklärt bleibt.

Analysten wiesen darauf hin, dass die künftige Aufsicht über die Meerenge zunehmend zwischen Iran und Oman geteilt werden könnte, was Spielraum für die Einführung einer maritimen Dienstleistungsgebühr eröffnen würde.

Ein solcher Schritt würde langjährige Normen der freien Schifffahrt infrage stellen und eine neue Ebene der Unsicherheit für den globalen Schiffsverkehr und die Energiemärkte schaffen.

Die Warnung ist bedeutsam, weil die Meerenge vor dem Konflikt etwa ein Fünftel des globalen Öl- und verflüssigten Erdgasverkehrs abwickelte.

Ein kontinuierlicher Neustart könnte Rohöl unter Druck halten, doch jeder Streit um Zugangsgebühren könnte schnell wieder eine Risikoprämie herstellen.

Dollar-Stärke belastet Metalle und Yen

Die zweite wichtige Story war der Dollar. Der Dollar-Index steuerte auf einen Wochengewinn von 1% bei 100.78 zu, nachdem neun von 19 Fed-Vertretern für dieses Jahr höhere Kreditkosten signalisiert hatten.

Der Yen schwächte sich auf 161.26 pro Dollar ab, damit jenseits des bei 160 beobachteten Niveaus, das als Auslöser für mögliche japanische Interventionen gilt.

US-Zinserwartungen glätteten zudem die Treasury-Renditekurve. Zwei-jährige Renditen stiegen diese Woche, während 10- und 30-jährige Renditen sanken, da niedrigere Ölpreise das Vertrauen in die Inflationspolitik der Fed stärkten.

"Die Kurve blieb deutlich flacher als vor dem Treffen", sagte Molly Nickolin, Strategin bei Morgan Stanley, gegenüber Reuters und verwies auf höhere erwartete Leitzinsen und gestärktes Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Fed.

Der stärkere Dollar belastete die Metalle. Spot-Gold fiel um 0.5% auf $4,188 pro Unze, während Silber um 0.8% auf $65.30 nachgab.