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Gold-Bullen prallen an Dollar-Mauer — Fed-Ängste kehren zurück

Gold-Bullen prallen an Dollar-Mauer — Fed-Ängste kehren zurück
Devesh Kumar
23. Juni 2026, 06:49 AM

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Short auf Gold (XAU/USD)

Spot‑Gold oder Gold‑Futures für August verkaufen. Treiber des Artikels ist eine „Dollar‑Wand“ durch erneuerte Wahrscheinlichkeiten für Fed‑Straffungen (88 % Chance auf eine Erhöhung im Dezember) plus höhere Renditen — Gold bringt keine Rendite, daher sind ein stärkerer USD und ein heißeres PCE direkte Gegenwinde. Die geopolitische Unterstützung kühlt ab, da die Iran‑Gespräche voranschreiten und die Nachfrage nach sicheren Häfen schwindet, weshalb die Aufwärtsuntergrenze schwächer ist, als sie scheint.

Kernrisiko: Die PCE‑Zahl fällt verhalten aus und der Dollar bricht ein, wodurch eine neue Nachfrage nach sicheren Häfen ausgelöst wird, die die Zinsängste überlagert.

Short auf Silber (XAG/USD)

Silber verkaufen. Es bewegt sich mit Gold, reagiert jedoch stärker auf Realrenditen und USD‑Bewegungen; der Artikel zeigt Silber mit einem Rückgang von 1,8 % parallel zum Goldrückgang. Da Inflationserwartungen durch die Öl‑Erholung und Fed‑Ängste weiterhin nach oben umgepreist werden, macht das Fehlen eines starken eigenen Katalysators Silber zur klareren Abwärtsposition.

Kernrisiko: Die Sorgen um die industrielle Nachfrage legen sich und Silber profitiert von einer breiten Erholung der Edelmetalle, falls die PCE enttäuscht und der USD abverkauft wird.

  • Gold fällt, da ein stärkerer Dollar und Wetten auf Fed‑Zinserhöhungen die Nachfrage nach Gold dämpfen.
  • US‑Iran‑Gespräche verringern einen Teil der Nachfrage nach sicheren Häfen, doch Öl erhält das Inflationsrisiko.
  • Die PCE‑Inflationsdaten könnten entscheiden, ob Gold später in dieser Woche Unterstützung findet.

Golds jüngster Rückzug sagt mehr über den Dollar als über Angst aus.

Gold fiel am Dienstag, als Händler wieder in den Greenback zurückkehrten und darauf setzten, dass die Federal Reserve dieses Jahr die Zinsen zur Eindämmung der hartnäckigen Inflation doch noch anheben muss.

Ein entspannterer Ton in den US‑Iran‑Gesprächen verringerte einen Teil der Nachfrage nach sicheren Häfen, während eine Erholung des Ölpreises die Inflationsdebatte am Leben hielt.

Für Anleger ist diese Mischung unangenehm: Gold hat weiterhin geopolitische Unterstützung, doch höhere Renditen und ein stärkerer Dollar erschweren es dem Metall, die Rallye dieses Jahres auszubauen.

Dollarstärke nimmt dem Gold den Glanz

Spotgold fiel in den frühen Handelszeiten um 0,7 % auf $4,162.60 je Unze, nachdem es zuvor in der Sitzung fast 1 % gefallen war.

Gold‑Futures für August gaben um 0,5 % nach und standen bei $4,180.50.

Der Druck kam hauptsächlich vom Dollar, der nahe eines Einjahreshochs notierte.

Eine stärkere US‑Währung macht Gold für Käufer mit anderen Währungen teurer und reduziert oft die Nachfrage außerhalb des Dollarmarktes.

Analysten sagten, Gold habe diese Woche kurzzeitig von niedrigeren Ölpreisen profitiert, doch diese Unterstützung werde durch den Dollaranstieg und erneute Erwartungen an eine Straffung der Fed zunichtegemacht.

Iran‑Gespräche dämpfen die Nachfrage nach sicheren Häfen

Geopolitik bleibt Teil der Goldgeschichte, verschafft den Bullen jedoch nicht denselben Auftrieb wie zuvor.

Washington gewährte eine 60‑tägige Sanktionsausnahme für Iran nach der ersten Gesprächsrunde im Rahmen eines vorläufigen regionalen Friedensprozesses, während Beamte eine anhaltende Pause der Kämpfe im Libanon meldeten.

US‑Vizepräsident JD Vance erklärte, die Gespräche in der Schweiz hätten eine Grundlage für eine Abschlussvereinbarung geschaffen.

Teheran wies hingegen Anregungen zurück, wonach nukleare Fragen bereits diskutiert würden.

Das lässt die Märkte in einer Zwischenposition. Das Risiko eines größeren Schocks im Nahen Osten hat sich verringert, ist aber nicht verschwunden.

Das Öl erholte sich nach dem Rückgang am Montag und erinnerte die Händler daran, dass jede erneute Störung die Inflationserwartungen schnell wieder anheizen könnte.

PCE‑Daten werden zum nächsten Prüfstein

Das Zinsumfeld ist nun das größere Problem für Gold.

Der Präsident der Chicago Fed, Austan Goolsbee, sagte, der Arbeitsmarkt wirke stabil, doch die entscheidende Frage sei, ob die hohe Inflation anhalte oder nachlasse, wenn Zölle und Spannungen im Nahen Osten nachließen.

Die Märkte haben sich deutlich in diese Richtung bewegt. CME FedWatch zeigte, dass Händler eine Wahrscheinlichkeit von 88 % für eine Zinserhöhung im Dezember einräumen, nach 61 % vor der Fed‑Sitzung in der letzten Woche.

Das nächste wichtige Signal wird der Bericht zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) liefern, dem von der Fed bevorzugten Inflationsmaß, der später in dieser Woche ansteht.

Ein heißeres Ergebnis würde das Argument für eine straffere Politik stärken und den Druck auf renditelose Anlagen wie Gold aufrechterhalten.

Auch andere Edelmetalle schwächten sich ab. Silber fiel um 1,8 % auf $64.02 je Unze, Platin verlor 1,6 % auf $1,651.79 und Palladium gab um 0,7 % auf $1,256.27 nach.