Warum die Nvidia-Aktie dem von Micron angeführten Anstieg heute nicht folgt
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AVGO ist der klarste Weg, um vom Trend zu kundenspezifischen KI‑Chips zu profitieren. OpenAIs Jalapeño bestätigt, dass Hyperscaler und führende Labore eigenes oder Partner‑Silizium für Inferenz wollen, und Broadcom ist bereits als wesentlicher Nutznießer dieses Ausbaus positioniert. AVGO kaufen wegen erwarteter weiterer Kursgewinne, da mehr Kunden von Standardbeschleunigern diversifizieren, während sie weiterhin spezialisierte Chip‑Designs und Unterstützung für KI‑Infrastruktur benötigen.
Kernrisiko: Ein Rückgang der Ausgaben von Hyperscalern bzw. für kundenspezifische Chips, der die Nachfrage nach Broadcoms KI‑Silizium und zugehörigen Plattformleistungen verringert.
NVDA ist weiterhin dominant, doch die Nachrichtenlage wandelt sich zu einem narrativen Gegenwind: OpenAIs kundenspezifischer Chip und Qualcomms Liefervereinbarungen unterstreichen, dass große Technologieunternehmen aktiv ihre Abhängigkeit von Nvidia‑Hardware reduzieren. NVDA verkaufen aufgrund von Bewertungsrisiken sowie der Gefahr, dass Anleger künftiges Wachstum aus den ‚Next‑Gen‑Platform‘‑Plänen abzuschreiben beginnen, wenn mehr Inferenz auf kundenspezifisches Silizium verlagert wird.
Kernrisiko: Nvidia weist nach, dass kundenspezifische Chips die Umsätze nicht substanziell reduzieren (Kunden kaufen weiterhin NVDA für Training und Inferenz), und die Nachfrage nach NVIDIAs nächster Plattform beschleunigt sich statt zu verlangsamen.
- Nvidia drehte vorbörsliche Gewinne wieder um und notierte am Donnerstag tiefer.
- OpenAI stellte zusammen mit Broadcom seinen ersten kundenspezifischen KI‑Chip vor.
- Anleger konzentrieren sich weiterhin auf Nvidias künftigen Marktanteil.
Die Nvidia-Aktie NVDA fiel am Donnerstag und gab vorbörsliche Gewinne ab, da Anleger trotz einer weiteren Welle von Optimismus im Halbleitersektor die zunehmende Konkurrenz im Markt für KI-Chips abwogen.
Die Aktie lag im frühen Handel 1,3 % im Minus bei $196,76, nachdem sie in der vorangegangenen Sitzung 0,5 % tiefer geschlossen hatte.
Der Rückgang erfolgte, obwohl Speicherchip-Aktien nach stärker als erwarteten Zahlen von Micron Technology zulegten, was die Stimmung in Teilen der Halbleiterbranche anhob.
Mehrere große Wettbewerber von Nvidia notierten ebenfalls tiefer. Die Aktien von Advanced Micro Devices und Intel standen neben dem KI‑Chipleader im Minus.
Der Wettbewerb rückt wieder in den Fokus
Obwohl Nvidia den Markt für Beschleuniger für künstliche Intelligenz weiterhin dominiert, richten Anleger ihre Aufmerksamkeit zunehmend auf Bestrebungen großer Technologieunternehmen, ihre Abhängigkeit von Nvidias Hardware zu verringern.
Die jüngste Entwicklung kam am Mittwoch, als OpenAI und Broadcom einen kundenspezifischen KI‑Chip namens Jalapeño vorstellten.
Der Prozessor markiert OpenAIs ersten Einstieg in die Entwicklung von KI‑Silizium und soll hauptsächlich für Inference‑Workloads eingesetzt werden, also den Rechenprozess, der KI‑Antworten an Nutzer über ChatGPT und andere Anwendungen liefert.
Laut OpenAI‑Präsident Greg Brockman wurde der Chip in kurzer Zeit mit Unterstützung der eigenen KI‑Systeme des Unternehmens entwickelt.
"Das Ausmaß, in dem unsere Modelle die Entwicklung beschleunigen konnten, hat uns sehr überrascht", sagte Brockman in einem Interview mit CNBC.
Brockman sagte, der Chip sei in etwa neun Monaten von Anfang bis Ende entworfen worden.
Das Projekt unterstreicht einen breiteren Trend in der KI‑Branche, da führende Technologieunternehmen und KI‑Entwickler eine größere Kontrolle über ihre Recheninfrastruktur anstreben.
Broadcom baut KI‑Präsenz aus
Die Partnerschaft mit OpenAI stärkt Broadcoms Position auf dem wachsenden Markt für kundenspezifische KI‑Chips weiter.
Broadcom hat sich zu einem der großen Nutznießer des Booms der generativen KI entwickelt, indem das Unternehmen Hyperscaler und führende KI‑Labore bei der Entwicklung anwendungsspezifischer Prozessoren unterstützt, die auf ihre jeweiligen Workloads zugeschnitten sind.
Die Broadcom‑Aktie ist in diesem Jahr um rund 10 % gestiegen und hat sich seit Ende 2022 fast versiebenfacht, da die Nachfrage nach KI‑Infrastruktur stark angezogen hat.
Das Unternehmen ist zu einem wichtigen Partner für Organisationen geworden, die Standard‑AI‑Hardware‑Deployments durch maßgeschneiderte Siliziumlösungen ergänzen oder teilweise ersetzen wollen.
Unterdessen hat Qualcomm kürzlich Liefervereinbarungen mit Microsoft und Meta Platforms angekündigt, was bei Investoren die Befürchtung verstärkt, dass große Technologieunternehmen ihre KI‑Hardware‑Strategien diversifizieren.
Nvidia bleibt Branchenführer
Trotz der wachsenden Zahl von Wettbewerbern gibt es kaum Anzeichen dafür, dass Nvidia nennenswertes Geschäft verloren hat.
Die Grafikprozessoren des Unternehmens bleiben die bevorzugte Option für viele Trainings‑Workloads der künstlichen Intelligenz, und große Technologieunternehmen investieren weiterhin erhebliche Mittel in auf Nvidia basierende Infrastrukturen.
Viele Hyperscaler und KI‑Entwickler haben bereits Pläne angekündigt, Nvidias nächste Generation der Vera Rubin‑Plattform einzusetzen, die voraussichtlich eine zentrale Rolle beim Ausbau zukünftiger KI‑Rechenzentren spielen wird.
Dennoch scheinen Anleger zunehmend auf die langfristigen Auswirkungen der Entwicklung kundenspezifischer Chips zu achten.
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