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DAX nahe kritischem Niveau nach Nachrichten zu Volkswagen, Rheinmetall und Bayer

DAX nahe kritischem Niveau nach Nachrichten zu Volkswagen, Rheinmetall und Bayer
Crispus Nyaga
26. Juni 2026, 09:48 AM

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Bayer (BAYN)

Kaufempfehlung für BAYN. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs hebt die Jury-Entschädigung im Roundup‑Fall auf und schafft einen Konflikt mit den EPA‑Vorgaben, was das Tail‑Risiko reduziert und erwartete Prozesszahlungen verringert. Die Aktie hat bereits reagiert, der rechtliche Überhang bleibt jedoch der Haupttreiber; weiteres Aufwärtspotenzial ergibt sich durch Multiple‑Kompression, wenn die Unsicherheit nachlässt.

Kernrisiko: Eine neue Welle ungünstiger Urteile oder Vergleiche in weiteren Roundup‑Fällen, die die erwarteten Auszahlungen wieder nach oben treibt.

Rheinmetall (RHM)

Verkaufsempfehlung für RHM. Die Streichung des F126‑Fregattenprojekts durch Deutschland trifft Rheinmetalls kurzfristigen Auftragsbestand direkt und bestätigt, dass Kosten‑ und Verzögerungsprobleme strukturell und nicht vorübergehend sind. Die Aktie steht bereits auf einem Mehrmonats‑Tief und deutlich unter dem Höchststand von 2025 – erwarten Sie eine anhaltende Abwertung, bis eine glaubwürdige Pipeline an Ersatzaufträgen sichtbar wird.

Kernrisiko: Ein schnell folgender Verteidigungsvertrag (oder eine umfangreiche Neuausrichtung des F126), der die Umsatzsichtbarkeit wiederherstellt und den Schaden im Auftragsbestand rückgängig macht.

  • Der DAX bewegte sich seitwärts, nachdem es wichtige Nachrichten von seinen Indexmitgliedern gab.
  • Bayer gewann am Donnerstag einen wichtigen Rechtsstreit vor dem Obersten Gerichtshof der USA.
  • Volkswagen verkaufte sein Dieselgeschäft an Bain in einem Deal über 7,4 Milliarden Euro.

Der deutsche DAX-Index zeigte in dieser Woche einige Schwankungen, als Anleger auf bemerkenswerte Nachrichten von wichtigen Indexmitgliedern wie Rheinmetall, Volkswagen und Bayer reagierten. Er notierte bei 25.000, ein Anstieg um nahezu 5 % gegenüber dem niedrigsten Stand dieses Monats.

Bayer, Rheinmetall und Volkswagen bewegen den DAX

Der DAX stieg am Donnerstag, nachdem Bayer, ein führendes Unternehmen im Index, einen bedeutenden Rechtsstreit am Obersten Gerichtshof gewonnen hatte. Das Gericht gab dem Unternehmen recht und hob eine Jury-Entschädigung für einen Mann aus Missouri auf, der behauptet hatte, Roundup habe zu Krebs beigetragen. 

Dies ist eine weitreichende Entscheidung, die Tausende von Amerikanern mit ähnlichen Ansprüchen betreffen und dem Unternehmen Milliarden von Dollar sparen wird. In seiner Erklärung erklärte Richter Brett Kavanaugh, dass der Fall ein Krebswarnhinweis auf Roundup erforderlich machen würde, der direkt mit dem von der EPA verlangten Hinweis in Konflikt stünde. 

Bayer war wegen Milliarden von Dollar in der Haftung und machte die Monsanto-Übernahme zu einer der folgenschwersten Akquisitionen der Geschichte. Seit der 63-Milliarden-Dollar-Übernahme hat das Unternehmen mehr als 20 Milliarden Dollar in diesen Rechtsstreit investiert. 2020 stimmte es einem Vergleich über 10,9 Milliarden Dollar zu und fügte Anfang dieses Jahres weitere 7,25 Milliarden Dollar hinzu. Die Aktie ist seit dem Tiefstand von 2025 um 90 % gestiegen. 

Der DAX reagierte auch auf Probleme bei Rheinmetall, der größten Rüstungsgruppe des Landes. Die Aktie fiel auf 900 €, den tiefsten Stand seit dem 24. Februar und 52 % unter dem Höchststand von 2025. Sie ist in diesem Jahr zum größten Verlierer im Index geworden. 

Die Rheinmetall-Aktie stürzte ab, nachdem Deutschland angekündigt hatte, das F126-Fregattenprojekt zu streichen und erhebliche Projektverzögerungen sowie Kostensteigerungen anführte. Die Regierung wird stattdessen als Alternative acht MEKO-Fregatten für die U-Boot-Jagd beschaffen. Diese Entscheidung trifft Rheinmetall hart, das seit Beginn am Projekt beteiligt ist. 

Die weitere wichtige DAX‑Nachricht kam vom Volkswagen-Konzern, der diese Woche einen größeren Deal abschloss. In einer Erklärung teilte das Unternehmen mit, dass es seine Dieselmotorsparte an Bain verkauft, in einem Deal, der 7,4 Milliarden Euro einbringen wird. Bain gewann die Auktion und setzte sich gegen andere Private‑Equity‑Firmen durch. 

Volkswagen will Kapital freisetzen, während es sich angesichts der zunehmenden Konkurrenz aus China einer großen geschäftlichen Herausforderung gegenübersieht. In einer Stellungnahme sagte der CEO:

„Schlankere Strukturen und Prozesse werden es Everllence ermöglichen, in attraktiven Märkten wie Rechenzentren, dem Energiesektor und dem Schiffsbau weiter zu wachsen. Gleichzeitig erlauben sie uns, uns noch stärker auf unser Kerngeschäft zu konzentrieren.“

Technische Analyse des DAX

DAX-Index

DAX-Index-Chart | Quelle: TradingView

Das Wochenchart zeigt, dass der DAX sich vom Tief bei 21.882 am 23. März auf den aktuellen Stand von 25.000 erholt hat. Er hat eine umgekehrte Kopf‑Schulter‑Formation ausgebildet, ein gängiges bullisches Umkehrsignal in der technischen Analyse.

Der Index liegt zudem weiterhin über allen gleitenden Durchschnitten und notiert leicht unter der Nackenlinie bei 25.410. Auch der Relative‑Stärke‑Index (RSI) bewegte sich nach oben.

Folglich ist wahrscheinlich mit einem starken bullischen Ausbruch zu rechnen, möglicherweise bis zum wichtigen Widerstand bei 26.000. Diese Einschätzung bestätigt sich, wenn der Index über den Widerstand bei 25.410 ausbricht.

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