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Dow fällt 200 Punkte – Tech-Abverkauf vertieft sich, Chipaktien ziehen weiter zurück

Dow fällt 200 Punkte – Tech-Abverkauf vertieft sich, Chipaktien ziehen weiter zurück
Ananthu C U
26. Juni 2026, 15:44 PM

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Micron (MU)

Kaufen: Micron. Die Aktie wurde am Tag nach starken Quartalszahlen und optimistischen Nachfrageprognosen stark verkauft, was eher nach Bewertungs-/KI-Ausgabenangst aussieht als nach einem Nachfrageeinbruch. MU profitiert direkt von der Speichernachfrage durch KI-Server, und der Markt überreagiert auf Bedenken, „wer zahlt“. Zentrales Setup: Momentum-Wende nach einem Gap-Down von >5 % nach einem Anstieg von >15 %.

Kernrisiko: Die Ausgaben für KI-Infrastruktur werden erheblich verzögert oder gekürzt, wodurch die erwartete Speichernachfrage zusammenbricht.

ON Semiconductor (ON)

Verkaufen: ON Semiconductor. Die Aktie liegt rund 19 % im Minus, nachdem dem Unternehmen zugestimmt wurde, Synaptics in einem Aktientausch zu übernehmen – das ist eine klassische Kombination aus „Deal-Risiko + Bewertungsrisiko“ während einer Tech-Abwertung. Wenn der Markt bereits die Nachhaltigkeit der KI-Kapex infrage stellt, wird eine rein Aktientransaktion schwerer zu rechtfertigen und kann zu weiterer Multiple-Kompression führen.

Kernrisiko: Die Transaktion findet keine Zustimmung bei Investoren (oder Finanzierung-/Bewertungsbedingungen verschlechtern sich, wenn der Markt abwertet), was eine Neuverhandlung erzwingt oder Goodwill schädigt.

  • US-Aktien fallen, da Chiphersteller einen erneuten Tech-Ausverkauf anführen.
  • Sorgen um KI-Ausgaben und Zinsängste belasten Halbleiteraktien.
  • Globaler Tech-Absturz vertieft sich, da Anleger aus Wachstumsaktien aussteigen.

Die US-Aktien eröffneten am Freitag tiefer, da Anleger weiterhin aus Technologieaktien rotieren, wobei Chiphersteller trotz starker jüngster Quartalszahlen und optimistischer Nachfrageprognosen erneut Verkaufsdruck ausgesetzt sind.

Der Dow Jones Industrial Average lag um 207 Punkte niedriger, während der Nasdaq Composite um 0,95 % fiel. Der S&P 500 gab um 0,61 % nach.

Die jüngste Schwäche folgt auf ein starkes Quartal der Halbleiteraktien, da Anleger zunehmend hohe Bewertungen und die Nachhaltigkeit umfangreicher Ausgaben für KI-Infrastruktur in Frage stellen.

Chipaktien rutschen trotz starker Quartalsergebnisse

Die Halbleiteraktien führten die vorbörslichen Verluste an. Die Aktien von Micron Technology fielen um mehr als 5,8 %, nachdem sie in der vorherigen Sitzung infolge besser als erwarteter Quartalsergebnisse und Prognosen um über 15 % gestiegen waren.

Advanced Micro Devices und Intel sanken jeweils um mehr als 3,5 %, während Nvidia etwa 1,7 % verlor. Oracle gab ebenfalls um 0,38 % nach.

Der Ausverkauf spiegelt wachsende Anlegerbedenken darüber wider, wer letztlich die Kosten für massive Investitionen in KI-Infrastruktur trägt.

Ein New York Times-Bericht, wonach OpenAI erwäge, seinen Börsengang auf das nächste Jahr zu verschieben, belastete die Stimmung ebenfalls.

Der Bericht habe Bedenken hinsichtlich der „Nachhaltigkeit ihrer Infrastruktur-Ausgaben angesichts der Verzögerung der Finanzierung durch die Kapitalmärkte“ geweckt, schrieben JPMorgan-Händler in einer Notiz.

Technologieaktien waren bereits in der Sitzung am Donnerstag unter Druck geraten.

Apple stürzte um 6 % ab, nachdem es Preiserhöhungen für iPads und MacBooks angekündigt hatte wegen steigender Kosten für Arbeitsspeicher und Speicherkapazität. Microsoft gab ebenfalls nach, nachdem es die Preise für seine Xbox-Spielekonsolen erhöht hatte.

Apple erholte sich am Freitag leicht und stieg um etwa 0,7 %.

Inflationssorgen und Zinsängste erhöhen den Druck

Die Marktbedenken reichen über Technologiekosten hinaus. Neue Inflationsdaten und veränderte Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve belasteten die Stimmung ebenfalls.

Am Donnerstag veröffentlichte Daten zeigten, dass die US-Inflation im Mai erstmals seit drei Jahren über 4 % gestiegen ist, getrieben von höheren Energiepreisen im Zusammenhang mit Spannungen im Nahen Osten.

Obwohl die Ölpreise zuletzt zurückgegangen sind, da sich die geopolitischen Spannungen entspannten, bleiben Anleger besorgt, dass höhere Halbleiterkosten erneut zu einem allgemeineren Inflationsdruck führen könnten.

Die Zinsängste bleiben hoch: Händler preisen eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein und sehen laut LSEG-Daten eine fast 27%ige Wahrscheinlichkeit für eine weitere Anhebung vor Jahresende.

Globaler Tech-Ausverkauf breitet sich auf die Märkte aus

Die Schwäche der Technologieaktien beschränkte sich nicht auf die USA.

SoftBank Group, ein wichtiger Unterstützer von OpenAI, stürzte in Asien um mehr als 12 % ab.

Der südkoreanische Kospi fiel um 5,81 %, während der japanische Nikkei 225 um 4,15 % nachgab. Hongkongs Hang Seng Index und Chinas CSI 300 verzeichneten ebenfalls Verluste.

Auch die europäischen Aktien gaben nach; der paneuropäische Stoxx 600 verlor 1 %.

Unter den Einzeltiteln verlor Synaptics 0,95 %, nachdem ON Semiconductor zugestimmt hatte, das Unternehmen in einem Aktientausch im Wert von rund $7 billion zu übernehmen. Die Aktien von ON Semiconductor fielen um 19,42 %.

Anleger bereiten sich zudem auf ein hohes Handelsvolumen im Zusammenhang mit Änderungen am Russell-Index vor, einschließlich der Umklassifizierung mehrerer Megacap-Titel und der beschleunigten Aufnahme von SpaceX in den Russell 1000.