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Nikkei-225-Index unter Druck vor SoftBank-Zahlen, Yen schwächt sich

Nikkei-225-Index unter Druck vor SoftBank-Zahlen, Yen schwächt sich
Crispus Nyaga
06. Aug. 2026, 06:28 AM

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SoftBank (9984.T)

SoftBank im ergebnisbedingten Ausverkauf kaufen. Die Aktie ist heute etwa 6 % im Minus und mehr als 30 % unter dem Höchststand seit Jahresbeginn, doch das breitere Nikkei-Setup deutet weiterhin nach oben (bullisches Flaggenmuster/über dem 100‑Tage‑Durchschnitt). Bestätigen SoftBanks Zahlen die Stabilität bei Arm und die Cash-Generierung, kann der Markt den „Volatilitäts“-Abschlag schnell wieder nach unten korrigieren.

Kernrisiko: Schwäche bei Arm/dem KI-Portfolio zeigt sich erneut in der Guidance (oder es kommt zu einer weiteren Bewertungsabschreibung), wodurch der Ausverkauf strukturell wird und nicht nur als Vorab-Ergebnis-Rauschen gilt.

Kioxia (6767.T)

Kioxia als Wette auf eine mittelfristige Erholung im Speicherzyklus kaufen. Die Aktie liegt heute über 8 % im Minus und mehr als 55 % unter dem Allzeithoch, trotz Umsatz- und Ergebniswachstum bei steigenden Speicherpreisen – klassisches „gute Fundamentaldaten, schlechtes Tape“. Hält die Speicherpreisentwicklung an, ist der nächste Schritt eine deutliche Erholung, wenn Investoren aufhören, das Unternehmen als abgespielte Story zu behandeln.

Kernrisiko: Die Speicherpreise drehen schneller als erwartet, wodurch das Profitabilitätswachstum, das die Erholung stützen sollte, ausgelöscht wird.

  • Nikkei-225-Index gab nach, da die meisten Technologieaktien stark fielen.
  • SoftBank fiel deutlich vor seiner Ergebnisveröffentlichung.
  • Der japanische Yen setzte den Abwärtstrend fort; das USD/JPY erreichte 157,7.

Der Nikkei-225-Index fiel heute, am 6. August, um mehr als 1,25 %, nachdem Technologieunternehmen wie SoftBank, Kioxia Holdings, Tokyo Electron und Advantest nachgegeben hatten. Er sank zudem, da sich der japanische Yen trotz Interventionen der Bank of Japan (BoJ) und der US-Regierung wieder in einem Abwärtstrend befand. Er fiel auf 65.455 Punkte, nach einem Höchststand seit Jahresbeginn von 72.845.

SoftBank, Kioxia und Tokyo Electron geben nach

Technologieunternehmen, die den Anstieg des Nikkei-225-Index auf ein Rekordhoch angetrieben hatten, haben sich zuletzt anders entwickelt; ihre Volatilität nimmt zu.

Die SoftBank-Aktie fiel um 6 % und liegt mehr als 30 % unter dem Höchststand seit Jahresbeginn. Der Rückgang erfolgte, da Händler auf den Geschäftsbericht warteten, der weiteren Aufschluss über das Geschäft geben dürfte.

Das Unternehmen geriet in den vergangenen Wochen unter Druck. So fiel etwa Arm Holdings, eine seiner größten Beteiligungen, von $450 auf derzeit $274. OpenAI, ein weiteres großes Unternehmen im Portfolio, steht unter erheblichem Wettbewerbsdruck durch Firmen wie Anthropic und Moonshot. Diese Belastungen nehmen zu und zwangen SoftBank dazu, Preise zu senken und den geplanten Börsengang zu verschieben.

Kioxia Holdings, ein weiteres Top-Unternehmen im Nikkei-225-Index, gab um mehr als 8 % nach, während Speicherhersteller fielen. Seit seinem Allzeithoch liegt es nun mehr als 55 % im Minus, was die Entwicklung anderer Speicherhersteller wie Samsung, SK Hynix, und SanDisk widerspiegelt. Der Rückgang erfolgt trotz ausgewiesener Umsatz- und Ergebnissteigerungen angesichts steigender Speicherpreise.

Auch andere Unternehmen der Tech-Branche haben nachgegeben, obwohl Großkonzerne wie Microsoft, Meta Platforms und Alphabet zugesagt haben, in diesem Jahr weiter zu investieren.

Japanischer Yen setzt Abwärtstrend fort

Der Nikkei-225-Index reagiert auch auf die Entwicklung des japanischen Yen. Das USD/JPY-Paar fiel nach Interventionen der BoJ und der US-Regierung vom Höchststand seit Jahresbeginn von 163,97 auf 155,20.

Medienberichten zufolge gab die BoJ in der vergangenen Woche mehr als 50 Milliarden US-Dollar zum Schutz des Yen aus. Gleichzeitig tauschte die US-Regierung einen Teil ihrer Euro-Bestände in Yen um, wobei Beamte weitere Unterstützung ankündigten.

Kürzlich hat sich der Yen jedoch wieder verbilligt, wobei das USD/JPY-Paar auf 157,72 gestiegen ist. Diese Entwicklung ähnelt der im April, als die BoJ intervenierte. Damals fiel das Paar auf 155,60 und setzte anschließend den Aufwärtstrend fort, bis es ein Mehrjahreshoch von 163,97 erreichte.

Daher besteht das Risiko, dass die BoJ nun beginnt, die Zinssätze anzuheben, um die Kluft zur US-Geldpolitik zu schließen. Eine solche Maßnahme würde Auswirkungen auf japanische Aktien haben.

Technische Analyse des Nikkei-225-Index

Nikkei 225

Nikkei-225-Chart | Quelle: TradingView

Das Tageschart deutet darauf hin, dass der Index in den kommenden Tagen oder Wochen einen bullischen Ausbruch erleben könnte. Grund dafür ist, dass sich langsam ein fallender Kanal gebildet hat, der Teil des bullischen Flaggenmusters ist. Er hat die Oberseite dieses Kanals erneut getestet und damit das Ausbruchs- und Retest-Muster vollendet.

Der Index liegt zudem weiterhin über dem 100-Tage-Durchschnitt, der ihm den stärksten Halt bietet. Daher ist der Weg des geringsten Widerstands nach oben gerichtet, wobei das nächste wichtige Ziel das psychologische Niveau von 70.000 Punkten ist.