Platinpreis nähert sich dem überverkauften Bereich vor den US-NFP-Daten
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Buy PPLT. Platin ist nahe dem überverkauften Bereich (RSI ~31) und steht knapp über einer wichtigen Unterstützung bei 1.624 US-Dollar. Das World Platinum Council weist weiterhin für das vierte Jahr in Folge auf ein moderates Defizit hin, wobei die über Tage liegenden Bestände zurückgehen und die Investitionsnachfrage stabil bleibt – daher erscheint der Ausverkauf eher dollargestützt/auf Positionierung zurückzuführen als fundamental. Erwarten Sie eine technische Gegenbewegung in Richtung 1.731 US-Dollar und anschließend in den Bereich des 25-Tage-EMA (1.812 US-Dollar).
Kernrisiko: Der Dollar stärkt sich nach den NFP-Daten weiter und drückt Platin unter 1.624 US-Dollar, wodurch eine Erholung in einen neuen Abwärtstrend umschlägt.
Sell UUP. Der Artikel führt die Schwäche von Platin direkt auf einen stärkeren USD zurück und hebt erwartete hawkische Reaktionen der Fed rund um die NFP-Daten hervor. Sollte NFP schwächer ausfallen oder die Inflationssorgen abklingen, kann die Dynamik im USD schnell nachlassen, wodurch der Druck auf Platin und andere dollar-sensitive Rohstoffe geringer würde. Dies ist eine klare Cross-Asset-Wette auf die nächste USD-Bewegung.
Kernrisiko: Die NFP-Zahlen fallen stark aus und die Fed bleibt hawkish, was den USD weiter antreibt und den Druck auf Platin aufrechterhält.
- Der Platinpreis fiel auf den niedrigsten Stand seit Mitte Dezember 2025.
- Ein stärkerer US-Dollar trieb den Rückgang bis an die Grenze des überverkauften Bereichs.
- Der Markt richtet sein Augenmerk auf die bevorstehenden US-Nonfarm-Payrolls-Daten.
Der Platinpreis fiel am Freitag unter die wichtige Marke von 1.650 US-Dollar pro Unze und notierte damit auf dem niedrigsten Stand seit Mitte Dezember 2025. Ein stärkerer US-Dollar befeuert weiterhin den Verkaufsdruck, obwohl Fortschritte in den US‑Iran-Friedensgesprächen die Inflationssorgen lindern. In den folgenden Sitzungen könnte der Markt vor den US-Nonfarm-Payrolls-Daten nur subtile Bewegungen verzeichnen.
Platinpreis schwankt nahe dem überverkauften Bereich
Der Platinpreis befindet sich in den letzten Monaten in einem Abwärtstrend, da konfliktbedingte Unsicherheiten Prognosen zu einem anhaltenden Angebotsdefizit überlagern. Der Quartalsbericht des World Platinum Council (WPC) für Q1’26 wies erneut auf ein Defizit hin – das vierte Jahr in Folge, wenn auch moderat. Ein weiterer Rückgang der Bestände über Tage sowie eine stabile Investitionsnachfrage sollten die Preise des Metalls stützen.
Diese Unterstützung hat den Platinpreis über 30 % über dem Niveau desselben Zeitraums 2025 gehalten. Allerdings dürften verstärktes Recycling und reduzierte ETF-Zuflüsse die Gewinne teilweise ausgleichen. Außerdem haben erhöhte Inflationssorgen im Zusammenhang mit dem US‑Iran‑Konflikt dessen Aufwärtspotenzial gedämpft, während der US-Dollar an Stärke gewinnt. Tatsächlich ist die Aufwertung des US-Dollar einer der wichtigsten bearishen Treiber.
In den folgenden Sitzungen richtet sich das Augenmerk auf die US-Nonfarm-Payrolls-Daten nach dem hawkischen Ton in der jüngsten FOMC-Policy-Erklärung. Ökonomen werden diese Zahlen nutzen, um Erwartungen an die Fed abzuleiten.
Die Inflation, die weiterhin über dem Ziel der Zentralbank von 2 % liegt, steht im Zentrum der Analystenerwartungen für eine Zinserhöhung im September. In der Folge setzte der US-Dollar seine vorherigen Gewinne am Dienstag fort und notierte auf dem höchsten Stand seit Mitte Mai 2025. Ähnlich wie andere dollarpreisige Assets tendiert Platin dazu, gegen den Wert des Greenbacks invers zu notieren.
Technische Analyse des Platinpreises
Platinpreis-Chart | Quelle: TradingView
Der Platinpreis fiel weiter und notierte damit auf dem niedrigsten Stand seit Mitte Dezember 2025. Die Verluste zu Beginn der neuen Woche setzen den Verkaufsdruck fort, der das Asset bereits sechs Wochen in Folge in den roten Bereich gedrückt hat. Zum Zeitpunkt der Niederschrift lag der Kurs bei 1.642 US-Dollar, nachdem er sich leicht von seinem Intraday-Tief bei 1.628 US-Dollar erholt hatte.
Ein Blick auf das Tageschart deutet auf anhaltenden Verkaufsdruck im kurzfristigen Bereich hin. Zum einen notiert der Platinpreis unter dem kurzfristigen 25-Tage-EMA und dem mittelfristigen 50-Tage-EMA.
Außerdem bleibt das bearishe Death-Cross-Muster, das vor über drei Monaten ausgebildet wurde, intakt. Dieses bearishe Muster entsteht, wenn der kurzfristige MA einen mittelfristigen oder langfristigen MA nach unten kreuzt.
Gleichzeitig befindet sich der Platinpreis mit einem RSI von 31 am Rand des überverkauften Bereichs. Bemerkenswert ist, dass er sich nahe der unteren Begrenzung des monatelangen Abwärtskanals bewegt, während die Bullen auf eine korrektive Gegenbewegung drängen.
Im Einklang mit diesen technischen Indikatoren ist das Unterstützungsniveau bei 1.624 US-Dollar, das mit der unteren Begrenzung des bearischen Kanals zusammenfällt, kurzfristig zu beobachten. Auf diesem Niveau könnte der Platinpreis vor den US-Inflationsdaten eine leichte Erholung verzeichnen.
Eine korrektive Gegenbewegung wird voraussichtlich bei 1.731 US-Dollar auf Widerstand stoßen. Bei weiterer Erholung dürften die Gewinne entlang des 25-Tage-EMA bei 1.812 US-Dollar gedämpft werden.
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