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Nvidia-Aktie weiter unter 200 $: Was steckt hinter der Unterperformance?

Nvidia-Aktie weiter unter 200 $: Was steckt hinter der Unterperformance?
Utkarsh Roshan
30. Juni 2026, 17:50 PM

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NVDA: Kauf wegen Vera Rubin und physischer KI

Kauf Nvidia (NVDA). Die Aktie hinkt dem PHLX Semiconductor Index hinterher, doch der Markt wartet darauf, dass Vera Rubin einen neuen Performance-Vorsprung nachweist. Kombiniert mit Nvidias Vorstoß in physische KI/Robotik (Project GR00T, Cosmos) kann dies die Nachfrage über reine Rechenzentrums-GPUs hinaus verbreitern. Sollte Vera Rubin die Erfolge bei KI-Infrastruktur wieder beschleunigen, dürfte sich NVIDIAs relative Underperformance schnell zurückbilden.

Kernrisiko: Vera Rubin liefert keinen klaren Performance-/Preisvorteil, und die Robotik bleibt größtenteils Hype ohne nennenswerte Umsatzsteigerung.

INTC: Verkauf wegen Budgetrotation und Exportrisiken

Verkauf Intel (INTC). Der Artikel hebt hervor, dass Investoren von Nvidia in andere KI-Infrastrukturnamen umschichten, und Intel ist bereits stark gestiegen – die Erwartungen sind entsprechend hoch. Da Nvidia weiterhin die zentrale AI-Compute-Plattform darstellt und Exportbeschränkungen eine anhaltende Belastung sind, hängt Intels Aufwärtspotenzial davon ab, schnell Marktanteile zu gewinnen; andernfalls kann sich der Kursrallye der Aktie umkehren.

Kernrisiko: Intel sichert nicht schnell genug bedeutende Design-Wins im Bereich AI-Accelerators/Rechenzentrumslösungen, sodass die bisherige Kursrallye der Aktie zurückgehen könnte.

  • Nvidia-Aktien stiegen, bleiben aber ein Schlusslicht im Halbleitersektor.
  • Investoren warten auf die Vera-Rubin-Hardware, um das Wachstumsmomentum wieder anzufachen.
  • Das Unternehmen weitet die Robotik-Einstellungen in China im Zuge seines Vorstoßes in die physische KI aus.

Die Nvidia-Aktie NVDA stieg am Dienstag. Im frühen Handel lagen die Aktien von Nvidia 1.5% höher bei $197.96.

Trotz des Zugewinns ist Nvidia deutlich hinter dem breiteren Halbleitersektor zurückgeblieben.

Die Aktie liegt seit Jahresbeginn um rund 5% im Plus, verglichen mit einem Anstieg von 94% für den PHLX Semiconductor Index.

Die verhaltene Entwicklung steht in starkem Kontrast zu Nvidias dominanter Entwicklung in den vergangenen Jahren und würde die schwächste Halbjahresperformance der Aktie seit 2022 bedeuten.

Investoren warten auf den Start von Vera Rubin

Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich zunehmend darauf, ob Nvidias bevorstehende Vera-Rubin-Plattform die Position des Unternehmens als unangefochtener Marktführer in der KI-Infrastruktur wiederherstellen kann.

Die zentrale Herausforderung für Nvidia beschränkt sich nicht länger nur auf die Konkurrenz durch rivalisierende Grafikprozessor-Hersteller.

Während Advanced Micro Devices nach wie vor ein wichtiger Wettbewerber ist, hat sich der Markt ausgeweitet und umfasst nun auch Entwickler maßgeschneiderter Chips und Unternehmen, die sich auf zentrale Verarbeitungseinheiten (CPUs) konzentrieren, darunter Intel.

Mit dem Beschleunigen der Ausgaben für künstliche Intelligenz verteilen große Technologieunternehmen ihre Infrastruktur-Budgets zunehmend auf eine breitere Palette von Lieferanten, anstatt ihre Käufe bei einem einzigen Anbieter zu bündeln.

Entscheidend für Investoren ist, ob Nvidias Hardware der nächsten Generation einen ausreichend großen Performance-Vorsprung erzielen kann, um eine anhaltende Dominanz bei KI-Einsätzen zu rechtfertigen.

Rotation weg von Nvidia

Die relative Underperformance von Nvidia zählt in diesem Jahr zu den bemerkenswerteren Entwicklungen im Halbleitersektor.

Nach mehreren Jahren überdurchschnittlicher Kursgewinne scheinen viele Investoren Gewinne mitgenommen zu haben und in andere Bereiche der KI-Wertschöpfungskette umzuschichten, darunter Speicherchip-Hersteller und neu aufkommende KI-Infrastrukturunternehmen.

Intel ist in diesem Jahr um etwa 250% gestiegen, während Advanced Micro Devices rund 152% zugelegt hat.

Der iShares Semiconductor ETF legte im selben Zeitraum etwa 102% zu.

Die Verschiebung deutet darauf hin, dass Investoren zunehmend der Ansicht sind, ein Großteil des erwarteten Wachstums von Nvidia sei bereits im Aktienkurs eingepreist, obwohl die Nachfrage nach fortschrittlicher KI-Hardware nach wie vor stark ist.

Das Sentiment wurde zudem durch Sorgen über Exportbeschränkungen, die Verkäufe nach China beeinträchtigen, und durch grundsätzliche Fragen dazu belastet, wie lange Nvidia die außergewöhnlichen Wachstumsraten der letzten Jahre aufrechterhalten kann.

Ausbau der Robotik in China

Gleichzeitig erweitert Nvidia seinen Fokus über die traditionelle KI-Infrastruktur hinaus auf Robotik und physische KI.

Das Unternehmen verstärkt die Einstellungen für seine Robotik-Aktivitäten in China und schaltete laut einem auf dem offiziellen WeChat-Account veröffentlichten Stellenaufruf mehr als ein Dutzend Positionen in Peking, Shanghai und Shenzhen.

Die offenen Stellen umfassen verkörperte Intelligenz, Simulation, Implementierung und Lösungen.

Nvidia erklärte, das Robotik-Team habe zum Ziel, eine "führende Robotikplattform und ein Ökosystem aufzubauen, um Entwicklern und Unternehmen bei der Schaffung autonomer Maschinen zu helfen", mit dem Ziel, den Einsatz von Robotern von Forschungsumgebungen in reale Anwendungen zu beschleunigen.

Die Rekrutierungsoffensive unterstreicht Nvidias zunehmende Ausrichtung auf physische KI, die KI-Modelle mit Robotersystemen kombiniert, die die physische Welt wahrnehmen, Schlussfolgerungen ziehen und mit ihr interagieren können.

Laut den Stellenbeschreibungen werden Mitarbeiter an Technologien arbeiten, darunter das Foundation Model für humanoide Roboter Project GR00T, das physische Simulations-Weltmodell Cosmos und Nvidias GPU-beschleunigte Rechenplattformen.