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Warum steigt die Microsoft-Aktie heute um 4 %?

Warum steigt die Microsoft-Aktie heute um 4 %?
Ananthu C U
01. Juli 2026, 20:59 PM

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MSFT: Nachfrage nach Unternehmens‑KI

Kaufen: Microsoft (MSFT). Die fünfjährige Vereinbarung mit Haleon weitet Microsoft 365 Copilot und Azure in den globalen Geschäftsbereichen aus, gewinnt damit einen weiteren großen, wiederkehrenden Unternehmenskunden für KI und bestätigt, dass die Monetarisierung von KI vom Pilotstadium in die Rollout-Phase übergeht. Der Kursanstieg von 4 % spiegelt ein Nachholen des Marktes gegenüber nachhaltiger Nachfrage wider und nicht nur Hype. Hauptrisiko: Haleons Rollout fällt schwächer aus (langsamere Einführung, geringere Nutzerzahlen pro Lizenzplatz oder Kostenüberschreitungen) und Microsofts KI-Umsatzwachstum bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Kernrisiko: Haleon skaliert die Copilot-/Azure-Nutzung nicht schnell genug, sodass Microsofts KI‑Wachstum hinter den Erwartungen zurückbleibt.

MSFT: Kostendisziplin versus KI‑Ausgaben

Kaufen: Microsoft (MSFT) aufgrund des Szenarios „kleinere Entlassungen, größere KI‑Investitionen“. Wenn die gemeldeten Stellenstreichungen unter 2,5 % liegen und überwiegend zielgerichtet sind, kann Microsoft die Margen schützen und gleichzeitig in KI-Infrastruktur investieren – das stützt die Ergebnisqualität, während das Umsatzwachstum robust bleibt. Das ist eine bewertungsfreundliche Kombination: erwartetes KGV von ~21,5 bei verbesserter Kostenstruktur. Hauptrisiko: Die Entlassungen fallen umfangreicher aus oder treffen wichtige Engineering-/Vertriebsressourcen, verlangsamen die Azure-/KI‑Auslieferung und schmälern das Wachstum.

Kernrisiko: Die Entlassungen fallen größer aus oder treffen die falschen Teams, was die Azure-/KI‑Umsetzung und das Umsatzwachstum verlangsamt.

  • Microsoft steigt nach der Ausweitung der fünfjährigen KI‑Partnerschaft mit Haleon.
  • Microsoft plant Berichten zufolge Entlassungen im Zuge verstärkter KI-Investitionen.
  • Analysten bleiben hinsichtlich Microsofts langfristiger Wachstumsaussichten optimistisch.

Die Microsoft-Aktie MSFT stieg am Mittwoch um 4 % nachdem das Verbrauchergesundheitsunternehmen Haleon eine neue fünfjährige Vereinbarung ankündigte, um den Einsatz von Microsofts künstlicher Intelligenz, Cloud- und Datentechnologien in seinen weltweiten Geschäftsbereichen auszuweiten.

Die Partnerschaft stärkt Microsofts Position bei der unternehmensweiten Einführung von KI, während zugleich Berichte auftauchen, dass das Unternehmen eine weitere Entlassungsrunde vorbereitet, da es weiterhin stark in KI-Infrastruktur investiert.

Microsoft wird aktuell mit einem erwarteten zwölfmonatigen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21,52 gehandelt.

Haleon erweitert Microsofts KI‑Einsatz

Im Rahmen der fünfjährigen Vereinbarung wird Haleon den Einsatz von Microsoft 365 Copilot, Azure-Cloud-Diensten und Microsofts KI-Systemen im gesamten Unternehmen ausweiten.

Das Verbrauchergesundheitsunternehmen erklärte, die Technologie werde Routineaufgaben automatisieren, die Zusammenarbeit verbessern, die Sicherheit stärken und den Identitätsschutz in seinen KI-Systemen erhöhen.

Die Unternehmen planen außerdem, gemeinsam KI-Tools für Verbraucherforschung, Produktentwicklung, Lieferkettenmanagement und weitere Geschäftsbereiche zu entwickeln.

Haleon erklärte, diese Funktionen sollen Mitarbeitenden helfen, schnellere Entscheidungen zu treffen und die Markteinführung von Produkten für Verbraucher zu beschleunigen.

Die Vereinbarung baut auf der bestehenden Beziehung zwischen Haleon und Microsoft auf und unterstützt das Ziel des Unternehmens, bis 2030 eine weitere Milliarde Verbraucher zu erreichen.

Für Microsoft bedeutet der Deal einen weiteren großen Unternehmenskunden, der seine KI-Plattform übernimmt, und erweitert damit die kommerzielle Nutzung seiner KI-Angebote.

Microsoft bringt KI‑Investitionen und Kostensenkungen in Einklang

Die KI-Erweiterung erfolgt, während Microsoft Berichten zufolge plant, seine Belegschaft zu reduzieren.

Laut einem Bericht von Business Insider könnte das Unternehmen bereits nächste Woche Tausende von Stellenstreichungen ankündigen.

Die Entlassungen sollen weniger als 2,5 % der rund 228.000 Vollzeitbeschäftigten von Microsoft betreffen.

Die gemeldeten Kürzungen wären kleiner als die vorherige Entlassungsrunde des Unternehmens, als Microsoft etwa 4 % seiner Belegschaft abgebaut hat.

Während Entlassungen in der Xbox-Sparte nach anhaltendem Druck auf das Gaming-Geschäft weithin erwartet worden waren, heißt es in dem Bericht, dass auch Vertriebs- und Consulting-Positionen betroffen sein könnten.

Microsoft hat die gemeldeten Entlassungen nicht offiziell bestätigt.

Das Timing fällt mit dem Ende von Microsofts Geschäftsjahr am 30. Juni zusammen, einer Periode, in der das Unternehmen historisch gesehen Budgets, Personalstärke und strategische Prioritäten überprüft.

Die gemeldeten Stellenkürzungen spiegeln zudem einen breiteren Trend in der Technologiebranche wider, in dem Unternehmen weiterhin die Mitarbeiterzahl reduzieren und gleichzeitig verstärkt in KI-Infrastruktur investieren.

Bewertung und Analystenausblick bleiben günstig

Trotz eines Rückgangs von 23 % in der ersten Hälfte des Jahres 2026 wird Microsoft zunehmend als Value-Aktie angesehen, aufgrund seines Ergebnisprofils und des erwarteten Umsatzwachstums.

Laut MarketWatch-Autor Mark Hulbert zeigen historische Daten seit 1947, dass Value-Aktien in Perioden steigender Inflation, ähnlich der aktuellen wirtschaftlichen Lage, im Allgemeinen Growth-Aktien übertroffen haben.

Laut einem MarketWatch-Bericht wird erwartet, dass Microsoft den Umsatz bis 2028 mit mehr als dem zweifachen Tempo des S&P 500 steigern wird.

Auch die Analysten an der Wall Street bleiben insgesamt optimistisch bezüglich der Unternehmensperspektive.

Laut TipRanks bewerten 35 von 36 Analysten, die Microsoft abdecken, die Aktie mit Buy, während einer Hold empfiehlt. Keiner stuft sie mit Sell ein.

Das durchschnittliche 12‑Monate-Kursziel liegt bei $562.10 und impliziert rund 38 % Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs, was das anhaltende Vertrauen in Microsofts langfristige KI-Strategie und das Enterprise-Software-Geschäft widerspiegelt.