Invezz

Nikkei 225 beflügelt Asien; schwache US‑Jobsdaten dämpfen Fed‑Sorgen

Nikkei 225 beflügelt Asien; schwache US‑Jobsdaten dämpfen Fed‑Sorgen
Devesh Kumar
03. Juli 2026, 06:28 AM

Unterstützt von

Invezz
SOXX‑Erholung

Kaufen Sie Invesco SOXX (SOXX). Der schwache US‑Jobs‑Datensatz senkt die kurzfristigen Wahrscheinlichkeiten für Fed‑Zinserhöhungen, verringert den Druck durch den Diskontsatz, und der Artikel verweist auf Schnäppchenjagd bei Halbleitern nach einem heftigen Ausverkauf. Das bereitet eine Fortsetzungsrallye im Halbleitersektor vor, da die Liquidität nachlässt und Dip‑Buyer einsteigen.

Kernrisiko: Ein erneuter Anstieg der Erwartungen für Fed‑Zinserhöhungen (stärkere als erwartete US‑Daten), der die "Rate‑Relief"‑Rallye zerstört und die Halbleiter wieder nach unten zieht.

USDJPY – Rückkehr zum Mittelwert

Kaufen Sie Yen‑Exposure durch eine Long‑JPY‑Position (z. B. FXY oder eine direkte USDJPY‑Long‑Position). Der Dollar gab nach, da Händler den US‑Zinspfad neu bewerteten, während der Yen auf Mehrjahrzehnttiefs steht – was die Wahrscheinlichkeit einer Intervention erhöht oder zumindest eine stärkere Mean‑Reversion wahrscheinlicher macht, wenn die Zinsängste nachlassen.

Kernrisiko: Japan interveniert nicht und die US‑Renditen werden wieder höher bewertet, sodass USDJPY nahe den Tiefstständen verharrt und dem Yen keinen Spielraum gibt.

  • Asiatische Aktien steigen, da schwache US‑Jobsdaten kurzfristige Fed‑Zinssorgen abkühlen.
  • Kospi erholt sich, nachdem Schnäppchenjäger nach dem Ausverkauf am Donnerstag zurückkamen.
  • Yen stabilisiert sich nahe 161 pro Dollar, Interventionserwartungen aus Tokio bleiben bestehen.

Die asiatischen Märkte fanden am Freitag einen stabileren Boden, da Anleger einen schwächeren US-Arbeitsmarktbericht als Anlass nahmen, ihre Befürchtungen vor einer unmittelbaren Zinserhöhung der Federal Reserve zurückzufahren.

Die Bewegung war kein einfacher Risk‑on‑Schub. Sie fiel eher moderat aus.

Halbleiteraktien erholten sich nach einem heftigen Ausverkauf, regionale PMI‑Daten deuteten auf anhaltende Expansion hin, und der Dollar gab nach, als Händler den US‑Zinspfad neu einschätzten.

Da die Wall Street zum Unabhängigkeitstag geschlossen war, bot die geringere Liquidität Anlegern außerdem Raum, Positionen nach einer volatilen Woche neu zu ordnen.

Zinsentspannung stärkt Risikoneigung

Der breiteste MSCI‑Index für Asien‑Pazifik ohne Japan stieg um 1.3% und beendete damit eine zwei­tägige Verlustserie.

S&P 500 E‑mini‑Futures gewannen 0.3%, während Japans Nikkei frühe Verluste drehte und 0.7% zulegte.

Auslöser war der US‑Arbeitsmarkt. Die Nonfarm‑Payrolls stiegen im Juni nur um 57000, deutlich unter den Erwartungen, während die Zuwächse für April und Mai nach unten revidiert wurden.

Die Arbeitslosenquote sank von 4.3% auf 4.2%, doch diese Verbesserung wurde durch einen Rückgang der Erwerbsbeteiligung beschönigt.

Die Teilnahme am Arbeitsmarkt fiel auf 61.5%, den niedrigsten Stand seit März 2021.

Analysten von Westpac erklärten, die Daten schwächten das Argument für eine Fed‑Zinserhöhung in naher Zukunft.

Die Futures‑Preise zeigten, dass Anleger die Wahrscheinlichkeit erhöhten, dass die Zentralbank die Zinsen auf ihrer Sitzung im September unverändert lässt.

Schnäppchenjäger bei Halbleitern kehren zurück

Südkoreas Kospi war der auffälligste Markt und schwankte zwischen Gewinnen und Verlusten, bevor er um etwa 3% zulegte.

Die Erholung kam, als Anleger nach dem starken Ausverkauf am Donnerstag wieder in Halbleiterwerte zurückkehrten, die mit KI verknüpft sind.

Die Bewegung glich eher Schnäppchenjagd als einer klaren Stimmungswende.

Der Halbleiterhandel Südkoreas lieferte in diesem Jahr enorme Gewinne, doch die Rallye hat die Bewertungen anfällig für Gewinnmitnahmen und Bedenken wegen überfüllter Positionen gemacht.

Der Anstieg am Freitag deutete darauf hin, dass Anleger bereit sind, die KI‑Lieferketten‑Geschichte zu kaufen, wenn die Kurse schnell genug fallen.

Regionale Daten halfen ebenfalls.

Der japanische Dienstleistungs‑PMI kehrte im Juni in den Expansionsbereich zurück und stieg von 50.0 auf 52.2.

Der chinesische private Dienstleistungs‑PMI sank von 54.4 auf 54.1, blieb aber klar im Wachstumsbereich, wobei die Nachfrage aus dem Ausland im schnellsten Tempo seit 20 Monaten zunahm.

Dollar schwächer, Händler beobachten Tokio

Die Devisenmärkte spiegelten die Verschiebung der Zinserwartungen wider. Der Dollarindex fiel um 0.2% auf 100.80, während der US‑Dollar nahe 161.125 Yen kaum verändert blieb.

Händler bleiben wachsam gegenüber möglichen Interventionen Japans, nachdem der Yen auf Tiefststände mehrerer Jahrzehnte gefallen ist.

Über Nacht an der Wall Street schloss der S&P 500 nahezu unverändert und der Nasdaq gab 0.8% nach, während der Dow auf ein Rekordhoch schloss.

Die US‑Märkte sind am Freitag wegen des Unabhängigkeitstags geschlossen, sodass in Asien unter dünneren Bedingungen gehandelt wird.

Bei den Rohstoffen stieg Brent‑Crude um 0.5% auf $72.12 je Barrel, während Gold um 1.4% auf $4,179.73 kletterte, da der schwächere Dollar die Nachfrage nach Barren unterstützte.