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FTSE 100 steigt, da Shell Energiewerte trotz Bergbau‑Schwäche stärkt

FTSE 100 steigt, da Shell Energiewerte trotz Bergbau‑Schwäche stärkt
Rivanshi Rakhrai
07. Juli 2026, 14:42 PM

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Shell (SHEL)

Kaufempfehlung für Shell. Der Artikel berichtet, dass Shell seine Produktionsprognose für Gas im zweiten Quartal angehoben hat und erwartet, dass der Gashandel deutlich stärker ausfallen wird als im vorangegangenen Quartal – klare kurzfristige Fundamentaldaten, die die Aktie stützen können, selbst wenn andere FTSE‑Sektoren schwächeln. Die Stärke von Öl/Gas hebt bereits das gesamte Energieumfeld, sodass SHEL sowohl von unternehmensspezifischer Guidance als auch von sektorseitigem Momentum profitieren sollte.

Kernrisiko: Der Gashandel und die Produktionsprognose enttäuschen im nächsten Quartal und kehren die prognosegetriebene Rallye um.

Burberry (BRBY) / Diageo (DGE) / Unilever (ULVR)

Kauf defensiver Konsumwerte (Auswahl: BRBY, DGE oder ULVR). Der FTSE 100 hielt sich, weil verbraucherorientierte Aktien um 3%–3.7% zulegten, während Minen fielen – dies ist eine Rotation in stabilere Nachfragetitel. Wenn der Markt wegen geopolitischer Risiken nervös ist und Gold schwächer wird, tendieren Anleger dazu, Unternehmen mit planbareren Cashflows und Preissetzungsmacht zu bevorzugen.

Kernrisiko: Die Verbrauchernachfrage schwächt sich schneller als erwartet ab (oder die Margen geraten unter Druck), sodass die defensive Rotation ausbleiben könnte.

  • FTSE 100 steigt, da Shell den Energiesektor hebt und die Ölpreise zulegen.
  • Edelmetallminen fallen angesichts schwächerer Goldpreise und eines stärkeren Dollars.
  • Britische Hauspreise verzeichnen den ersten monatlichen Anstieg seit Februar.

Der britische FTSE 100 kletterte am Dienstag leicht, da Gewinne bei Energieaktien unter Führung von Shell Schwäche bei Edelmetallminen ausglichen.

Steigende Ölpreise und Stärke bei verbraucherorientierten Titeln stützten den Leitindex zusätzlich, während der Midcap-Index FTSE 250 schwächer gehandelt wurde.

Energieaktien führen die Marktzuwächse an

Der Blue‑Chip‑Index FTSE 100 stieg bis 10:57 GMT um 0.2% auf 10,673.85 Punkte.

Im Gegensatz dazu gab der Midcap‑Index FTSE 250 um 0.2% nach.

Energieaktien erwiesen sich während der Sitzung als die stärkste Branche.

Der Sektor legte um 1.9% zu, getragen vor allem von Kursgewinnen bei Shell und BP.

Shell zog um 2.4% an, nachdem der Ölkonzern seine Produktionsprognose für Gas im zweiten Quartal angehoben hatte.

Das Unternehmen deutete zudem an, dass der Gashandel im zweiten Quartal deutlich stärker ausfallen werde als im vorangegangenen Quartal.

Auch BP legte zu und gewann 0.9%, parallel zur breiteren Stärke im Energiesektor.

Verbraucherorientierte Werte stützen den Markt

Unternehmen mit Endverbraucherfokus gehörten ebenfalls zu den größten Treibern der FTSE‑100‑Zuwächse.

Burberry, Diageo und Unilever stiegen jeweils zwischen 3% und 3.7% und halfen, Schwächen in anderen Sektoren auszugleichen und den breiteren Markt zu stützen.

Ihre Gewinne ergänzten die Rallye bei den Energieaktien, sodass der Leitindex trotz Rückgängen in anderen Bereichen in positiven Bereichen verblieb.

Edelmetallminen unter Druck

Auf der Verliererseite fielen Edelmetallminen um 1.9%.

Der Sektor folgte den fallenden Goldpreisen, die durch einen stärkeren US‑Dollar unter Druck gerieten.

Der Rückgang der Bullion‑Preise belastete Bergbauunternehmen und begrenzte breitere Gewinne am britischen Aktienmarkt.

Geopolitische Entwicklungen bleiben im Fokus

Investoren verfolgten während der Handelssitzung auch geopolitische Entwicklungen.

Am Dienstag sagte der iranische Außenminister, Gespräche mit dem Ziel eines endgültigen Abkommens zwischen Teheran und Washington würden nicht beginnen, wenn die US‑Drohungen anhalten.

Die Äußerungen folgten darauf, dass der US‑Präsident Donald Trump gedroht hatte, "die Arbeit zu Ende zu bringen", falls kein Abkommen erzielt werde.

Am Dienstag begannen NATO‑Vertreter in der Türkei mit der Ankündigung von Rüstungsdeals im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar.

Die Ankündigungen unterstrichen die Bemühungen der Mitgliedsstaaten, auf US‑Appelle zu höheren Verteidigungsausgaben im Vorfeld eines Gipfels mit Präsident Donald Trump zu reagieren.

Britischer Wohnungsmarkt verzeichnet moderaten Monatszuwachs

In den inländischen Wirtschaftsdaten stiegen die britischen Hauspreise im Juni um 0.2% und verzeichneten damit ihren ersten monatlichen Anstieg seit Februar.

Lloyds erklärte, der jüngste Anstieg spiegele eine Verbesserung des Wohnungsmarkts im Berichtsmonat wider.

Die Bank warnte jedoch, dass der weitere Ausblick aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit ungewiss bleibe.

Insgesamt halfen die Stärke bei Energieaktien und verbraucherorientierten Unternehmen dem FTSE 100, höher zu bleiben, selbst als schwächere Edelmetallminen und vorsichtige Stimmung aufgrund globaler geopolitischer Entwicklungen weiterhin die Positionierung der Investoren beeinflussten.