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Britische Aktien fallen, AstraZeneca stürzt nach Studienrückschlag

Britische Aktien fallen, AstraZeneca stürzt nach Studienrückschlag
Rivanshi Rakhrai
09. Juli 2026, 14:14 PM

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Gold miners (FTSE 100/250) — buy

Buy UK gold miners (e.g., Fresnillo or other FTSE-listed miners). Der Artikel weist auf höhere Goldpreise sowie einen schwächeren US‑Dollar und Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund der Spannungen im Nahen Osten hin—Bedingungen, die typischerweise Gold stützen und die Margen der Bergbauunternehmen ausweiten.

Kernrisiko: Ein scharfer Goldrückgang (Risk‑On‑Rallye, stärkerer Dollar oder Deeskalation im Nahen Osten) und sinkende Gewinnerwartungen der Minenunternehmen.

AstraZeneca (AZN) — sell

Sell AstraZeneca. Die späte Wainua‑Studie verfehlte ihr primäres Ziel, und die Aktie wurde bereits stark abverkauft—das bedeutet, der Markt wird wahrscheinlich weiterhin künftige Cashflows und Zeitpläne für kardiovaskuläre/Rezidiv‑Endpunkte umbewerten. Das zieht auch das gesamte britische Pharmasegment nach unten und eröffnet Raum für weitere relative Schwäche.

Kernrisiko: Ein klarer, schneller Weg zu einer neuen erfolgreichen Studie oder einem regulatorischen Durchbruch, der das Vertrauen in die kardiovaskuläre Pipeline wiederherstellt.

  • FTSE 100 fällt, da geopolitische Spannungen die Stimmung belasten.
  • AstraZeneca fällt, nachdem eine späte Studie ihr primäres kardiovaskuläres Ziel verfehlte.
  • Playtech und Computacenter legen zu nach besser als erwarteten Geschäftsaussichten.

Der britische FTSE 100 gab am Donnerstag nach, da Anleger die wieder aufgeflammten Spannungen im Nahen Osten einschätzten, während der Pharma‑Riese AstraZeneca den Leitindex nach enttäuschenden Ergebnissen einer späten klinischen Studie belastete.

Der Blue‑Chip‑Index FTSE 100 fiel um 0,6 % auf 10.417,63 Punkte bis 10:45 GMT.

Im Gegensatz dazu legte der stärker auf den Binnenmarkt ausgerichtete FTSE 250 leicht um 0,1 % zu, was die gemischte Performance im breiteren britischen Aktienmarkt widerspiegelt.

Geopolitische Spannungen dämpfen die Anlegerstimmung

Die Anlegerstimmung blieb gedämpft nach neuen US‑Schlägen gegen den Iran, die die Aufmerksamkeit weiterhin auf die Entwicklungen im Nahen Osten lenkten.

Die Ölpreise zogen nach den Angriffen leicht an.

Allerdings beruhigten sich die Sorgen vor einer größeren Eskalation, nachdem US‑Präsident Donald Trump gesagt hatte, er erwarte nicht, dass der Konflikt in einen vollständigen Krieg eskaliere.

Trotz des moderaten Anstiegs der Rohölpreise fielen Energiewerte um 1 % und waren damit einer der schwächeren Sektoren während der Sitzung.

Marktteilnehmer verfolgten weiterhin geopolitische Entwicklungen wegen ihrer möglichen Auswirkungen auf die Inflation und die Zinsaussichten.

AstraZeneca zieht den Pharmasektor nach unten

Pharmaaktien verzeichneten den stärksten Sekturrückgang und fielen um 6,2 %, hauptsächlich bedingt durch deutliche Verluste bei AstraZeneca.

Die Aktie von AstraZeneca fiel um 9,2 %, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, dass sein Nervenmedikament Wainua, das in Partnerschaft mit dem US‑Unternehmen Ionis entwickelt wurde, in einer späten klinischen Studie das primäre Ziel verfehlt habe.

Die Studie verfehlte ihr Hauptziel, die kardiovaskulären Todesfälle und wiederkehrende herzbezogene Probleme zu reduzieren, woraufhin Anleger die Aktie verkauften und der breitere Pharmasektor nachgab.

Goldminen profitieren von höheren Goldpreisen

Während die meisten Sektoren schwächelten, schnitten Edelmetallminen besser ab als der Markt.

Der Sektor legte um 2,6 % zu, da die Goldpreise anstiegen, gestützt von einem schwächeren US‑Dollar, der die Attraktivität von Gold erhöhte.

Anleger suchten zudem weiter nach sicheren Häfen, während sie geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten beobachteten.

Die Gewinne bei Edelmetallminen kompensierten teilweise die an anderer Stelle im Markt zu beobachtende Schwäche.

Playtech legt nach starkem Ergebnis‑Ausblick kräftig zu

Unter den Mid‑Cap‑Aktien war Playtech der stärkste Wert.

Die Aktie des Glücksspielunternehmens sprang um 17,7 %, nachdem es einen bereinigten Kerngewinn für 2026 über den Markterwartungen prognostiziert hatte.

Das Unternehmen führte die positive Aussicht auf robustes Geschäftswachstum in den USA und Lateinamerika zurück, was Anleger ermutigte und die Aktie an die Spitze des FTSE 250 hob.

Computacenter steigt wegen Nachfrage nach KI‑Infrastruktur

Computacenter gehörte ebenfalls zu den auffälligsten Gewinnern des Tages im FTSE 100.

Der IT‑Dienstleister stieg um mehr als 7 %, nachdem er angekündigt hatte, seine Jahresergebnisse würden die Markterwartungen übertreffen.

Das Unternehmen erklärte, die stärkere Nachfrage nach KI‑bezogener Infrastruktur seitens Hyperscale‑Kunden in Nordamerika und im Vereinigten Königreich habe die verbesserte Prognose gestützt.

Das Update stärkte das Anlegervertrauen in anhaltende Unternehmensausgaben für KI‑Infrastruktur und half Computacenter, den breiteren Markt zu übertreffen, obwohl der FTSE 100 weiterhin unter dem Druck geopolitischer Unsicherheit und der Schwäche des Pharmasektors stand.