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Micron, AMD, Intel vorbörslich stark: Warum Chip-Aktien ein Comeback feiern

Micron, AMD, Intel vorbörslich stark: Warum Chip-Aktien ein Comeback feiern
Devesh Kumar
09. Juli 2026, 12:27 PM

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Micron (MU)

Kaufe Micron. Die Nachrichten zeigen, dass die KI‑Speichernachfrage real ist (Samsung verzeichnetes Rekordquartal durch KI) und die Wall Street stuft Speicher als strategisch statt nur zyklisch neu ein. UBS hat die DRAM‑Vertragspreisprognosen erhöht (DDR erwartet im 3. Quartal QoQ um 32 % zu steigen), und Bank of America bekräftigte ein Buy‑Rating mit einem sehr hohen Kursziel von $1.550 — das stützt sowohl die kurzfristige Preisentwicklung als auch die längerfristigen Ausgaben für KI‑Infrastruktur.

Kernrisiko: DRAM‑Preise steigen nicht (Vertragspreise drehen nach unten), was beweist, dass der Ausverkauf von einer Nachfrageschwäche und nicht von einer Bewertungs‑Panik getrieben war.

Intel (INTC)

Kaufe Intel für den Turnaround. Der Katalysator ist die Foundry‑Glaubwürdigkeit: HSBC verdoppelte sein Kursziel auf $200 und verweist auf Design‑Verpflichtungen, die in der zweiten Hälfte 2026 beginnen sollen, zudem Wachstumsimpulse bei Server‑CPUs und Foundry‑Optionalität. Die Erholung der Aktie ist eine Neubewertung des Pfads zur Umsetzung durch den Markt, nicht nur AI‑Hype.

Kernrisiko: Foundry‑Kunden von Intel ziehen Verpflichtungen zurück oder wandeln sie nicht in reale Produktionsaufträge um, wodurch der $200‑Pfad unerreichbar wird.

  • Micron erholt sich, während die Wall Street nach dem heftigen Chip‑Ausverkauf optimistisch bleibt.
  • Samsung und SK Hynix erholen sich, da Dip‑Buyer zu KI‑Speicheraktien zurückkehren.
  • Analysten sehen, dass die KI‑Speichernachfrage die Kursgewinne von Micron, AMD und Intel stützt.

Chip-Aktien standen am Donnerstag vor einer Erholung, da Anleger nach zwei heftigen Gewinnmitnahmen wieder in den KI‑Hardware‑Handel einstiegen.

Micron stieg im vorbörslichen Handel um 3,5 % auf $982,05, während AMD und Intel ebenfalls um mehr als 2,5 % zulegten, nachdem jüngste Zielpreiserhöhungen an der Wall Street etwas Vertrauen in den Sektor zurückgebracht hatten.

Die Erholung folgt auf einen kräftigen Ausverkauf in Korea, Japan und den USA, bei dem Anleger kurzzeitig hinterfragten, ob die KI‑Chip‑Rallye zu weit und zu schnell gelaufen sei.

Chip-Bullen kehren schnell zurück

Die Wende begann nach einem der stärksten weltweiten Chip‑Ausverkäufe des Jahres.

Samsung Electronics meldete am Dienstag einen vorläufigen operativen Gewinn für das zweite Quartal von 89,4 Billionen Won bei einem Umsatz von rund 171 Billionen Won und bestätigte damit ein Rekordquartal, das von der KI‑Speichernachfrage getragen wurde.

Statt zu steigen, verkauften sich koreanische Chip‑Aktien, da Anleger die Ergebnisse als 'Sell‑the‑News'‑Moment werteten.

Der südkoreanische Kospi fiel am Mittwoch in technisches Bärenmarkt‑Territorium und liegt damit 22,8 % unter seinem Höchststand vom 22. Juni.

Samsung verlor in dieser Sitzung 6,3 % und SK Hynix fiel um 5,7 %, womit sich ein zweitägiger Ausverkauf ausweitete, der auf Befürchtungen über überzogene KI‑Bewertungen, höhere Ölpreise und Zinsrisiken zurückzuführen ist.

Der frühere Verkauf war noch dramatischer: Der Kospi schloss die Vorwoche 7,9 % tiefer, SK Hynix verlor 14,6 %, Samsung 9,1 % und das japanische Kioxia stürzte um über 13,5 % ab, als sich der Memory‑Trade zurückbildete.

Bis Donnerstag kehrte das Dip‑Buying zurück. Kioxia stieg in Japan um 8,3 %, während Samsung und SK Hynix ebenfalls zulegten, da Anleger vor dem US‑Listing von SK Hynix wieder in Memory‑Titel zurückkehrten.

Die Wall Street glaubt nicht an die Panik

Der Grund für die Durchschlagskraft der Erholung ist, dass Analysten den Rücksetzer nicht als Bruch im KI‑Zyklus bewerten.

Vivek Arya von Bank of America bekräftigte ein Buy‑Rating für Micron und beließ das Kursziel bei $1.550.

Arya argumentierte, dass die globalen Ausgaben für Cloud‑ und KI‑Infrastruktur bis 2027 $1,5 Billionen erreichen könnten, wobei 35 %–40 % auf Speicherkomponenten entfallen würden.

Seiner Ansicht nach unterschätzen Investoren, wie sich Speicher von einem stark zyklischen Produkt zu einer strategischen KI‑Ressource wandelt.

Auch UBS blieb gegenüber Speicher optimistisch. Die Bank hob ihre Prognosen für DRAM‑Vertrags­preise an: DDR‑Preise sollen nun im dritten Quartal im Quartalsvergleich um 32 % steigen, fast doppelt so viel wie die zuvor erwarteten 17 %.

AMD hat sein eigenes Bull‑Case: Goldman‑Sachs‑Analyst James Schneider hob das Kursziel für AMD von $450 auf $640 an und nannte starke KI‑Nachfrage sowie die wachsende Rolle leistungsstarker CPUs in agentischen KI‑Workloads als Gründe.

Bei Intel geht es bei der Erholung eher um einen Turnaround: HSBC‑Analyst Frank Lee verdoppelte sein Intel‑Kursziel von $100 auf $200 und sagte, dass Server‑CPU‑Wachstum und das Foundry‑Geschäft mehr Wert liefern könnten, als Investoren erwarten.

HSBC erwartet, dass Design‑Verpflichtungen bei Intel Foundry in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 beginnen.

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Der nächste Meilenstein der Rallye

Die positiven Analystenkommentare beseitigen die Risiken nicht, und Intel ist das klarste Beispiel für dasselbe Phänomen.

HSBCs $200‑Ziel liegt weit über den breiteren Street‑Erwartungen, und die These hängt stark davon ab, dass Foundry‑Kunden frühe Gespräche in echte Design‑Verpflichtungen umwandeln.

Es gibt auch ein allgemeineres Bewertungsproblem: Die Bubble‑Risk‑Warnung der Bank of America für Technologie‑ und Halbleiteraktien Anfang dieses Monats zeigte, dass selbst optimistische Analysten beobachten, wie überlaufen dieser Trade geworden ist.

Die nächsten Prüfsteine kommen schnell: Die Nasdaq‑ADRs von SK Hynix sollen am 10. Juli in den Handel kommen, nachdem Reuters berichtete, dass der US‑Aktienverkauf im Umfang von $28 Milliarden mehr als siebenfach überzeichnet war.

Dieses Debüt wird ein Echtzeitmaß für die Anlegernachfrage nach KI‑Speicher‑Exponierung sein.