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Asiatische Aktien steigen stark, AI‑Chipfieber verdrängt neue Ölängste

Asiatische Aktien steigen stark, AI‑Chipfieber verdrängt neue Ölängste
Devesh Kumar
10. Juli 2026, 07:43 AM

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Kaufen: SOXX

Das KI‑Chipfieber setzt sich gegenüber Ölängsten durch: Breite Chip‑/KI‑Titel Asiens führten die Bewegung an, und der Philadelphia Semiconductor Index stieg um ~3 %; Investoren betrachten Rücksetzer weiterhin als Kaufgelegenheiten. Microns langfristiger US‑Investitionsplan bis 2035 untermauert, dass Ausgaben in der Lieferkette real sind und kein bloßer Hype. SOXX bietet diversifizierte Exponierung gegenüber demselben Faktor, der die Stärke in Korea und Japan antreibt.

Kernrisiko: Eine erneute Störung in der Straße von Hormus treibt die Inflation und die weltweiten Anleiherenditen nach oben, was hoch bewertete Chipaktien stark belastet.

Kaufen: SK Hynix (ADR: HXSY)

Das US‑Debüt von SK Hynix wurde zu 149 US‑Dollar bepreist und brachte beträchtliche Mittel ein, wodurch die Wall Street direkten Zugang zu High‑Bandwidth Memory (HBM) für KI‑Prozessoren erhielt. Die Notierung ist ein Katalysator für eine Bewertungs‑Neubewertung gegenüber den in Seoul notierten Aktien und kann zudem durch einen sogenannten „Peer‑Sympathie‑Effekt“ Samsung stützen, falls Investoren das gesamte Memory‑Segment belohnen.

Kernrisiko: Die US‑Nachfrage nach der ADR lässt nach dem Debüt nach (Bewertungsanpassung), wodurch die Neubewertungs‑These hinfällig werden könnte.

  • Asiatische Aktien steigen, da die Chip‑Erholung das Hormus‑Lieferkettenrisiko ausgleicht.
  • KOSPI legt deutlich zu, da Samsung und SK Hynix in Seoul Käufe bei Rücksetzern im KI‑Bereich anführen.
  • Das Nasdaq‑Debüt von SK Hynix über 26,5 Mrd. US‑Dollar testet heute die KI‑Nachfrage an der Wall Street.

Asiatische Märkte zogen am Freitag an, da Anleger den KI‑Trade dem Öl‑Schock vorzogen.

Die Aktienkurse stiegen in der gesamten Region deutlich, da Händler zu Chipherstellern zurückkehrten, obwohl erneute US‑Iran‑Angriffe die Erholung der Energielieferungen durch die Straße von Hormus verlangsamten.

Das zeigte, wie mächtig das Halbleiter‑Thema in Asien weiterhin ist. Allerdings barg die Rallye auch eine Warnung.

Brent‑Rohöl steht weiterhin vor seinem stärksten Wochengewinn seit Anfang Mai, und jede erneute Störung der Schifffahrt im Golf könnte schnell wieder Inflationserwartungen schüren und Druck auf globale Anleihen ausüben.

Chip‑Erholung treibt Asien an

Der breiteste MSCI‑Index für Asien‑Pazifik ohne Japan stieg um 1,3 %, gestützt durch Gewinne bei Chip‑ und KI‑nahen Aktien.

Japans Nikkei kletterte um 1,8 %, während Südkoreas KOSPI um 4 % zulegte und damit seine Position als deutlichster Ausdruck des KI‑Trades in der Region festigte.

Samsung Electronics stieg um 3 %, SK Hynix legte um 1 % zu, da Investoren nach einer volatilen Woche wieder in koreanische Speicherwerte einstiegen.

Der taiwanesische Markt war wegen eines Taifuns geschlossen, doch die regionale Stimmung besserte sich dennoch, nachdem der technologie­lastige Nasdaq an der Wall Street über Nacht höher geschlossen hatte.

Microns Plan, in den USA mehr als 250 Milliarden USD (ca. 218,1 Milliarden €) bis 2035 zu investieren, trug ebenfalls dazu bei, das Vertrauen in Ausgaben entlang der Chip‑Lieferkette wiederherzustellen.

Der Philadelphia Semiconductor Index stieg um 3 %, was zeigt, dass Investoren Rücksetzer in der Branche weiterhin als Kaufgelegenheit betrachten.

SK Hynix‑Debüt prüft die KI‑Nachfrage

Der Blick richtet sich jetzt auf das US‑Marktdebüt von SK Hynix.

Das Unternehmen bepreiste seine American Depositary Shares mit 149 US‑Dollar je Stück und sammelte damit rund 26,5 Milliarden USD (ca. 23,1 Milliarden €) ein — eine der größten Aktienplatzierungen im Zusammenhang mit dem KI‑Boom.

Die Notierung verschafft US‑Investoren direkten Zugang zu einem wichtigen Anbieter von High‑Bandwidth Memory (HBM), einer kritischen Komponente für fortgeschrittene KI‑Prozessoren.

Sie bietet zudem einen neuen Test dafür, ob die Wall Street nach der starken Rallye bereit ist, koreanischen Chipherstellern eine höhere Bewertung zuzugestehen.

Analysten von Jupiter Asset Management sehen die ADR‑Notierung als potenziell unterstützend für die in Seoul gelisteten Aktien von SK Hynix.

Sie erwarten zudem, dass eine Neubewertung von SK Hynix Samsung helfen könnte, insbesondere falls Samsung mehr Klarheit zu Ausschüttungen an Aktionäre schafft.

Öl‑ und Yen‑Risiken bleiben bestehen

Die Risikolage ist nicht verschwunden. Brent notierte nahe 76 US‑Dollar je Barrel und war auf dem Weg zu einem Wochenplus von etwa 5 %, da erneute Angriffe zwischen den USA und Iran den Fokus auf Hormus richteten.

Strategen von ATFX sagen, Anleger wirkten vorerst robust, seien aber weiterhin vorsichtig hinsichtlich unterbewerteter Ereignisrisiken, falls die Meerenge erneut schließen sollte.

In Japan stärkte sich der Yen auf rund 161,51 pro Dollar, nachdem Finanzministerin Satsuki Katayama gesagt hatte, die Regierung werde Möglichkeiten prüfen, Pensionsfonds, darunter den GPIF, zu ermuntern, mehr in heimische Anlagen zu investieren.

Das bot dem Yen vorübergehend Unterstützung.

Da Händler jedoch weiterhin 34 Basispunkte an US‑Zinserhöhungen in diesem Jahr einpreisen, bleiben Währungs‑ und Anleihevolatilität zentrale Risiken für die Rallye in Asien.