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Gold fällt, da eskalierender US‑Iran‑Konflikt Inflationssorgen schürt

Gold fällt, da eskalierender US‑Iran‑Konflikt Inflationssorgen schürt
Rivanshi Rakhrai
10. Juli 2026, 08:39 AM

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Long US‑Dollar (UUP)

Gold fällt, weil Investoren eine straffere Fed‑Politik und einen stärkeren USD einpreisen. Handeln Sie die zweite Phase: Da die Wahrscheinlichkeit für Zinsschritte von etwa 54 % auf 63 % gestiegen ist, dürfte der Dollar gegenüber nicht verzinslichen Vermögenswerten weiter Nachfrage finden. Kaufen Sie UUP, um den Währungs‑Gegenwind einzufangen, der Gold und andere Edelmetalle bereits belastet.

Kernrisiko: Die Fed‑Kommunikation wird klar dovish (oder die Inflation kühlt schnell ab), wodurch die Erwartungen für Zinserhöhungen zusammenbrechen und der Dollar sich umkehrt.

Short auf Gold (XAU/USD oder GLD)

Die eskalierenden US‑Iran‑Risiken treiben den Ölpreis und schüren Inflationsängste, doch die Marktreaktion ist restriktiv: Das FedWatch‑Tool der CME weist eine 63%-Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September aus und HSBC senkte die Goldprognosen für 2026–27 wegen eines stärkeren USD. Diese Kombination (höhere Realzinsen + stärkerer Dollar) ist aktuell der dominierende Treiber für Gold. Verkaufen Sie Gold über XAU/USD oder GLD, um den Druck durch anhaltend höhere Zinsen abzubilden, der die Nachfrage als sicheren Hafen überwiegt.

Kernrisiko: Ein starker Risk‑Off‑Schock, der die Realrenditen fallen lässt und trotz restriktiver Zinserwartungen eine Flucht in Gold auslöst.

  • Gold gab nach, da geopolitische Spannungen die Inflationserwartungen verstärkten.
  • Märkte erhöhten die September‑Wetten auf eine Fed‑Zinserhöhung angesichts steigender Ölpreise.
  • Platin und Palladium stiegen am Freitag, blieben aber Wochenverlierer.

Die Goldpreise gaben am Freitag leicht nach und steuerten auf einen Wochenverlust zu, da die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran Inflationssorgen verstärkten und die Erwartung untermauerten, dass die Federal Reserve einen restriktiven geldpolitischen Kurs beibehalten könnte.

Spot-Gold fiel um 0,1 % auf $4.115,79 pro Unze bis 06:01 GMT.

Das Edelmetall zeichnete damit für einen Wochenverlust von 1,4 % verantwortlich.

Unterdessen sanken US-Gold-Futures für die Lieferung im August um 0,4 % auf $4.124,90 pro Unze.

Geopolitische Spannungen verstärken Inflationssorgen

Der Rückgang beim Gold erfolgte, während die Ölpreise auf einen Wochengewinn zusteuerten vor dem Hintergrund anhaltender militärischer Gefechte zwischen den USA und dem Iran.

Irans Streitkräfte führten am Donnerstag Angriffe auf US-Militäreinrichtungen in den Golfstaaten durch.

Die Schläge folgten auf US-Militäreinsätze gegen Irans südliche Küsten- und östliche Provinzen Anfang der Woche.

Die jüngste Eskalation nährt die Befürchtung, dass höhere Energiepreise den Inflationsdruck verstärken könnten.

Infolgedessen haben Anleger zunehmend die Möglichkeit einkalkuliert, dass die Federal Reserve die Zinsen auf einem hohen Niveau halten oder sie in diesem Jahr sogar weiter anheben muss.

Märkte erhöhen Erwartungen für Zinsschritt im September

Nach dem FedWatch-Tool der CME preisen die Märkte inzwischen eine 63%-Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September ein.

Zum Vergleich: Vor einer Woche lag die Wahrscheinlichkeit bei rund 54 %, was eine deutliche Verschiebung der Markterwartungen im Zuge gestiegener geopolitischer Risiken widerspiegelt.

Höhere Zinsen reduzieren typischerweise die Attraktivität von nicht verzinslichen Anlageklassen wie Gold.

Obwohl das Metall weithin als Inflationsschutz gilt, erhöhen steigende Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold, da es keine Zinseinnahmen generiert.

Die veränderte Zinsprojektion belastet daher die Anlegerstimmung gegenüber Gold, trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit.

HSBC senkt langfristige Goldpreisprognosen

Separat senkte HSBC am Donnerstag ihre durchschnittlichen Goldpreisprognosen für 2026 und 2027.

Die Bank nannte einen restriktiveren Ausblick für die US-Geldpolitik sowie einen stärkeren US-Dollar als Hauptgründe für die revidierten Projektionen.

Ein stärkerer Dollar macht Gold für Inhaber anderer Währungen in der Regel teurer, was die Nachfrage dämpfen und zusätzlichen Druck auf die Preise ausüben kann.

Andere Edelmetalle mit Gewinnen, bleiben aber Wochenverlierer

Bei den anderen Edelmetallen blieb Silber am Freitag nahe $60 pro Unze weitgehend unverändert, hielt sich aber auf Kurs für einen Wochenrückgang.

Platin kletterte um 1,4 % auf $1.632,99 pro Unze, während Palladium um 1,9 % auf $1.270,54 pro Unze zulegte.

Trotz der Zugewinne am Freitag standen alle drei Metalle auf Kurs, die Woche mit Verlusten zu beenden, was die breitere Vorsicht der Anleger angesichts veränderter Zinserwartungen und erhöhter geopolitischer Unsicherheit widerspiegelt.

Gold stand derweil nach wie vor konkurrierenden Kräften gegenüber.

Während geopolitische Spannungen traditionell die Nachfrage nach sicheren Häfen stützen, überwogen die wachsenden Erwartungen strafferer Geldpolitik und höherer Zinsen diesen Effekt, sodass das Edelmetall auf Kurs für den ersten Wochenverlust in den jüngsten Sitzungen blieb.