Nvidia-Aktie wirkt wie eine gespannte Feder: Steht ein großer Ausbruch bevor?
KI-Sentiment: 78/100 Bullisch
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Kaufempfehlung für NVDA. Das technische Setup mit fallendem Keil plus Unterstützung am 200-Tage-EMA signalisiert eine Momentumwende. Die Bewertung ist günstiger als in der eigenen Historie (Forward-KGV ~22 vs. 5-Jahres ~43) und das PEG bei ~0,50, was Raum für eine Neubewertung des Multiples lässt. Beschleunigtes Umsatz- und Gewinnwachstum sowie die Historie großer Rückkäufe des Unternehmens (Erhöhung um $80B) sollten den Streubesitz verringern und die Aufwärtsbewegung Richtung $235 und anschließend $300 unterstützen.
Kernrisiko: Die AI-Capex verlangsamt sich schneller, als NVDA die Gewinne steigern kann, sodass der Markt das Multiple nach unten neu bewertet.
Verkaufsempfehlung für NVDA. Der Artikel hebt die zunehmende Konkurrenz durch Kunden hervor: OpenAI (Broadcom-Chip), Google TPUs sowie Microsoft- und Amazon-eigene Siliziumlösungen. Wenn die Hyperscaler weiterhin Ausgaben von GPU-Käufen hin zu eigener Chipnutzung verlagern, kann sich das Wachstumstempo von NVDA verlangsamen, selbst wenn die Umsätze noch steigen, wodurch die Erzählung vom „beschleunigten Wachstum“ bröckelt und die Aktie trotz Rückkäufen gedeckelt wird.
Kernrisiko: NVDA behält Preisgestaltungsmacht und Marktanteile, indem es nachweist, dass seine Plattform (Software + Networking + Full-Stack) hausinterne Chips übertrifft, sodass der Wettbewerb nicht in Margen- oder Volumenverlusten mündet.
- Die Nvidia-Aktie setzte ihre jüngste Erholung fort.
- Sie hat einen fallenden Keil ausgebildet, was auf weitere Kursgewinne hindeutet.
- Bewertungskennzahlen deuten darauf hin, dass das Unternehmen günstig bewertet ist.
Die Nvidia-Aktie setzte heute ihre Erholung fort, erreichte ihren höchsten Stand seit dem 22. Juni und liegt damit 10% über ihrem Tief im Juni. Diese Erholung könnte anhalten, da die Aktie einen fallenden Keil ausbildet und Umsatz- sowie Gewinnwachstum anziehen.
Die Nvidia-Aktie ist günstig bewertet, was zu weiteren Rückkäufen führen könnte
Die Nvidia NVDA-Aktie geriet in den letzten Monaten unter Druck und lieferten gegenüber vielen der größten Gewinner des Marktes dieses Jahr schlechtere Renditen. Die Aktie liegt bisher rund 10% im Jahresverlauf und unterperformt damit deutlich den Nasdaq-100-Index, der im gleichen Zeitraum 15,7% zulegte.
Diese Entwicklung hat die Nvidia-Aktie zu einem Schnäppchen gemacht: Das Forward-KGV liegt bei 22. Damit ist das Multiple leicht höher als das des S&P-500-Index, das bei 21 steht, und deutlich niedriger als das Fünfjahres-Multiple von 43.
Eine DCF-Bewertung von Simply Wall St. setzt den Fair Value bei $220 an, was bedeutet, dass die Aktie etwa 7,7% unter ihrem fairen Wert gehandelt wird. Ebenso ist das Forward-PEG auf 0,50 gefallen, unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 1,46.
Diese Bewertungskennzahlen sprechen dafür, dass das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm ausweiten könnte. Im letzten Ergebnisbericht erhöhte es die Rückkäufe um $80 billion. In den vergangenen Jahren hat es die ausstehenden Aktien reduziert, von 24,3 billionen im Jahr 2023 auf 24,2 billionen.
Das Wachstumstempo setzt sich fort, aber Risiken bleiben bestehen
Die Nvidia-Aktie könnte vom steigenden Umsatz- und Gewinnwachstum profitieren, wie jüngste Zahlen zu Umsatz und Profitabilität zeigen. Die aktuellsten Daten ergaben, dass der Umsatz um 85% auf $81.6 billion stieg, da Unternehmen ihre Investitionsausgaben fortsetzten.
Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die robuste Investitionsbereitschaft auch im letzten Quartal anhielt, wie die jüngsten Ergebnisberichte von Unternehmen wie Samsung und Micron zeigen. Zudem haben die meisten Hyperscaler wie Microsoft und Amazon ihre Ausgaben weiter erhöht.
Analysten erwarten, dass das Geschäft weiter stark bleibt. Der durchschnittliche Schätzwert geht davon aus, dass der Umsatz im letzten Quartal um 96,2% auf $91.75 billion gestiegen ist. Für dieses Quartal wird ein Anstieg um 80% erwartet, und der Jahresumsatz könnte $400 billion erreichen.
Nvidia ist auch in das CPU-Geschäft eingestiegen, das vom Boom im AI-Agenten-Sektor profitieren dürfte. Das Unternehmen prognostiziert, dass das CPU-Geschäft dieses Jahr auf über $20 billion ansteigen wird (Quelle).
Nvidia sieht sich allerdings einigen großen Herausforderungen gegenüber, darunter ein zunehmender Wettbewerbsdruck durch eigene Kunden. OpenAI hat bereits seinen Chip vorgestellt, der in Kooperation mit Broadcom gefertigt wird. Google erhöht die Produktion seiner TPUs, während Microsoft und Amazon an eigenen Chips arbeiten.
Außerdem besteht die Möglichkeit, dass das Rechenzentrumssegment mit der Zeit an Tempo verliert. So hat New York als erster Bundesstaat ein Moratorium für Rechenzentren verhängt, und weitere Staaten könnten folgen. Daten zeigen tatsächlich, dass Rechenzentrumsprojekte im Wert von $64 billion abgesagt wurden.
Technische Analyse des NVDA-Aktienkurses
Nvidia-Aktienchart | Quelle: TradingView
Der Tageschart zeigt, dass sich der NVDA-Kurs kurzfristig erholen könnte. Er hat einen fallenden Keil ausgebildet und notiert nun leicht über dessen oberer Begrenzung.
Die Aktie fand zudem starken Halt am 200-Tage-EMA (Exponentieller gleitender Durchschnitt). Gleichzeitig befindet sich die Aktie innerhalb der Ichimoku-Wolke.
Daher dürfte die Aktie voraussichtlich weiter steigen, da die Bullen das Allzeithoch von $235 anvisieren. Ein Ausbruch darüber könnte den Kurs bis zum nächsten wichtigen Widerstand bei $300 treiben.
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