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Europäische Aktien geben nach angesichts US‑Iran‑Spannungen

Europäische Aktien geben nach angesichts US‑Iran‑Spannungen
Rivanshi Rakhrai
20. Juli 2026, 09:48 AM

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Brent-gebundene Energie-Beta

Kauf: iShares STOXX Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF (oder jedes liquide europäische Öl‑&‑Gas-ETF, das den STOXX Europe 600 Energy abbildet). Das Öl steigt über 90 $ und das Risiko in der Straße von Hormuz nimmt zu, was den Rohölkurs stützen und die Cashflows im Upstream- und Midstream-Bereich erhöhen sollte. Dies kompensiert außerdem die breite Schwäche Europas infolge von Inflationsängsten.

Kernrisiko: Eine Deeskalation, die das Öl schnell wieder unter 90 $ drückt und die Gewinnerwartungen im Energiesektor zerschlägt.

Ryanair: Treibstoffkosten drücken

Verkauf: Ryanair (RYAAY / RY4 an der LSE). Der Artikel hebt den Druck durch Treibstoffkosten hervor und zeigt bereits einen Gewinnrückgang, wobei die Aktie um rund 6% gefallen ist. Bleiben die Ölpreise bis in die Berichtssaison hinein erhöht, drohen Fluggesellschaften Margenkompression und Widerstand bei den Tarifen, wodurch die Aktie unter Druck bleibt.

Kernrisiko: Treibstoff-Hedges und/oder ein drastischer Ölpreisrückgang, der Ryanair erlaubt, Margen zu schützen und die Aktie höher zu bewerten.

  • Europäische Aktien gaben nach, als geopolitische Spannungen die Ölpreise nach oben trieben.
  • Energieaktien legten zu, während Reisewerte aufgrund von Sorgen über Treibstoffkosten fielen.
  • Anleger warteten auf Unternehmensbilanzen und die Zinsentscheidung der EZB.

Europäische Aktien notierten am Montag tiefer, da eskalierende Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran die Ölpreise nach oben trieben und vor einer neuen Berichtssaison Inflationssorgen schürten.

Investoren richteten zudem ihre Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden Ergebnisse großer US-Technologieunternehmen und die geldpolitische Sitzung der Europäischen Zentralbank später in dieser Woche.

Geopolitische Spannungen belasten europäische Märkte

Der pan-europäische STOXX 600-Index sank um 0,2% auf 640,45 Punkte, da Anleger die Auswirkungen des anhaltenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran bewerteten.

Die Stimmung blieb vorsichtig, nachdem US-Angriffe auf den Iran in den neunten Tag in Folge gegangen waren.

Die Sorgen um die weltweiten Energieversorgung verschärften sich, da die Risiken für die Schifffahrt durch die Straße von Hormuz nach Berichten über immobilisierte Tanker zunahmen.

Die Entwicklungen trieben den Brent-Preis erstmals seit einem Monat wieder über 90 $ pro Barrel.

Höhere Ölpreise nährten erneut die Befürchtung, dass der Inflationsdruck zunehmen könnte, was die Aussichten für Zinssätze und Unternehmensprofitabilität beeinträchtigen könnte.

Energieaktien legen zu, Reisesektor schwächt sich ab

Der Anstieg der Rohölpreise stützte die Gewinne im Energiesektor.

Der europäische Energieindex stieg um 1,4%, da Anleger aufgrund höherer Rohstoffpreise mit stärkeren Umsätzen bei Öl- und Gaskonzernen rechneten.

Im Gegensatz dazu geriet der Reise- und Freizeitsektor unter Druck und fiel um 1,3%.

Investoren befürchteten weiterhin, dass erhöhte Treibstoffpreise die Betriebskosten von Fluggesellschaften und anderen reiserelevanten Unternehmen erhöhen könnten.

Die Aktien von Ryanair fielen um 5,71%, nachdem das Unternehmen einen Gewinnrückgang im ersten Quartal gemeldet hatte.

Die Fluggesellschaft führte das schwächere Ergebnis auf höhere Treibstoffkosten und niedrigere Tarife zurück, was den Druck auf die Luftfahrtbranche trotz anhaltender Passagiernachfrage verdeutlicht.

Technologieaktien legen vor wichtigen Zahlen zu

Technologieaktien trugen etwas zur Unterstützung des breiteren Marktes bei; der Sektor stieg um 0,4%.

Die Anleger richteten ihre Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden Quartalsberichte großer US-Technologieunternehmen.

Von den Ergebnissen wird erwartet, dass sie der von künstlicher Intelligenz angetriebenen Rally neuen Schwung verleihen — oder diese auf die Probe stellen könnten, die in den letzten Monaten die globalen Aktienmärkte dominierte.

Letzte Woche konnten positive Entwicklungen im Halbleitersektor jedoch keine anhaltende Marktreaktion auslösen.

Eine optimistische Prognose von ASML und starke Quartalsergebnisse von TSMC hoben die Anlegerstimmung nicht deutlich, was darauf hindeutet, dass die Märkte möglicherweise stärkere Katalysatoren suchen, bevor sie die jüngsten Gewinne ausweiten.

EZB-Sitzung im Fokus

Neben den Unternehmensbilanzen bereiten sich Anleger auch auf die geldpolitische Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) später in dieser Woche vor.

Es wird weithin erwartet, dass die Zentralbank die Leitzinsen unverändert lässt.

Marktteilnehmer werden die Sitzung genau beobachten, um Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs zu erhalten, zumal steigende Ölpreise die Sorge verstärken, dass die Inflation hoch bleiben könnte.

Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, höheren Energiepreisen, der bevorstehenden Berichtssaison und der geldpolitischen Entscheidung der EZB dürfte weiterhin der primäre Fokus der Anleger bleiben.