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FTSE 100 fällt – steigende Ölpreise und politische Unsicherheit drücken die Stimmung

FTSE 100 fällt – steigende Ölpreise und politische Unsicherheit drücken die Stimmung
Rivanshi Rakhrai
20. Juli 2026, 14:16 PM

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Shell (SHEL)

Kaufen Sie Shell. Höheres Brent (90 $+) und das Risiko für die Schifffahrt durch Hormus sind positiv für die Cashflows und die Margen integrierter Ölkonzerne; der Markt bestraft bereits energiekostenempfindliche Sektoren, während Shell direkt von einem starken Rohölmarkt und möglichen Angebotsstörungen profitiert.

Kernrisiko: Die Ölpreise fallen schnell (Deeskalation mit Iran oder Nachfrageschock) und Rohöl kehrt zum Mittelwert zurück, was den Margenvorteil zunichtemacht.

Ryanair (RYAAY)

Verkaufen Sie Ryanair. Die Aktie steht bereits unter Druck nach dem Gewinnrückgang, und das Management warnte, dass die Sommerpreise wegen Iran-bezogener Unsicherheit und eines schwächeren makroökonomischen Umfelds unter Druck geraten könnten – höhere Treibstoffkosten belasten zudem das Airline-Geschäft und die Verbrauchernachfrage.

Kernrisiko: Die Reiselust bleibt robust und Treibstoffabsicherungen/Preisgestaltung auf bestimmten Strecken schützen die Margen, sodass die Warnung als einmalig erscheint.

  • FTSE 100 verliert, da Iran-Spannungen die Ölpreise über 90 $ treiben.
  • Anleger prüfen Andy Burnhams Führung und die fiskalpolitische Perspektive genau.
  • Ryanair rutscht ab nach schwächerem Gewinn und vorsichtiger Prognose für die Sommersaison.

Der Londoner FTSE 100 gab am Montag leicht nach, da die eskalierenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran Besorgnis über den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus auslösten.

Investoren richteten ihren Blick zudem auf den politischen Wechsel in Großbritannien, da Andy Burnham sich auf die Amtsübernahme als neuer Premierminister des Landes vorbereitete.

Der Blue-Chip-Index FTSE 100 fiel um 0,5% auf 10,543.91 Punkte bis 1052 GMT.

Der Midcap-Index FTSE 250 gab um 0,1% nach.

Die Marktstimmung blieb unter Druck, da die US-Angriffe auf Iran in den neunten Tag in Folge gingen.

Die Sorge um die Sicherheit der Schifffahrt durch die Straße von Hormus nahm zu, nachdem berichtet wurde, dass Tanker manövrierunfähig geworden seien.

Brent-Rohölpreise stiegen erstmals seit einem Monat über 90 $ pro Barrel, was die Befürchtungen hinsichtlich Inflation und Wirtschaftswachstum verstärkte.

Energiesensible Sektoren geraten unter Druck

Höhere Ölpreise belasteten Branchen, die besonders empfindlich auf Energiekosten reagieren.

Der Automobilsektor verlor 1%, während der Reise- und Freizeitsektor um 0,7% nachgab.

Investoren befürchteten, dass steigende Treibstoffpreise die Betriebskosten der Unternehmen erhöhen und zugleich die Konsumausgaben dämpfen könnten.

Der erneute Anstieg der Ölpreise verstärkte die Angst, dass die Inflation erhöht bleiben könnte und damit die Erwartungen an künftige Zinsschritte beeinflusst werden könnten.

Investoren bewerten den politischen Übergang im Vereinigten Königreich

Marktteilnehmer verfolgten auch die Entwicklungen in der britischen Politik, da Andy Burnham als siebter Premierminister des Landes innerhalb eines Jahrzehnts Keir Starmer nachfolgen sollte.

Burnham hat sich verpflichtet, die steigenden Lebenshaltungskosten anzugehen und angeschlagene öffentliche Dienste zu verbessern.

Investoren beobachteten den Übergang genau auf mögliche politische Signale, insbesondere in Bezug auf fiskalische Prioritäten und staatliche Ausgaben.

Die Renditen britischer Staatsanleihen stiegen leicht an, während Investoren abschätzten, was eine neue Labour-Regierung für die Fiskalpolitik und die öffentlichen Ausgaben bedeuten könnte.

Der politische Wechsel fügte den Märkten, die bereits auf geopolitische Entwicklungen und Inflationsrisiken fokussiert waren, eine weitere Unsicherheitsebene hinzu.

Technologieaktien legen zu

Trotz der breiteren Marktschwäche boten Technologieaktien teilweise Unterstützung.

Der Technologiesektor stieg um 0,5% und führte die Gewinne unter den großen Sektoren an, da Anleger den Blick auf die Quartalszahlen großer US-Technologiekonzerne richteten.

Die bevorstehenden Ergebnisse dürften einen weiteren Test der durch künstliche Intelligenz getriebenen Rallye darstellen, die globale Technologiewerte gestützt hat.

Ryanair- und Big Yellow-Aktien geben nach

Unter den Einzeltiteln gehörte Ryanair zu den größten Verlierern.

Die Aktien der Billigfluggesellschaft fielen um 7,2%, nachdem das Unternehmen einen Einbruch des Gewinns im ersten Quartal um ein Drittel meldete.

Ryanair warnte außerdem, dass die Ticketpreise im Sommer aufgrund der Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt und des allgemein schwächeren makroökonomischen Umfelds unter Druck geraten könnten.

Unterdessen fielen die Aktien des Self-Storage-Unternehmens Big Yellow um 2%, nachdem das Unternehmen einen Rückgang der Belegungsraten im ersten Quartal meldete.

Die Kombination aus zunehmenden geopolitischen Spannungen, höheren Ölpreisen und politischen Entwicklungen in Großbritannien hielt die Anleger vorsichtig und führte zu moderaten Verlusten an den Londoner Aktienmärkten.