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Jim Cramer nennt Intel vor den Zahlen eine „Wunderaktie”

Jim Cramer nennt Intel vor den Zahlen eine „Wunderaktie”
Wajeeh Khan
23. Juli 2026, 05:14 AM

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INTC

Intel (INTC) vor oder nach den Quartalszahlen kaufen. Die Ausgangslage ist ein glaubwürdiger Foundry-Turnaround: High-NA EUV in aktiver Produktion, bedeutende Kundenaufträge (Apple-Partnerschaft, Fortinet-Deal) und eine klare inländische Kapazitätsstory (Ohio + Arizona). Die Optionspreise spiegeln bereits Aufwärtserwartungen wider (bullisher Put/Call-Skew; Upside-Strike nahe $114), und die Aktie notiert mit ihrem 20-Tage-MA bei diesem Niveau — ein entschlossener, durch die Quartalszahlen ausgelöster Ausbruch könnte die Bewegung verlängern.

Kernrisiko: Ein Gewinnrückgang bei Intel oder eine enttäuschende Prognose, die ausreichend ist, um das $114-Niveau zu durchbrechen und zu zeigen, dass die Meilensteine des Turnarounds sich nicht in kurzfristigen finanziellen Ergebnissen niederschlagen.

SOXX

Den Halbleiter-Block über den iShares Semiconductor ETF (SOXX) kaufen. Sollte INTC nach den Zahlen ausbrechen, zieht das die Stimmung und die Glaubwürdigkeit als „KI-fähige Foundry“ für die gesamte Gruppe nach oben und hebt die Peer-Aktien, selbst wenn diese noch nicht berichtet haben. Das reduziert Einzelwert-Risiko und erfasst gleichzeitig das Sektormomentum, das durch den bullischen Options-Skew und das technische $114-Niveau angezeigt wird.

Kernrisiko: Eine breite Risk-off-Bewegung oder enttäuschende Sektorergebnisse bzw. eine schwächere KI-Nachfrage, die jeglichen INTC-spezifischen Optimismus überlagert.

  • Jim Cramer bestätigt Intel als seine bevorzugte Chip-Aktie.
  • Warum er vor den Quartalszahlen bullish auf INTC ist.
  • Die Intel-Aktie liegt derzeit seit Jahresbeginn über 150 % im Plus.

Der bekannte Investor Jim Cramer hat Intel INTC vor den Q2-Zahlen des Konzerns, die heute (23. Juli) nach Börsenschluss veröffentlicht werden, zur „Wunderaktie“ erklärt.

In einem jüngsten Beitrag bei CNBC bekräftigte der ehemalige Hedgefonds-Manager außerdem, dass INTC weiterhin seine bevorzugte Wahl im Chip-Sektor ist.

Der Konsens geht davon aus, dass das Halbleiterunternehmen einen Gewinn von $0.22 je Aktie bei 14,4 Milliarden USD (ca. 12,6 Milliarden €) Umsatz berichten wird, was einem Anstieg von etwa 12 % im Jahresvergleich entspricht.

Vor den Zahlen liegen die Intel-Aktien gegenüber Jahresbeginn (2026) um rund 150 % im Plus.

Warum Cramer vor den Zahlen bullish auf Intel ist

Diese Woche in „Squawk on the Street“ lobte Cramer den CEO Lip-Bu Tan dafür, dass er bei Intel eine schnelle operative Wende eingeleitet habe, und bemerkte, dass Branchenführer – darunter Jensen Huang von Nvidia – ihn als den Besten der Branche ansehen.

Der Mad Money-Moderator führte seinen Optimismus hauptsächlich auf Intel Foundry zurück, das 2026 mehrere wichtige Meilensteine erreicht hat, darunter eine Fertigungsvereinbarung mit Fortinet, eine hochkarätige Chip-Partnerschaft mit Apple und Zusagen des Milliardärs Elon Musks Projekt „Terafab“.

INTC ist zudem der erste Halbleiterhersteller weltweit, der ASMLs High-NA EUV (0.55 NA) Scanner in die aktive Hochvolumenproduktion für zentrale Schichten seiner Panther Lake (Core Ultra Series 3)-Prozessorlinie integriert hat.

Was INTC kurzfristig weiter nach oben treiben könnte

Im Hinblick auf jüngste Spekulationen zu SK Hynix und Intels Campus in New Albany, Ohio, betonte Cramer, dass inländische Fertigungskapazität weiterhin entscheidend ist, um die globale KI-Nachfrage zu bedienen.

Während das frühere Management den Ausbau des Ohio-Standorts als zu aggressiv betrachtete, stellte der bekannte Investor fest, dass die Aktie deutlich steigen könnte, wenn Tan einen entschlossenen Ausbau in Ohio parallel zum Ausbau in Arizona signalisiert.

Seiner Aussage nach verleiht Lip-Bu Tans Ansehen im Silicon Valley den Investoren großes Vertrauen – er wiederholte, dass das, „was er bei Intel geleistet hat, nichts weniger als ein Wunder ist”.

Das heißt jedoch: INTC wird derzeit mit dem 154-fachen der erwarteten Gewinne (Forward P/E) gehandelt, was die Aktie in jeder Hinsicht teuer erscheinen lässt.

Was die Optionspreise für Intels Richtung andeuten

Trotz Bewertungsbedenken bleibt der Derivatemarkt positiv hinsichtlich der Aussichten für INTC-Aktien.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels liegt das Put/Call-Verhältnis für Optionskontrakte mit Fälligkeit am 24. Juli bei 0.66 – ein Hinweis auf eine starke bullische Verzerrung.

Und die obere Preiserwartung für diese Kontrakte liegt aktuell bei fast $114, was auf ein Potenzial für eine Rallye von mehr als 10 % bis zum Ende dieser Woche hindeutet.

Interessanterweise liegt der 20-Tage-Durchschnitt (MA) der Halbleiteraktie derzeit genau um das $114-Niveau.

Das bedeutet: Wenn die bevorstehenden Zahlen zu einem klaren Durchbruch über $114 führen, könnte die Aufwärtsdynamik kurzfristig anhalten oder sich sogar weiter ausdehnen.