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Morgan-Stanley-Aktie im Fokus: Goldman Sachs prognostiziert M&A-Boom

Morgan-Stanley-Aktie im Fokus: Goldman Sachs prognostiziert M&A-Boom
Crispus Nyaga
23. Juli 2026, 14:07 PM

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Morgan Stanley (MS)

MS kaufen. Goldmans Einschätzung deutet darauf hin, dass M&A- und Kapitalmarktaktivität unterbewertet sind, was das Investmentbanking sowie das Debt-/ECM-Pipelinegeschäft von MS direkt stärkt. Der Artikel zeigt, dass MS bereits Marktanteile gewinnt (Top-3 im M&A- und ECM-Bookrunning; starkes Nettoumsatzwachstum +27 % ggü. Vorjahr; geringe Kreditausfälle; rekordverdächtige Nettozuflüsse im Wealth-Bereich). Technische Indikatoren liefern einen Katalysator: Ein klarer Ausbruch über $230 (Doppel-Top-Nackenlinie/Widerstand) sollte Momentum in Richtung ca. $250 auslösen.

Kernrisiko: Der M&A-Boom bleibt aus oder wird schnell neu bewertet, sodass Volumen und Gebühren nicht steigen und die Bewertung von MS trotz guter Ergebnisse nach unten revidiert wird.

JPMorgan & Goldman (JPM/GS)

JPM und GS kaufen als ‚picks-and-shovels‘-Profiteure derselben M&A-Beschleunigung. Wenn der Markt die Deal-Aktivität unterpreist, sollten die größten und am breitesten aufgestellten Deal-Plattformen überproportionale Marktanteile gewinnen und weiterhin Mandate erhalten, wodurch sich der positive Rückkopplungseffekt auf Handels- und Finanzierungsumsätze verstärkt.

Kernrisiko: Regulatorische oder Finanzierungsbedingungen verschärfen sich (Deal-Genehmigungen stocken oder Credit Spreads weiten sich), wodurch die Zahl der angekündigten Transaktionen sinkt und die Gebührenerwartungen massiv beeinträchtigt werden.

  • Die Morgan-Stanley-Aktie hat nach ihren starken Finanzergebnissen geschwankt.
  • Goldman Sachs prognostiziert, dass M&A-Transaktionen in diesem Jahr weiter zunehmen werden.
  • Die technische Analyse deutet darauf hin, dass die MS-Aktie die Doppel-Top-Formation überwinden muss.

Die Morgan-Stanley-Aktie hat zuletzt geschwankt, obwohl das Wall-Street-Unternehmen starke Finanzergebnisse vorlegte. MS wurde bei $218 gehandelt, einige Punkte unter dem Allzeithoch von $232. Diese Konsolidierung könnte nach einer zentralen Prognose von Goldman Sachs zu einer starken Erholung führen.

Zentrale Goldman-Sachs-Prognose könnte MS-Aktie beflügeln

Morgan Stanley profitiert in diesem Jahr in den USA von maßgeblichen Trends. Mega-Börsengänge (IPOs) nehmen zu, und Analysten erwarten, dass Fusionen und Übernahmen (M&A) kurzfristig an Fahrt gewinnen werden. 

Morgan Stanley gehörte zu den Banken, die vom jüngsten SpaceX-IPO profitierten. Schätzungen zufolge erzielte die Bank dabei über $100 Millionen.

Die Bank dürfte voraussichtlich von weiteren IPOs profitieren, darunter Unternehmen wie Anthropic und OpenAI. 

Vor allem sagen Goldman-Sachs-Analysten voraus, dass der M&A-Boom noch nicht beendet ist. Angekündigte M&A-Deals sind in diesem Jahr um 32 % auf $1,2 Billionen gestiegen. Die Anzahl der angekündigten Transaktionen ist im gleichen Zeitraum um 12 % gestiegen. 

In einem Bericht erklärte die Bank, dieser Trend werde anhalten, gestützt durch ein stetiges Wirtschaftswachstum, ein hohes Vertrauen der CEOs und einen günstigen regulatorischen Rahmen. Die Bank fügte hinzu: 

„Wahrscheinliche M&A-Ziele sollten von dem anhaltenden Anstieg der M&A-Aktivität profitieren, der in ihren Bewertungen offenbar noch nicht vollständig eingepreist ist.“

Wenn dies zutrifft, wäre Morgan Stanley einer der Hauptprofiteure. Dealogic-Daten schätzen, dass sie in diesem Jahr im M&A-Geschäft hinter Goldman und JPMorgan auf Rang drei liegt. Sie war an Transaktionen im Umfang von über $831 Milliarden beteiligt. 

Zudem rangiert das Unternehmen auf Platz drei im Equity Capital Markets (ECM)-Bookrunning, wobei das Volumen seiner Deals auf $51 Milliarden gestiegen ist. Es ist auch zu einem wichtigen Akteur im Debt-Raising-Geschäft geworden.

Diese Zahlen werden durch seine jüngsten Finanzergebnisse bestätigt, die zeigten, dass der Nettoumsatz gegenüber dem Vorjahr um 27 % auf $21,3 Milliarden gestiegen ist. Dies entsprach einem Anstieg um $1 Milliarde gegenüber dem Vorquartal. 

Die Erträge aus Institutional Securities stiegen um 44 % auf $11 Milliarden, während das Wealth- und Investment-Management um 14 % bzw. 6 % zunahm. Diese stiegen auf $8,8 Milliarden bzw. $1,6 Milliarden. Bemerkenswert ist, dass die Vorsorge für Kreditausfälle im Quartal auf nur noch $98 Millionen sank. CEO Ted Pick sagte:

„Differenzierte Inhalte unserer Research-Teams sorgen weiterhin für ein hohes Kundenengagement. Das Wealth Management verzeichnete rekordverdächtige Nettozuflüsse von $148 Milliarden, wobei die gesamten Kundenvermögen im Wealth- und Investment-Management die Marke von $10 Billionen erreichten.“

Morgan-Stanley-Aktie muss Doppel-Top-Formation überwinden

Morgan Stanley stock

MS stock chart | Source: TradingView

Technisch muss der MS-Kurs jedoch die Doppel-Top-Formation bei $230 – deren Nackenlinie bei $230 verläuft – überwinden. Außerdem besteht das Risiko einer Rückkehr zum Mittelwert (Mean Reversion). Mean Reversion beschreibt eine Situation, in der ein Asset typischerweise zu seinen historischen Durchschnitten zurückkehrt. In diesem Fall liegt der Kurs deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von $184. 

Daher besteht das Risiko eines kurzfristigen Rücksetzers aufgrund der schwachen technischen Indikatoren. Andererseits würde ein Ausbruch über den wichtigen Widerstand bei $230 weitere Zugewinne signalisieren, möglicherweise bis zum nächsten Widerstand bei $250.